Die Transferposse um Julián Alvarez geht in die nächste Runde. Nachdem Atlético Madrid zwei öffentliche Transferangebote von Barcelona und Realangelehnt hat, meldet sich nun der Spieler selbst zu Wort (…)
Spektakuläres Statement: Transfer-Poker um Alvarez wird schmutzig
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WM 2026: Norwegen schlägt Senegal – Erling Haaland siegt fast im Alleingang
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Norwegens Trainer Ståle Solbakken hat seine Mannschaft auf ihren Starstürmer Erling Haaland ausgerichtet. Das verspricht Spektakel, aber noch keinen Erfolg. David Schafbuch berichtet aus East Rutherford, New Jersey Es gab Phasen, da war Erling Haaland auf dem Spielfeld nahezu unsichtbar – und sie waren nicht gerade selten. Da lief der Ball an ihm vorbei, dann ließ er einen Zweikampf aus, obwohl der Gegenspieler nur wenige Meter entfernt war. Häufig beschränkte sich der Norweger dann darauf, seine Arme auszubreiten und das Gesicht zu verziehen. Es wirkte so, als wolle er mit seiner Gestik seine Teamkollegen fragen: Was zur Hölle macht ihr eigentlich gerade? Es sind Szenen, die keine Mannschaft und kein Trainer einem Einzelspieler lange durchgehen lassen. Doch dann gibt es diese Momente, die zeigen, warum Erling Haaland sich dieses Verhalten eben doch erlauben kann. Am Montagabend, im Stadion New York/New Jersey, brauchte er bei der WM-Partie gegen Senegal nicht viele davon. Es war die Nachspielzeit in der ersten Halbzeit. Da sprintete der 25-Jährige plötzlich wie wild auf Senegals Torwart Edouard Mendy zu. Prompt vertändelte dieser kurz vor seinem Tor den Ball, während Haaland wohl vor seinem geistigen Auge schon seinen ersten Treffer sah. Am Ende traf der Norweger den Pfosten. Später wird er trotzdem zwei Tore erzielt haben – genauso wie schon in Norwegens erstem Gruppenspiel gegen den Irak. Eine Mannschaft um den Superstar Im Spiel gegen Senegal stellte die norwegische Mannschaft unter Beweis, dass sie mit Haaland wohl für jedes Team bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein unangenehmer Gegner sein kann. Mit Erling Haaland besitzen sie einen Mittelstürmer, der in wenigen Aktionen jede Abwehr der Welt aushebeln kann. Nationaltrainer Ståle Solbakken hat um den Spieler von Manchester City eine Mannschaft gebaut, die über ihren Topstürmer möglichst schnell zum Torerfolg kommen möchte. Das verspricht Spektakel. Allerdings zeigte das Spiel gegen Senegal auch, warum Norwegens Mannschaft nicht allerhöchsten Ansprüchen genügt: Denn während die Offensive für besondere Momente sorgen kann, offenbarte die Defensive erneut große Schwächen. WM-Newsblog: Deutscher Fan ins Krankenhaus geprügelt In der Kabine: Mit versteckter Botschaft – Iran hinterlässt Brief im Stadion Vor dem Spiel hatte es aber abseits des Platzes ganz andere Herausforderungen gegeben: Der nationale Wetterdienst der USA hatte im Vorfeld des Spiels für New York und das Gebiet rund um das Stadion eine Hochwasserwarnung bis zum späten Abend ausgegeben. Rund vier Stunden vor Anpfiff sahen sich die Behörden veranlasst, eine Katastrophenwarnung an alle Handys rund um das Stadion zu schicken. Die Besucher sollten den Außenbereich des Stadions verlassen und Schutz vor dem Unwetter suchen, hieß es in der Warnmeldung. Diese wurde allerdings aufgelöst, als der Regen etwa eine Viertelstunde später nachgelassen hatte. Anders als im Spiel von Frankreich gegen den Irak in Philadelphia lief das Spiel in East Rutherford aber ohne Unterbrechung ab. Die norwegischen Fans, auf den Rängen klar in der Überzahl, sorgten schon vor dem Anpfiff für Aufsehen. Hinter einem der Tore zeigten tausende Norweger den „Viking Row“, bei dem die Fans gemeinsam Ruderbewegungen ausführten. Das norwegische Spiel wurde der Unterstützung der Fans zunächst nicht gerecht. Zwar scheiterte Abwehrspieler Kristoffer Ajer früh per Kopf an Senegals gut aufgelegtem Torhüter Mendy. Daraufhin entwickelte sich aber eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Mannschaften ähnliche viele Torchancen erarbeiteten. In