In Englands höchster Frauenfußballliga sind erstmals mehr als die Hälfte der Cheftrainer weiblich. Ein Vergleich mit den anderen Topligen zeigt, wie groß der Abstand zu den Nachbarn ist. Die englische Women’s Super League (WSL) hat eine besondere Marke erreicht: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werden mehr als die Hälfte der 14 Klubs von einer Frau trainiert. Den Ausschlag gab Manchester United mit der Verpflichtung von Eva Olid am Mittwoch. Olid wird künftig unter anderem die deutsche Nationalspielerin Lea Schüller betreuen. Zur kommenden Saison stehen insgesamt acht Cheftrainerinnen in der WSL an der Seitenlinie: Renée Slegers beim FC Arsenal , Natalia Arroyo bei Aston Villa , Amy Merricks bei Birmingham City, Karen Hills bei Charlton Athletic, Sonia Bompastor beim FC Chelsea , Jo Potter bei Crystal Palace und Rita Guarino bei West Ham United . In der Bundesliga trainieren nur vier Frauen Sechs Klubs werden weiterhin von Männern trainiert. Auch Englands Nationalmannschaft verantwortet mit Sarina Wiegman eine Frau. Im Vergleich der vier europäischen Topligen liegt England vorne. Deutschland folgt auf Platz zwei: In der Bundesliga trainieren vier Frauen einen der 14 Vereine – Marie-Louise Eta bei Union Berlin , Friederike Kromp bei Werder Bremen , Eva-Maria Virsinger bei der TSG Hoffenheim und Britta Carlsson beim 1. FC Köln . Eta hatte zuletzt auch als Interimstrainerin der Männermannschaft fungiert. In Spanien sind es drei Cheftrainerinnen. Frankreich kommt vor dem Start der neuen Spielzeit auf nur eine.