Beim FC Bayern drängt ein 16-Jähriger in den Fokus der Asienreise. Bastian Assomo überzeugt mit Wucht, Größe und Torinstinkt. Bald auch als Kane-Backup? Die Aussagekraft des Testspiels, das der FC Bayern am Dienstag im Rahmen seiner Asienreise im WM-Stadion von 2002 beim südkoreanischen Jeju SK FC mit 2:1 gewann, hielt sich insgesamt ziemlich in Grenzen. Schließlich standen dabei erneut zahlreiche Nachwuchstalente in der Startformation des Rekordmeisters. Einige Toptalente konnten dabei aber weitere Pluspunkte bei Cheftrainer Vincent Kompany sammeln. Allen voran galt das mit Felipe Chávez und Bastian Assomo für die beiden Torschützen. Champions League: Uefa-Regeländerung nach Kompany-Forderung Vom No-Name zur WM: 18-Jähriger schreibt ein Fußballmärchen bei Bayern Besonders der erst 16-jährige Assomo verblüffte die Zuschauer – und zwar nicht nur mit seinem sehenswerten und platzierten Siegtreffer von der Strafraumkante. Der 1,90 Meter große Teenager ist allein schon mit seiner für sein Alter extrem starken Physis eine Erscheinung und weiß seinen Körper auch entsprechend einzusetzen. „Es ist schon brutal für sein Alter“ Tom Bischof bestätigte das nach der Partie. „Es ist schon brutal für sein Alter, wie er die Bälle festmacht“, sagte Bischof über die Stärken seines jungen Mannschaftskollegen. „Dann hat er einen sehr guten Abschluss, ist ein klassischer Boxspieler.“ Das stellte Assomo mit seinem beherzten Auftritt eindrucksvoll unter Beweis. Der Angreifer war schon im Rahmen des Trainingslagers am Tegernsee vergangene Woche aufgefallen. Nicht zuletzt dadurch, dass Kompany, einst selbst Weltklasse-Abwehrspieler, den Stürmer immer wieder intensiv und lautstark coachte und bei einer Übung sogar höchstpersönlich verteidigte. Nach dessen erstem Treffer für die Profis sagte Kompany nun: „Was Basti Assomo gemacht hat, das Toremachen, das kennen wir von ihm.“ Und weiter: „Für einen Stürmer mit 16 Jahren und seiner Größe ist es gut, dass er die Tore macht.“ Gleichzeitig erinnerte Kompany seinen Schützling aber auch an den Weg, der noch vor ihm liegt: „Er hat viele Punkte in seinem Spiel, die er verbessern muss.“ Assomo erlebe wie andere Talente derzeit einen „Lernmoment“ bei den Profis. Assomo trifft in jedem Spiel Der gebürtige Berliner war im Sommer 2025 von Hertha BSC nach München gekommen. Trotz einer Verletzungspause im Frühjahr kam er bereits in seinem Premierenjahr auf eine beeindruckende Torquote: Für die U17 des deutschen Rekordmeisters traf Assomo in zehn Spielen elfmal. Darüber hinaus gelang ihm auch in der Regionalliga Bayern, wo er zweimal zum Einsatz kam, bereits ein Treffer. Der mit 1:2 verlorene Test der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany in Wiesbaden vor anderthalb Wochen war der erste Einsatz bei den Profis, nachdem Assomo es Ende April beim Bundesliga-Spiel in Mainz schon einmal in den Kader geschafft hatte. Dass Assomo in dieser Saison jetzt Harry Kane Konkurrenz machen wird, ist zwar nicht zu erwarten. Auch die Backup-Rolle für Kane ist bereits an Neuzugang Ismael Saibari fest vergeben. Dennoch wäre es keine Überraschung, wenn Assomo demnächst zumindest sein Profidebüt für Bayern in einem Pflichtspiel feiern würde. Als großer und physisch starker Mittelstürmer bringt er ein Profil mit, das – abgesehen von Kane – im Kader der Bayern einzigartig ist. „Die können in so einem Moment nichts falsch machen“ Im weiteren Verlauf der Vorbereitung wird die Spielzeit der Talente nun allerdings vorerst wieder zurückgehen. Der Großteil der WM-Rückkehrer um Joshua Kimmich , Manuel Neuer und Co. soll schon am Freitag (14 Uhr) in Hongkong beim Duell mit Premier-League-Klub Aston Villa erstmals wieder von Beginn an spielen. „Das wird ein sehr guter Test für uns, da sehen wir, wo wir stehen, und da wollen wir angreifen“, sagte Neuzugang Nathaniel Brown . Die Spielzeit der etablierten Profis soll damit Stück für Stück gesteigert werden. Man habe das „fast wissenschaftlich eingeplant, was die Minuten angeht“, sagte Kompany. Gleichzeitig will der Belgier die Chance weiter nutzen, die Toptalente des FC Bayern noch besser kennenzulernen. „Die können in so einem Moment nichts falsch für mich machen“, sagte er. In den ersten Wochen der Vorbereitung hätten einige von ihnen gezeigt, dass sie „vielleicht jetzt ready sind für den nächsten Schritt“, so Kompany. „Ob das bei uns ist oder woanders – wir versuchen, den Jungs weiterzuhelfen auf diesem Weg.“ Speziell bei Assomo darf man gespannt sein, wohin der ihn in Zukunft führen wird.