Jürgen Klopp ist offenbar die Triebfeder hinter dem anstehenden Trainerwechsel bei RB Leipzig. Die ‚Bild‘ bezeichnet Red Bulls Fußballchef als „treibende Kraft“ bei der Entlassung von Ole Werner und (…)
„Treibende Kraft“: Klopp rasiert Werner
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Oliver Baumann: Helmer zeigt zur WM Mitgefühl mit degradiertem Torwart
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Thomas Helmer findet den Umgang von Julian Nagelsmann mit Torwart Oliver Baumann nicht in Ordnung. Auch andere Entscheidungen des Bundestrainers kann er nicht nachvollziehen. Thomas Helmer hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für dessen jüngste Entscheidungen und die Außendarstellung rund um die deutsche Nationalmannschaft kritisiert. „Ich schätze Julian, ich glaube, er ist wirklich ein hervorragender Fachmann“, sagte der Europameister von 1996 im „Tagesanbruch“-Podcast von t-online. Dennoch habe er den Eindruck, dass Nagelsmann zuletzt nicht immer glücklich agiert habe: „Es sind einige Schritte in letzter Zeit, die er gemacht hat, die einfach nicht gut waren.“ Besonders die Kommunikation um die Rückkehr von Manuel Neuer in die Nationalmannschaft stößt Helmer auf. Für den degradierten Oliver Baumann äußert Helmer Mitgefühl. „Oliver Baumann möchte keiner von uns sein in den letzten Wochen und Tagen“, so Helmer. „Dann liefert er sogar noch ab. Da muss man ein Riesenkompliment aussprechen. Das spricht absolut für ihn.“ Die Situation für Baumann sei extrem schwierig gewesen: „Wenn man selbst gespielt hat oder in so einer Situation war: Ich glaube, was Schlimmeres gibt es eigentlich nicht.“ Im Podcast erinnert sich Helmer außerdem an die WM 1994 in den USA. Er spricht über einen missglückten Auftritt bei „Wetten, dass..?“ sowie die aktuelle politische Situation in den USA und darüber, wie er als Spieler damit umgegangen wäre. Hören Sie den kompletten Podcast bei Spotify und allen anderen Podcast-Plattformen oder direkt hier: Abonnieren auf Spotify | Apple Podcasts || Transkript lesen Haben Sie eine Anmerkung oder Frage zu dem Gespräch im Podcast? Schreiben Sie uns unter podcasts@t-online.de oder schicken Sie eine Sprachnachricht per WhatsApp an die 0151 239 694 97. Schreiben Sie es in die Kommentare hier auf Spotify oder Apple Podcasts . Die Diskussion am Wochenende gibt es jeden Samstagmorgen im „Tagesanbruch“-Podcast von t-online. Darin diskutiert t-online-Chefredakteur Florian Harms mit prominenten Gästen über aktuelle politische Themen. Den Podcast können Sie hier auf Spotify , Apple Podcasts oder Pocket Casts abonnieren. Alle Podcastfolgen der Diskussion am Wochenende finden Sie hier in einer Liste auf Spotify . Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns auf Spotify oder Apple Podcasts.
