Die Fifa stellt sich hinter ihren Präsidenten. Der Verband wittert eine Kampagne und verweist auf seine Regeln. Der Fußballweltverband Fifa hat nach anhaltenden Vorwürfen gegen seinen Chef Gianni Infantino diesen verteidigt und Kritikern Desinformation vorgeworfen. „Immer deutlicher wird, dass einige Akteure gezielt und fortlaufend versuchen, die Fifa und ihren Präsidenten zu schwächen“, teilte der Verband in der Nacht zum Sonntag im Onlinedienst X mit. „Wenn Berichte unzutreffend oder irreführend sind, wird die Fifa ihnen unmittelbar und energisch entgegentreten“, heißt es in der Stellungnahme. Spekulationen dürften nicht als Tatsachen dargestellt werden. Welche Akteure und Berichte gemeint sind, teilte die Fifa nicht mit. Abfindung für Mitarbeiterin: Neue Vorwürfe gegen Infantino Fifa in der Krise: Infantino bekommt Unterstützung Druck nach Investoren-Vorschlag Der Fifa-Präsident habe mehr als 30 Jahre seines Berufslebens dem europäischen und dem weltweiten Fußball gewidmet und damit zu bedeutenden Veränderungen in diesem Sport beigetragen, hieß es weiter. „Veränderungen stellen etablierte Interessen zwangsläufig in Frage, doch Uneinigkeit mit diesen Veränderungen kann keine Bemühungen rechtfertigen, das demokratische Mandat des Fifa-Präsidenten oder die Institution, zu deren Leitung er gewählt wurde, zu untergraben“ so die Stellungnahme. Infantino steht seit seinem Plan, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft und anderen Turnieren an Investoren zu veräußern, massiv unter Druck. Zwar verzichtete Infantino jüngst angesichts eines Sturms der Entrüstung auf das Vorhaben. Dennoch entzog der europäische Fußballverband Uefa dem Fifa-Chef am vergangenen Wochenende offiziell das Vertrauen. Am Samstag wurde bekannt, dass eine ehemalige Mitarbeiterin Infantinos in seiner Zeit bei der Uefa ein großzügiges Abfindungspaket bekam.