Die Münchner treiben ihre Personalplanung voran und holen einen 18-Jährigen fest in den Verein. Der Spieler konnte sich zuvor bereits empfehlen – und soll einen großen Fan haben. Ein Transfer für die Zukunft: Der FC Bayern hat Mittelfeldspieler Bara Sapoko Ndiaye fest verpflichtet. Dies gab der Klub am Montagnachmittag bekannt. Der 18-Jährige hat einen Vertrag bis 30. Juni 2031 unterschrieben. „Bara ist ein toller Charakter, der sich in sehr kurzer Zeit in einer völlig neuen Umgebung beim FC Bayern zurechtgefunden und schnell eine hohe Akzeptanz im Team erarbeitet hat“, wird Bayern-Sportdirektor Christoph Freund in der Mitteilung des Klubs zitiert. „Wir haben ihn lange beobachtet, er war Kapitän seiner Mannschaft, hat in den vergangenen 24 Monaten eine beeindruckende Entwicklung genommen und daran in München angeknüpft.“ Ndiaye lebe „als zentraler Mittelfeldspieler von seiner Dynamik und Geschwindigkeit am Ball, ist spielintelligent und auch abseits des Platzes außergewöhnlich. Er spricht schon gut Deutsch und hat sich in kürzester Zeit in unser Team integriert.“ „Täuschung“: Uefa legt gegen Infantino nach – und diskutiert großen Schritt Vom No-Name zur WM: 18-Jähriger schreibt ein Fußballmärchen bei Bayern Ndiaye war in der vergangenen Rückrunde bereits von der gambischen Fußball-Akademie Gambinos Stars Africa an den FC Bayern ausgeliehen – und der Senegalese empfahl sich mit starken Leistungen schnell für höhere Aufgaben. „Für mich ging ein Traum in Erfüllung“ Bayern-Trainer Vincent Kompany soll vom Teenager überzeugt sein, ermöglichte ihm so auch direkt seine ersten vier Bundesliga-Einsätze für den Rekordmeister. Ndiaye debütierte am 29. Spieltag der vergangenen Saison in der höchsten deutschen Spielklasse, wurde beim 5:0 beim FC St. Pauli in der 84. Minute eingewechselt. Weitere Spielminuten in den folgenden drei Partien kamen hinzu. Bara Sapoko Ndiaye wurde dazu auch für die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko nominiert. Bei der knappen 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Belgien im Sechzehntelfinale wurde er in der 96. Minute eingewechselt. „Das ist heute ein sehr großer Tag für mich und meine ganze Familie“, erklärt Ndiaye in der Mitteilung. Er wolle „beim FC Bayern jeden Tag von all diesen großartigen Spielern hier lernen und versuchen, der Mannschaft zu helfen. Für mich ging ein Traum in Erfüllung.“ Ndiaye-Verpflichtung zog sich in die Länge Ndiaye war bereits vor zwei Wochen im Rahmen des Tegernsee-Trainingslagers bei Bayern in die Vorbereitung eingestiegen, obwohl der Transfer damals noch nicht offiziell verkündet wurde. t-online fragte am Tegernsee bei Sportvorstand Max Eberl nach, wie das zustandekam. „Dieses Konstrukt mit den Gambinos ist nicht ganz so einfach, deswegen müssen einfach Dinge geklärt werden“, antwortete Eberl. Gambinos Stars Africa, wo Ndiaye entdeckt wurde, kooperiert seit dem Jahr 2023 mit Red & Gold Football, einem gemeinsamen Projekt des FC Bayern mit dem Los Angeles FC. „Er ist aber hier, er hat die Erlaubnis, dass er hier dabei sein und die Asientour mitmachen kann.“ Dementsprechend gebe es „klare Signale dahin, aber es muss halt noch alles vertraglich abgesichert werden“. Erst wenn auch das der Fall sei, „dann können wir es auch offiziell machen“, so Eberl. All das ist jetzt der Fall. Der Sportvorstand betonte damals mit Blick auf die Rolle, die Ndiaye im Kader übernehmen soll: „Wir haben Noël Aséko verkauft, haben dafür jetzt einen Kaderplatz frei, den soll Bara bekommen.“ Aséko war für rund zwölf Millionen Euro nach Frankfurt gewechselt und wäre ein potenzieller Konkurrent für den Senegalesen gewesen. Jetzt übernimmt der den vierten Platz im zentralen Mittelfeld als Herausforderer hinter Joshua Kimmich , Aleksandar Pavlović und Tom Bischof.