Brasiliens Stotterstart zur WM: Ihre Abhängigkeit wird deutlich
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Brasiliens Vinícius Júnior beweist im ersten WM-Spiel gegen Marokko seine Klasse. Allerdings dürfte das alleine Brasilien bei größeren Aufgaben nicht reichen. Aus East Rutherford berichtet David Schafbuch Die großen Provokationen blieben bei Vinícius Júnior aus. Der 25-Jährige ist eigentlich dafür bekannt, sich mit allem und jedem auf dem Fußballplatz anzulegen. Doch an diesem Abend versuchte er stattdessen, das brasilianische Publikum im Stadion New York/New Jersey mitzureißen. Ein Mal ballte er die Faust in Richtung seiner Anhänger, als er an der eigenen Grundlinie einen Zweikampf gegen Marokkos Achraf Hakimi für sich entschied. Kurz davor hatte er schon die Arme hochgerissen, um die Tribünen mitzureißen. Denn nach anfänglicher brasilianischer Euphorie war es in dem größten Stadion dieser Fußballweltmeisterschaft erstaunlich ruhig geworden – und das, obwohl weite Teile der mehr als 80.000 Zuschauer im brasilianischen Gelb gekleidet waren. WM 2026: Alle Informationen im Newsblog Antreiber war Vini Júnior aber an diesem WM-Auftakt Brasiliens nicht nur für das Publikum, sondern auch auf dem Rasen. Das Unentschieden gegen Marokko, Halbfinalist bei der vorangegangenen Weltmeisterschaft in Katar, hatte Junior mit einem sehenswerten Treffer für die „Seleção“ nach anfänglichem Rückstand gesichert. Die Szene des Spiels für Brasilien war eine Einzelaktion ihres Superstars. Sie stand symbolisch dafür, wie abhängig die Mannschaft von ihrem Einzelkönner ist: Denn hinter ihm taten sich im brasilianischen Kader an diesem Samstag qualitative Lücken auf – so große, dass es fraglich ist, ob die Mannschaft bei diesem Turnier mit den Spitzenteams überhaupt mithalten kann. Bis zu Vini Júniors Treffer war der Seleção wenig gelungen. Die Anfangsphase des Spiels hatte Marokko gehört. Die Mannschaft von Trainer Mohamed Ouahbi spielte viel über die Flügel und drängte Brasilien in die eigene Hälfte. Die brasilianischen Zuschauer, unter ihnen auch die Ex-Weltmeister Ronaldo, Kaká und Roberto Carlos, kümmerte das zunächst nicht. Marokkos lange Passreihen wurden mit Pfiffen quittiert, zwischenzeitlich hallten auch laute „Brasil, Brasil“-Rufe durch das Stadion von East Rutherford. Legenden auf der Tribüne: Prominente Gäste bei Brasilien gegen Marokko Diese verstummten nach den ersten Minuten aber zunehmend, weil Marokko besser ins Spiel gekommen war. In der 21. Minute war es dann Brahim Díaz, der den Treffer für die Nordafrikaner einleitete. Der Spieler von Real Madrid schickte einen präzisen Steilpass auf Mittelstürmer Ismael Saibari, bei dem die Innenverteidiger Marquinhos und Gabriel nur noch hinterherrennen konnten. Saibari reichte ein Kontakt, um den Ball ins Tor zu lupfen. Die Antwort folgte dann durch Vini Júnior. Es war die 32. Minute, da ließ der Linksaußen von Real Madrid seinen Gegenspieler Neil El Aynaoui zuerst sehenswert an der Strafraumkante aussteigen. Mit der Innenseite seines rechten Fußes zirkelte er dann den Ball präzise ins linke Toreck. Die Zahl der Fehler reduzierte Brasilien danach allerdings nicht. Vor allem im defensiven Mittelfeld unterliefen Casemiro und Bruno Guimarães mehrfach leichte Fehlpässe, die das brasilianische Publikum zum Aufstöhnen brachte. Auch Vini Júnior selbst vertendelte hin und wieder den Ball, rannte seinen Gegenspieler aber auch mal über dem halben Platz nach. Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hatte schon kurz vor Ende der ersten Hälfte mehrere Spieler von der Bank zum Warmlaufen geschickt. Nachdem der Halbzeitpause, in der die Fans Wasser für 5 oder Bier ab 16 Dollar genießen konnten, war der Arbeitstag von Guimarães beendet. Für ihn kam Fabinho. Einen Qualitätssprung brachte der Wechsel allerdings nicht. Fabinho hatte vor einigen Jahren noch Jürgen Klopps FC Liverpool nach hinten abgesichert. Mittlerweile kickt der 32-jährige Brasilianer bei Al-Ittihad in Saudi-Arabien. Offensiv begann Brasilien dann die zweite Halbzeit aber mit mehr Präsenz: Zwischenzeitlich waren