Deutschland-Tor zählt nicht – Schiri-Experte Kinhöfer schimpft | WM 2026

Jonathan Tahs Treffer gegen Paraguay wird die Anerkennung verwehrt. Das lässt einen ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter sprachlos zurück. Im WM-Sechzehntelfinale jubelte die deutsche Nationalmannschaft bereits ausgelassen, nachdem Jonathan Tah in Folge einer Ecke zum vermeintlichen 2:1 gegen Paraguay eingeköpft hatte. Dann aber meldete sich der VAR, schickte Schiedsrichter Jalal Jayed an den Monitor. Nach Ansicht der Bilder entschied dieser auf ein Foul von Waldemar Anton an Paraguay-Torhüter Orlando Gill. Eine Entscheidung, die nicht nur die deutsche Bank aufregte. Schon vor der Entscheidung nach VAR-Einsatz urteilte der ehemalige Bundesliga-Unparteiische Thorsten Kinhöfer, mittlerweile Schiedsrichterexperte beim ZDF : „Für mich ist das kein Foul. Das ist handelsüblich, das kann nie und nimmer ein Foul sein.“ Als Jayed entgegen der Einschätzung von Kinhöfer das Tor aberkannte, legte der deutsche Ex-Schiri nach. „Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar. Wir haben bei der WM schon ganz andere Situationen gesehen“, argumentierte er. „Der Torhüter steht sofort wieder auf, das ist ein normaler Kontakt. Das ist nie und nimmer ein Foul. Mir fehlen die Worte.“ Auch Kinhöfers früherer Schiedsrichter-Kollege Patrick Ittrich stimmte mit ein: „Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter“, sagte der 47-Jährige derweil bei Magenta TV. Und weiter: „Für mich ist das zu kleinlich. Ich sehe kein Wegdrücken, kein Wegstoßen.“ Ohne den aberkannten Treffer hat das DFB-Team gegen Paraguay weiterhin große Probleme – die Entscheidung fällt erst im Elfmeterschießen.