der 14. Minute war es etwa Norwegens Kapitän Martin Ødegaard, der einen Fernschuss über das Tor drosch. In der 27. Minute setzte Senegals Stürmer Nicolas Jackson von der linken Strafraumseite den Ball am langen Eck vorbei. Der erste Treffer fiel dann nach einem Fehler von Senegals Innenverteidiger Kalidou Koulibaly. Der Mannschaftskapitän hatte einen Fehlpass auf Marcus Pedersen gespielt, der in der 43. Minute die Norweger in Führung brachte. Pedersen war zuvor früh für den verletzten Julian Ryerson von Borussia Dortmund eingewechselt worden. Der Dortmunder saß später auf der Bank und presste sich einen großen Eisbeutel auf seinen rechten Oberschenkel. Bis zu diesem Zeitpunkt war von Erling Haaland nahezu nichts zu sehen. In der 37. Minute hatte er einen langen Ball auf Ødegaard abgelegt, der aber Mendy nicht überwinden konnte. Kurz vor der Pause scheiterte er dann zuerst am Pfosten, dann per Kopfball. In der zweiten Halbzeit belohnte er sich aber rasch mit seinem ersten Treffer. In der 48. Minute verwertete der 25-Jährige ein langes Zuspiel von Ødegaard zum 2:0. Den dritten Treffer Norwegens lieferte er dann in artistischer Manier: In der 58. Minute nutzte Haaland eine Hereingabe von links durch Patrick Berg, aus der Luft setzte er den Ball unter die Latte. Für seine beiden Treffer reichten Haaland im gesamten Spiel 22 Ballkontakte aus. Ähnlich inaktiv war am Montagabend nur Haalands Mannschaftskollege Fredrik Aursnes. Dieser war allerdings schon nach der ersten Halbzeit ausgewechselt worden, während der Stürmer durchspielte. Norwegen hatte nach Haalands zweitem Treffer die Partei eigentlich unter Kontrolle. Spannend blieb es allerdings trotzdem: Denn während die Mannschaft von Trainer Solbakken immer wieder nach Ballgewinn schnell nach vorn spielte, offenbarte sie wie schon gegen den Irak in der Rückwärtsbewegung deutliche Schwächen. Diese nutzte an diesem Abend vor allem Senegals Ismaïla Sarr: Der Stürmer des Londoner Klubs Crystal Palace verkürzte zwischen den beiden Treffern Haalands zum zwischenzeitlichen 2:1, als er eine Passkombination durch die Mitte nur wenige Meter vor dem Tor von Schlussmann Ørjan Nyland abschloss. Kurz vor dem Abpfiff verkürzte Sarr erneut zum Endstand von 3:2. Norwegens Trainer Solbakken sprach nach dem Abpfiff von einem „Albtraum“, den er in der Schlussphase mitansehen musste. „Die letzten zehn Minuten waren die längsten in meinem Leben“, sagte der Trainer selbstkritisch zur Leistung seiner Mannschaft. „Keine Kontrolle“ habe man zu diesem Zeitpunkt mehr über das Spiel gehabt. Tatsächlich hätte es aus norwegischer Sicht noch schlimmer kommen können: Denn kurz vor dem Abpfiff war es erneut Ismaïla Sarr, der einen Kopfball aus kurzer Distanz nicht im norwegischen Tor unterbringen konnte. Trotzdem wurde der Sieg im Anschluss von Mannschaft und Fans frenetisch gefeiert. Wieder wurde gerudert: Diesmal allerdings schlossen sich die Spieler und der ganze Trainerstab den Fans dabei an. Erling Haaland lobte im Anschluss die „großartige Stimmung“ und sprach von einem der größten Abende in seinem Leben. Trainer Solbakken war nach Abpfiff direkt zu seiner Frau auf die Tribüne gestürmt. Er hatte sie in den Arm genommen und geküsst. „Pure Liebe“, nannte er die Aktion auf der anschließenden Pressekonferenz. Nach zwei Spielen hat Norwegen eine makellose Bilanz von sechs Punkten. Der Senegal wartet dagegen nach der zweiten Niederlage weiter auf den ersten Punktgewinn. Für die Mannschaft von Trainer Solbakken geht es im abschließenden Spiel gegen Frankreich um den Gruppensieg. Der Senegal muss dagegen den Irak schlagen, um noch über die Wertung der besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde einzuziehen. Für die norwegische Mannschaft ist dagegen nach dem Sieg bereits klar, dass sie die nächste Runde erreichen wird. Einen vergleichbaren Erfolg hatte das Land bei seiner letzten WM-Teilnahme vor 28 Jahren gefeiert. Auch damals stand ein Haaland im norwegischen Kader: Es war Erlings Vater Alf-Inge. Der Stürmerstar von heute war damals noch gar nicht geboren.