alle zehn Feldspieler in der marokkanischen Hälfte. Gefährlich wurde es aber meistens weiter nur, wenn Vini Júnior die Initiative ergrifft. Denn auch die Mittelstürmer Igor Thiago und der später eingewechselte Matheus Cunha blieben über das gesamte Spiel weitestgehend unauffällig. Marokko war dagegen in der zweiten Halbzeit nicht mehr so auffällig, aber weiterhin gefährlich. Kurz vor dem Abpfiff hatte die Mannschaft noch eine große Chance auf den Sieg: Brasiliens Torwart Alisson Becker ließ einen Fernschuss von El Aynaoui nach vorne prallen. Den Nachschuss konnte Ayoube Amaimouni-Echghouyab von Eintracht Frankfurt aber nicht im Tor unterbringen. Ancelottis Bilanz fiel nach dem Spiel entsprechend nüchtern aus. Eine „schwierige Partie“ gegen einen „starken Gegner“ sei das heute gewesen, sagte der Italiener bei der Pressekonferenz nach Abpfiff. Und: „Wir müssen besser werden.“ Wie das genau geschehen soll, erläuterte der Trainer nicht. Für das defensive Mittelfeld oder das Sturmzentrum hat Ancelotti an Samstag fast alle verfügbaren Spieler ausprobiert. Weiterhin verletzt auf der Bank saß dagegen Neymar . Der mittlerweile 34-Jährige kämpft weiterhin mit Wadenprobleme, auch sein Einsatz im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti ist weiter fraglich. Allerdings würde eine Rückkehr des einstigen Superstars weitere Fragen aufwerfen: Schon seine Nominierung hatte bei vielen Experten für Aufsehen gesorgt. Der 34-Jährige hatte in der vergangenen Saison verletzungsbedingt kaum gespielt. Sein letztes Spiel für die Nationalmannschaft liegt zudem zweieinhalb Jahre zurück. Vini Júnior hatte sich allerdings für die Nominierung ausgesprochen. Neymar „inspiriere“ ihn und er freue sich, wenn er wieder auf den Platz zurückkehre. Allerdings würde das Trainer Ancelotti noch vor ein weiteres Problem stellen: Neymar fühlt sich auf dem linken Flügel am wohlsten, genauso wie Vini Júnior.
New York Knicks holen ersten NBA-Meistertitel seit 53 Jahren
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Über ein halbes Jahrhundert mussten die New York Knicks auf ihre nächste Meisterschaft warten. Im entscheidenden Spiel wird es dramatisch. Die New York Knicks haben erneut einen zweistelligen Rückstand noch gedreht und sind erstmals seit 53 Jahren wieder Meister in der NBA . Drei Tage nach dem 29-Punkte-Comeback im Madison Square Garden gewannen die Knicks gegen die San Antonio Spurs 94:90 – und das nach zwischenzeitlich 16 Punkten Rückstand. Angeführt von Jalen Brunson mit 45 Punkten holten die Knicks damit den notwendigen vierten Sieg in der Serie gegen die Spurs und den dritten NBA-Titel ihrer Geschichte. Ariel Hukporti kam erneut zum Einsatz und ist nun nach Dirk Nowitzki und Isaiah Hartenstein der dritte deutsche Basketball-Profi, der in der NBA die Meisterschaft geholt hat. Erneut waren zahlreiche Promis live dabei, darunter Prinz Harry , Ben Stiller und Timothée Chalamet . Wie in jedem der vorausgehenden vier Spiele gingen die Spurs zweistellig in Führung, die Knicks hatten Schwierigkeiten mit ihren Würfen. Zum vierten Mal aber kam New York irgendwann in den Rhythmus und arbeitete sich zurück – dieses Mal gelang der Ausgleich nach einem 10:0-Lauf im Schlussviertel beim 83:83. Gut eine Minute danach gingen die Knicks beim 86:85 erstmals seit der Anfangsphase in Führung. Zur Halbzeit lagen die Spurs noch vorn Beiden Teams war der Druck anzumerken, bis zum ersten Treffer durch Victor Wembanyama für die Spurs hatten die Profis schon sechs Fehlwürfe angesammelt. Nach vier Minuten hatte der Franzose drei Blocks und damit so viele wie die Knicks Punkte. Die erste zweistellige Führung hatten die Gastgeber beim 18:8 nach acht Minuten, der Vorsprung wuchs auf bis zu 16 Zähler. Die Knicks verkürzten aber noch vor der Pause auf nur noch drei Punkte, zur Halbzeit lagen die Spurs dann 42:37 vorn. In der zweiten Halbzeit brachten die Knicks zum erst zweiten Mal in dieser Serie auch den deutschen Profi Hukporti, der sich mit einem Block sofort gut einfügte – und am Ende wie Nowitzki und Hartenstein als Meister in die NBA-Geschichte einging.
