Fifa setzt nach WM-Finale Sonderermittler ein – Argentinien droht Ärger

Nach dem WM-Finale kommt es zu Rangeleien auf dem Platz. Diese könnten nun Konsequenzen nach sich ziehen. Das WM-Finale nahm am späten Sonntagabend ein emotionales Ende: Während die Spanier infolge des 1:0-Erfolgs nach Verlängerung ihren zweiten Triumph feierten, schlug die Enttäuschung bei einigen Argentiniern in Wut um. Die Ausraster könnten nun ein Nachspiel haben. Wie die Fifa laut „The Times“ und Sky mitgeteilt hat, habe „der Disziplinarausschuss einen Disziplinar- und Ethik-Sonderermittler ernannt, um mögliche Verstöße zu untersuchen“. Weitere Informationen werde der Disziplinarausschuss des Weltverbands mitteilen, wenn der Bericht des Sonderermittlers vorliegt. Nach Auseinandersetzung auf dem Feld: Spanier sticheln bei WM-Party gegen Argentinier Auf diesen dürfte reichlich Arbeit zukommen, denn nach Schlusspfiff des WM-Finales hat es mehrere Rangeleien auf dem Rasen gegeben. Leandro Paredes schubste Gegenspieler Gavi zu Boden und sah für sein Verhalten die Rote Karte. Nahuel Molina schlug Spanien-Kapitän Rodri auf die Brust, ohne dass es vom Schiedsrichter bemerkt wurde. Und Argentiniens Assistenztrainer Roberto Ayala packte Dani Olmo am Hals. In den hitzigen Minuten nach dem Spielende dürfte der Fifa-Beauftrage noch weitere Situationen betrachten, denn vieles geschah inmitten der undurchsichtigen Tumulte parallel. Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme sagte als Expertin bei MagentaTV, bei Paredes sei „etwas durchgeknallt“. Thomas Müller ergänzte, er selbst habe sich in ähnlichen Situationen immer mehr aufs Debattieren konzentriert, „da meine Stärken nie im Nahkampf lagen“.