DFB-Pokal: Stuttgart serviert Rostock ab – Pejčinović mit Dreierpack

Im DFB-Pokalduell mit Hansa Rostock liefert der VfB Stuttgart einen ganz souveränen Auftritt. Vor allem ein Neuzugang überzeugt. Der VfB Stuttgart hat die erste Runde des DFB-Pokals souverän überstanden. Bei Drittligist Hansa Rostock setzte sich der Vorjahresfinalist deutlich mit 4:0 (2:0) durch. Mann des Abends war dabei Neuzugang Dženan Pejčinović, der einen Dreierpack schnürte (18., 27. und 82. Minute). Den vierten Treffer erzielte Tiago Tomás in der 74. Minute. So lief das Spiel Das Spiel in Rostock begann für den Favoriten sehr schmerzhaft. Nikolas Nartey musste schon in der neunten Minute verletzt ausgewechselt werden. In der Saison 2019/20 hatte der auf vielen Positionen einsetzbare Däne auch einmal auf Leihbasis für den FC Hansa gespielt. Stuttgart dominierte das Spiel jedoch völlig unbeeindruckt von diesem frühen Rückschlag. Allein in der ersten Halbzeit betrug das Ballbesitzverhältnis 71:29 Prozent für den VfB. 362 Stuttgarter Pässen hatte der ambitionierte Drittligist nicht einmal die Hälfte dieses Wertes (144) entgegenzusetzen. Unter diesem Druck verloren die Rostocker den Ball vor beiden Pejčinović-Toren in der ersten Hälfte jeweils beim Spielaufbau. Trotzdem wurde es zumindest nach dem 1:0 des neuen Stürmers noch einmal turbulent. Erst verpasste Chris Führich nur knapp einen Stuttgarter Doppelschlag (20.). Auf einmal hatte Hansa jedoch die große Chance zum Ausgleich (22.): Andreas Voglsammer schickte seinen Sturmpartner Leon Dajaku steil, der frühere Jugendspieler des VfB wollte den Ball frei vor dem Tor noch einmal querlegen, doch sein Pass geriet zu ungenau. Ebenfalls fast im Gegenzug lenkte Rostocks Torwart Luca Unbehaun einen Distanzschuss von Jeff Chabot (25.) an den Pfosten. Auch gegen Tomás musste der beste Hansa-Spieler dieses Abends noch einmal eingreifen (44.). Auf der Gegenseite rechtfertigte auch Stuttgarts Torwart Fabian Bredlow das Vertrauen als zumindest vorübergehender Ersatz für den verletzten Stammkeeper Dennis Seimen. Der 31-Jährige parierte sehenswert eine Direktabnahme von Rostocks Yannick Michaelis (41.). Ob der VfB dennoch einen neuen Torwart verpflichtet, ist weiter unklar. Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste das Spiel für acht Minuten unterbrochen werden (49.). Weil Rostocker Fans auf der Südtribüne massiv Pyrotechnik gezündet hatten, lag das ganze Spielfeld zeitweise im Nebel. Stuttgart ließ es nun etwas ruhiger angehen, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Trotzdem hatte der FC Hansa die erste Chance der zweiten Hälfte: Aber auch Dajaku scheiterte an Bredlow (62.). Viel kam danach nicht mehr vom Aufstiegsfavoriten der 3. Liga. Er war fast ausnahmslos damit beschäftigt, den Stuttgartern hinterherzulaufen. Der Portugiese Tomás machte alles klar. Pejčinović gelang sogar noch der Dreierpack. Der VfB gewann damit auch das dritte von vier Pokalspielen in Rostock seit der Saison 2018/19.