Darum gefällt Nagelsmann das 12.00-Uhr-Spiel in Houston
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Die Nationalmannschaft spielt in der Regel abends. Das erste WM-Spiel dagegen wird mittags angepfiffen. Der Bundestrainer findet das gut – was bei Temperaturen über 30 Grad aber auch am Stadion liegt. Fußballspiele mittags um Zwölf sind die deutschen Fußball-Nationalspieler um Kapitän Joshua Kimmich nicht gerade gewohnt. Doch der frühen Anstoßzeit beim ersten WM-Spiel heute (19.00 Uhr MESZ) in Houston gegen Curaçao kann Julian Nagelsmann viel Positives abgewinnen. „Ich freue mich drauf, dass es sehr früh losgeht, dass wir nicht so einen langen Tag im Hotel haben und schnell auf den Platz kommen“, sagte er vor der Partie im NRG Stadium. Der Spieltag beginnt freilich für die DFB-Kicker „ein bisschen früher“, wie Nagelsmann sagte. Der Bundestrainer hätte vermutlich anders über die Anstoßzeit gesprochen, wenn das erste Gruppenspiel bei angesagten Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius nicht unter dem geschlossenen Hallendach der 68.777 Zuschauer fassenden Football-Arena der Houston Texans stattfinden würde. Schönes, tolles Stadion mit perfekten Temperaturen „Es ist ein schönes, ein tolles Stadion mit den großen Bildschirmen und mit perfekten Temperaturen bei den Wetterbedingungen“, äußerte Nagelsmann begeistert vom Austragungsort des deutschen WM-Auftakts. „Der Tag beginnt ein bisschen früher“, berichtete Nagelsmann über die kürzeren Abläufe. „Die Jungs können trotzdem so lange schlafen, dass sie ausgeschlafen sind.“ Bis 8.30 Uhr ist das Frühstück angesetzt. Im Anschluss folgt die übliche körperliche Aktivierung im Teamhotel, vielleicht auch ein kurzer Spaziergang. Nach dem „Prematch-Meal“ und einer letzten Besprechung um 9.55 Uhr geht es schließlich mit dem Mannschaftsbus zur Spielstätte. Mit Polizei-Eskorte geht“s zur Spielstätte „Wir haben ein Hotel, das sehr nah am Stadion ist. Es ist toll organisiert, wir haben eine Polizei-Eskorte, haben keine langen Anfangszeiten“, erzählte Nagelsmann: „Wir haben möglichst alle Sitzungen schon gemacht in Winston-Salem, auch wegen der Zeit.“ Grundsätzlich sei es angenehm, wenn das Spiel früher anfange. „Wenn du oft abends spielst und zehn Stunden im Hotel rumhängst, bis das Spiel losgeht, ist das nicht immer super förderlich für die Spannung.“ Scherzhaft ergänzte Nagelsmann noch mit Blick auf einige Youngster im deutschen WM-Kader : „Wir haben noch ein paar Junge dabei, die vor nicht allzu lange Zeit noch bei den Junioren um 11.00 Uhr gespielt haben sonntags.“
WM-Fehlstart: Türkei verliert gegen Australien – Schottland feiert Kilt-Party
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Die Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien überraschend eine Niederlage kassiert. In Vancouver verlor der große Favorit 0:2 (0:1) und steht vor dem…
WM 2026: Herber Dämpfer zum Auftakt – Türkei patzt gegen Australien
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Die Türkei qualifiziert sich erstmals seit 2002 wieder für eine Weltmeisterschaft. Die Rückkehr auf die Bühne misslingt der Elf um Hakan Çalhanoğlu allerdings. Die Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien eine Niederlage kassiert. Die ambitionierte Auswahl um Kapitän Hakan Çalhanoğlu unterlag effizienten Australiern mit 0:2 (0:1) und steht im Kampf um die K.-o.