DFB-Pokal: Heiko Vogel redet sich nach Fürther Aus in Rage

Für die SpVgg Greuther Fürth ist die DFB-Pokalsaison nach nur einem Spiel wieder vorbei. Trainer Heiko Vogel war im Anschluss bedient. Viele Chancen, viele Abschlüsse, zu wenig Tore. Die SpVgg Greuther Fürth hat auch im DFB-Pokal da weitergemacht, wo sie in der Liga aufgehört hatte. Die Franken schieden am Sonntag mit 1:2 gegen den VfL Bochum aus, wurden für ihre Daueroffensive in den Schlussminuten nicht belohnt. Etwas lauter wurde es im Fürther Stadion auch, weil es im Bochumer Strafraum zu einem möglichen Elfmeter kam. Enis Çokaj bekam einen Schuss von Fürths Dennis Srbeny an die Hand, Schiedsrichter Florian Lechner aber entschied sich gegen einen Strafstoß, da der Ball aus kurzer Distanz an Çokajs Hand kam. Die Fürther Bank um Cheftrainer Heiko Vogel und Assistent Danny Schwarz empörte sich daraufhin, einen Pfiff gab es trotzdem nicht. „Leistung war eines Pokalspiels nicht würdig“ Vogel ließ seinem Ärger über den Schiedsrichter auf der Pressekonferenz im Anschluss Luft. „Dass er den Elfmeter in der sechsten Minute der Nachspielzeit als einziger im Stadion nicht sieht, Kompliment. Das kann aber passieren. Kein Vorwurf diesbezüglich“, sagte er und fügte dann an: „Aber die (Schiedsrichter, Anm. d. Red.) fordern immer Respekt, und Respekt ist keine Einbahnstraße. Da möchte ich an der Stelle ganz klar sagen: Ich entschuldige mich, wenn ich drüber war, aber wenn ich mitbekomme, wie dann mit uns gesprochen wird, dann muss ich sagen: Das ärgert mich noch mehr als seine Leistung heute. Und die war auch nicht eines Pokalspiels würdig.“ Nach Olympia ist Schluss: Legendäre TV-Stimme hört bald auf Uefa-Boss über Infantino-Nachfolge : „Ich habe kein Interesse“ Auf die Nachfrage eines Journalisten reagierte Vogel mit einer Gegenfrage: „Das war ein Elfmeter oder haben Sie ihn auch nicht gesehen? Dann sind sie der Zweite. Wie hätten Sie denn entschieden?“ Der Journalist verweigerte eine Einschätzung, was Vogel sichtlich verstimmte. Anschließend redete sich der Fürther Trainer weiter in Rage. „Die (Schiedsrichter, Anm. d. Red.) kommen immer und erzählen irgendwas. Dies Belehrung, das Belehrung“, schimpfte Vogel, dem offenbar die jährlichen Schiedsrichterschulungen seitens des DFB vor dem Saisonstart missfallen. „Die sollen einfach eine E-Mail schicken mit ‚Ermessensspielraum‘, dann können wir alle gut damit leben. Aber bitte nicht immer eine halbe Stunde meiner Zeit klauen und sagen, was sich alles ändert und dann siehst du die ersten drei Spiele und denkst: Alles klar, da habe ich etwas verpasst.“ Die Kommunikation an der Seitenlinie mit dem vierten Offiziellen gefiel Vogel auch nicht. „Ich brauche keine Erziehungsmaßnahme, dann soll er mir gelb geben, wenn ich drüber war, aber ich will mich nicht anschnauzen lassen vom vierten Offiziellen. Und wie der mit Danny Schwarz gesprochen hat, das ist ein Mann von 50 Jahren, wir sind hier nicht beim Militär“, ergänzte der empörte Trainer. Für den Fürther Coach geht es mit seinem Team nun in der Liga gegen Energie Cottbus weiter. Ein Sieg in der Lausitz wäre für das „Kleeblatt“ sehr wichtig, denn aus den ersten zwei Spielen holten die Franken trotz vieler Chancen nur einen Punkt.