Deutschland erwischt im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay eine schwache erste Spielhälfte. Danach finden gleich zwei Experten deutliche Worte. Jürgen Klopp und Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme haben in der Halbzeitpause des Sechzehntelfinals zwischen Deutschland und Paraguay scharfe Kritik an der DFB-Elf geübt. „Da ist es ein Wegdrehen, was gar nicht geht, das ist ein absolutes No-Go“, meinte Kemme bei Magenta TV zur Situation vor dem 0:1-Kopfballtor durch Paraguays Julio Enciso und insbesondere das Verhalten von Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlović. Ex-Profi reist wohl in die Heimat: Portugal-Trainer in Trauer um seinen Vater Früherer Bayern-Star wechselt: Neuer Klub von Robert Lewandowski steht fest Was war passiert? Auf der linken deutschen Abwehrseite deutete Nathaniel Brown seinem Teamkollegen Pavlović an, dass er mit dem ballführenden Gegenspieler mitgeht. Pavlović aber ging dann nicht auf den zweiten Gegenspieler auf der Seite, sondern drehte sich in der Entstehung einfach weg. „Da war die komplette Innen- und Außenverteidigung einfach nicht existent“, meinte Kemme weiter. „Wirklich schlecht verteidigt“ Klopp ging noch weiter: „Das Doofe ist: Tore werden meist nach einem Fehler erzielt – und hier wurden gleich acht gemacht in dem entscheidenden Moment.“ Der 58-Jährige fuhr fort: „Da nimmt keiner den Laufweg (von Torschütze Enciso, Anm. d. Red.) auf. Das ist wirklich verrückt. Das ist wirklich schlecht verteidigt.“ Und weiter: „Jetzt würde ich gerne sagen: Alles andere ist top – aber das ist es leider nicht. Wir sind zu statisch. Auf der rechten Seite haben wir keine Anschlussbewegung.“ Auch die deutschen Offensivkräfte seien wirkungslos geblieben: „Undav nicht im Spiel, Nmecha nicht im Spiel – das ist das Problem. Total statisch.“ Die Lösung für die zweite Halbzeit? „Wo sind die Flanken aus dem Halbfeld?“, fragte Kemme. Und tatsächlich: Kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte traf die DFB-Elf zum Ausgleich – nach einer Flanke von Florian Wirtz von links.