-Phase bereits unter Druck. Auch der auffällige Jungstar Arda Güler konnte die dritte türkische Auftaktniederlage bei der dritten WM-Teilnahme (nach 1954 und 2002) nicht verhindern. Der frühere Bayern-Profi Nestory Irankunda (27. Minute) und Connor Metcalfe von Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli (75.) trafen im kanadischen Vancouver zum Sieg für die defensiv eingestellten Australier, die sich in der Gruppe D hinter dem euphorisierten Hauptgastgeber USA (4:1 gegen Paraguay) auf Rang zwei einreihen. So lief das Spiel 2002 waren die Türken zuletzt für eine WM qualifiziert, für die Generation um Real Madrids Arda Güler und Kapitän Hakan Çalhanoğlu ist das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko die erste WM-Teilnahme. Trotz der mühsamen Qualifikation über die Playoffs ging die Türkei als Favorit ins Duell mit Australien und hatte auch mit großem Abstand mehr Ballbesitz – konnte damit aber viel zu wenig anfangen. Mit teilweise neun Mann im eigenen Strafraum verteidigte Australien die Führung, für die Türkei gab es kein Durchkommen. Das Tor durch Irankunda, der inzwischen beim FC Watford unter Vertrag steht, fiel durch einen Konter unmittelbar, nachdem Güler die erste echte Chance für die Türkei hatte. Auch beim zweiten Treffer nutzten die Australier eine Unachtsamkeit der drückenden Türken eiskalt aus. Metcalfe traf von außerhalb des Strafraums mit einem starken Schuss ins kurze Eck – und das nach einer Saison ohne einen Treffer für St. Pauli. Großen Anteil am Erfolg für Australien hatte Torwart Patrick Beach, der überraschend für Kapitän Matthew Ryan spielte und zu seinem dritten Länderspiel kam. In der 57. Minute parierte er etwa einen gefährlichen Freistoß von Güler, in der 86. dann den von Calhanoglu. Kurz zuvor war St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine noch ins Spiel gekommen und half, den Vorsprung zu verteidigen.
Darum muss Urbig gegen Curaçao auf der Tribüne sitzen
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Alle Ersatzspieler sitzen auf der Bank, nur Jonas Urbig darf das nicht. Was den jungen Torwart von anderen DFB-Stars unterscheidet und welche FIFA-Regel ihm noch WM-Minuten bescheren könnte. Beim Training in Winston-Salem ist Jonas Urbig immer in der Torwart-Trainingsgruppe um Manuel Neuer dabei. Beim WM-Start der Fußball-Nationalmannschaft gegen Curaçao muss der Schlussmann des FC Bayern München in Houston jedoch abseits der Kollegen auf der Tribüne sitzen. Während die Reserve-Keeper Oliver Baumann und Alexander Nübel mit den weiteren 13 Ersatzspielern des offiziellen DFB-Aufgebots am Abend (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) auf der Bank Platz nehmen und erstmals mit der Startelf bei den Nationalhymnen am Mittelkreis stehen dürfen, wird nun die besondere Rolle Urbigs im deutschen WM-Team deutlich. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den 22-Jährigen als Trainingstorwart zusätzlich zum 26 Spieler umfassenden Kader mit in die USA genommen. Er gehört zwar zur DFB-Delegation, aber nicht zum Kreis der von der FIFA registrierten WM-Spieler. Daher sitzt der Bayern-Keeper während der Spiele nicht beim Team. Er kann auch derzeit nicht zum Einsatz kommen. WM-Einsatz nicht ausgeschlossen Ein WM-Debüt ist für Urbig, der noch ohne Länderspiel ist, dennoch möglich. Laut FIFA-Regularien dürfen Torhüter auch im Turnierverlauf nachnominiert werden, sofern sich ein anderer Schlussmann so schwer verletzt, dass er nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Sollte also etwa die Wadenverletzung von Comeback-Torwart Neuer wieder aufbrechen und der deutsche Rekordschlussmann nicht mehr spielen können, stünde Urbig als Ersatzmann bereits – wie zuletzt auch beim FC Bayern . Auch für Baumann und Nübel könnte Urbig bei Verletzungen in den offiziellen Kader aufrücken. Neue Feldspieler gibt es nicht mehr Das unterscheidet ihn von Feldspielern. Nachnominierungen sind hier für Nagelsmann nicht mehr möglich. Die Frist lief 24 Stunden vor dem Anpfiff des Curaçao-Spiels ab. Der Leipziger Assan Ouedraogo konnte in der vergangenen Woche noch für den verletzten Bayern-Jungstar Lennart Karl nachträglich ins deutsche WM-Team berufen werden.
WM 2026: Von England-Kapitän Harry Kane gibt es ein Foto in Unterhosen
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Harry Kane will als englischer Kapitän seine Nation zum WM-Titel führen. Vor dem Turnier wurde er wegen eines kleinen Details jedoch zur Lachnummer. Harry Kane war in einem Social-Media-Video des englischen Fußball-Verbands (FA) kurzzeitig in Unterhose zu sehen. In dem Beitrag der FA wurden Eindrücke vom Fotoshooting vor der Weltmeisterschaft geteilt. Der Ausschnitt, bei dem der Bayern-Stürmer untenrum fast nackt zu sehen ist, war offenbar während der Vorbereitungen für das Shooting entstanden. Denn Mannschaftskollegen wie Jarell Quansah sind im gleichen Augenblick noch in ihren Sportsachen zu sehen. Später ließen sich die England-Profis im schwarzen Anzug fotografieren. Auf Social-Media-Beiträgen zu dem Shooting schreibt die FA unter anderem „Unsere Bruderschaft“ oder „Eure Three Lions“. „Three Lions“ ist der Spitzname der englischen Nationalmannschaft. Und für die soll das Unterhosen-Bild des Kapitäns der einzige Fauxpas bleiben. Trainer Thomas Tuchel hatte bereits bei seiner Antritts-Pressekonferenz im Oktober 2024 vom Titel gesprochen: „Ich weiß, dass hier einige Trophäen fehlen. Ich will helfen, es möglich zu machen.“ Das erste Spiel bestreiten die Engländer erst am Mittwoch, 17. Juni, gegen Kroatien (22 Uhr im Liveticker bei t-online). Außerdem warten in der Gruppe L noch Ghana und Panama . Ein Weiterkommen ist daher Pflicht. Bislang hat England lediglich 1966 den WM-Titel gewonnen. Seitdem galten die „Three Lions“ zwar immer wieder als Favoriten, ein weiterer Titel oder gar eine weitere Finalteilnahme kam allerdings nicht mehr hinzu.
«Alles wovon wir geträumt haben»: Knicks sind NBA-Champion
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Die New York Knicks haben nach 53 Jahren wieder den Titel in der NBA gewonnen. In San Antonio liegt das Team erneut zweistellig hinten, feiert am Ende dennoch. Nun gibt es drei deutsche NBA-Champions. Als die erste NBA-Meisterschaft nach 53 Jahren für die New York Knicks perfekt war, kamen Jalen Brunson die Tränen. Nahezu sprachlos gab der überragende Basketball-Profi seine ersten Interviews als Champion. Vater Rick – ein Ex-Profi und Teil des Betreuerstabs der Knicks – war dabei nie mehr als ein paar Meter entfernt. „Das ist alles, wovon wir geträumt haben. Deswegen bin ich nach New York gekommen“, sagte Brunson nach dem entscheidenden vierten Sieg in der Finalserie gegen die San Antonio Spurs. Beim 94:90 war der 29-Jährige mit 45 Punkten einmal mehr die prägende Figur auf dem Parkett. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen und Trainer Mike Brown stimmte Brunson schließlich „Who Let the Dogs Out“ von den Baha Men an – und gab damit den Ton vor für eine Meisterparty, die in den Straßen New Yorks die Fußball-WM klar in den Hintergrund rückte. Schließlich hatten die Fans seit 1973 auf diesen Moment warten müssen. „Hey New York, es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Aber hier sind wir und es wird hoffentlich nicht noch einmal so lange dauern“, rief Teambesitzer James Dolan bei der Siegerehrung euphorisch. Kurz danach wurde Brunson als wertvollster Profi der Finalserie ausgezeichnet. Knicks wieder zweistellig hinten – und am Ende die Sieger Wie beim sensationellen Comeback drei Tage zuvor, als die Knicks einen 29-Punkte-Rückstand noch drehten und damit für einen NBA-Finalrekord sorgten, brauchte es auch im fünften Spiel der Serie wieder eine Aufholjagd nach zweistelligem Rückstand. „Ich weiß nicht, aber aus irgendwelchen Gründen haben die Spiele für uns 30 Minuten später angefangen als für die Spurs“, scherzte Brunson. Dieses Mal lagen die Gastgeber aus San Antonio um ihren Star Victor Wembanyama zwischenzeitlich mit 16 Punkten vorn – und gingen am Ende dennoch wieder als Verlierer vom Feld. Hukporti wie Nowitzki und Hartenstein: NBA-Champion Ariel Hukporti darf sich deswegen wie Dirk Nowitzki und Isaiah Hartenstein als dritter deutscher Basketball-Profi NBA-Champion nennen. Beobachtet von erneut zahlreichen Promis wie Prinz Harry , Ben Stiller oder Timothée Chalamet kam er zwei Minuten zum Einsatz. Für den Verein ist es das Ende einer langen sportlichen Flaute. Zwischendurch gab es sogar sieben Jahre ohne Play-Off-Teilnahme. Die Fans der Knicks gelten daher nicht nur als besonders leidenschaftlich, sondern auch leidensfähig. Der Erfolg in dieser Saison sorgte in den vergangenen Wochen immer wieder für Feiern, bei denen auch Grenzen überschritten und Menschen zu Schaden kamen. Auch deswegen war die Polizeipräsenz rund um den Madison Square Garden groß, an mehreren Orten hatten sich Fans in der Mega-City für Public Viewings getroffen. Verkehr in Manhattan steht still In der Schlussphase stand der Verkehr in Manhattan still. Als die Spieluhr in San Antonio abgelaufen war, ging ein laustarkes Hupkonzert los. Die Metro fuhr zum Rhythmus von „Lets go, Knicks“ durch die Penn Station – einem der großen Bahnhöfe in der Stadt und Ankunftsort für viele Brasilien- und Marokko-Fans, die sich vom WM-Stadion in New Jersey auf den Weg zurück in die City gemacht hatten. Wie in jedem der vorherigen vier Spiele gingen die Spurs zweistellig in Führung, die Knicks hatten Schwierigkeiten mit ihren Würfen. Zum vierten Mal aber kam New York irgendwann in den Rhythmus und arbeitete sich zurück. Dieses Mal gelang der Ausgleich nach einem 10:0-Lauf im Schlussviertel beim 83:83. Gut eine Minute danach gingen die Knicks beim 86:85 erstmals seit dem 5:4 in der Anfangsphase wieder in Führung. Beiden Teams war der Druck anzumerken, bis zum ersten Treffer durch Victor Wembanyama für die Spurs hatten die Profis schon sechs Fehlwürfe angesammelt. Nach vier Minuten hatte der Franzose drei Blocks und damit so viele wie die Knicks Punkte. Späte Aufholjagd Die erste zweistellige Führung hatten die Gastgeber beim 18:8 nach acht Minuten, der Vorsprung wuchs auf bis zu 16 Zähler. Die Knicks verkürzten aber noch vor der Pause auf nur noch drei Punkte. Zur Halbzeit lagen die Spurs dann 42:37 vorn und zogen noch einmal auf 15 Punkte davon. Doch danach ging es bergab – und für die Knicks-Fans endlich der Titel-Traum in Erfüllung, auf den sie mehr als fünf Jahrzehnte hatten warten müssen.