Erneute Rückkehr: Thiago Silva schließt sich Fluminense an
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Altmeister Thiago Silva setzt seine Karriere in der Heimat fort. Wie Fluminense offiziell bekanntgibt, unterschreibt der 41-Jährige einen Vertrag bis Ende Dezember beim Klub aus Rio de Janeiro. Es ist (…)
Legendärer Messi stellt Weltrekord auf | Haaland sorgt für Furore
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Die WM bleibt ein großes Wettschießen der Superstürmer. Sowohl Lionel Messi als auch Kylian Mbappé und Erling Haaland treffen doppelt. Dazu sorgt ein Gewittersturm für die längste Halbzeitpause der (…)
NBA-Superstar Antetokounmpo wechselt nach Miami
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Eine gefühlte Ewigkeit gab es Wechselgerüchte rund um Basketball-Superstar Giannis Antetokounmpo. Nun steht fest, für wen der Grieche künftig spielen soll. Das jahrelange Wechseltheater um Basketball-Superstar Giannis Antetokounmpo ist beendet. Den 31 Jahre alten Griechen zieht es innerhalb der NBA von den Milwaukee Bucks zu den Miami Heat, wie die Nachrichtenagentur AP und Transferexperte Shams Charania über das Tauschgeschäft berichteten. Antetokounmpo gilt als einer der fünf besten Basketballer der Welt und hat in seiner NBA-Karriere seit 2013 ausschließlich für die Bucks gespielt. Da diese im Anschluss an den Triumph vor fünf Jahren nicht konkurrenzfähig blieben, strebte der 2,11-Meter-Riese einen Transfer an, um mit einem anderen Team um eine weitere Meisterschaft kämpfen zu können. Im Nationalteam wiederholt gegen Deutschland verloren Wegen seiner unglaublichen Athletik wird Antetokounmpo als „Greek Freak“ bezeichnet. Beim Meistertitel 2021 wurde er auch zum wertvollsten Spieler der Finalserie, einem 4:2 gegen die Phoenix Suns, gewählt. In den Jahren 2019 und 2020 war Antetokounmpo der wertvollste Spieler der regulären NBA-Saison. Im Nationaltrikot scheiterte der Grieche immer wieder an Deutschland. Bei der EM 2022 und bei Olympia 2024 unterlag das Team der Truppe um Dennis Schröder . In Miami wird der Ausnahme-Basketballer die unumstrittene Nummer eins des Teams sein. Das Team aus Florida hat 2006, 2012 und 2013 den Titel in der besten Basketball-Liga der Welt gewonnen. Im Osten bekommen es die Heat unter anderem mit Champion New York Knicks und den Boston Celtics, die ebenfalls an Antetokounmpo dran waren, zu tun. Im Gegenzug für Antetokounmpo und Bobby Portis Jr. wechseln Tyler Herro, Kel“el Ware, Jaime Jaquez Jr. und Kasparas Jakucionis zu den Bucks, die zudem drei Erstrundenpicks im NBA-Draft, einen Zweitrundenpick sowie das Recht auf einen Tausch erhalten sollen.
United riskiert Verlustgeschäft
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Manchester United möchte seinen Kader zur neuen Saison offenbar mit allen Mitteln qualitativ weiter verbessern und sich von nicht benötigten Spielern trennen. Wie die ‚Sun‘ berichtet, sind die Red (…)
WM 2026: Dani Olmos Freundin Laura „Abla“ Schmitt erstmals im Stadion dabei
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Laura Schmitt ist als Influencerin bekannt. Neben Social Media ist sie nun auch im WM-Stadion zu sehen und begeisterte mit ihrem ersten Auftritt. Laura Schmitt ist in der Online-Welt besser unter dem Namen Laura Abla bekannt – vielen Fußball-Fans inzwischen zudem vermutlich als Freundin des Bundesliga-Stars Dani Olmo . Dieser spielt nun bei der WM für die spanische Nationalmannschaft . Beim Spiel gegen Saudi-Arabien am Sonntag wurde er jetzt im Stadion von seiner Partnerin unterstützt. Für Schmitt war es das WM-Debüt. Schon vorab verkündete sie auf TiKTok: „Für mich voll das besondere Spiel, weil ich sehe zum ersten Mal [Dani Olmo] auf Weltmeisterschafts-Rasen kicken. So, dass ich auch im Stadion bin. Das macht mich natürlich schon stolz, deshalb trage ich auch ein Trikot – aber wirklich geil gestylet.“ Vier Wochen vor der Trauung: Als Thomas Hitzlsperger seine Hochzeit absagte Das Ergebnis bekamen ihre Follower unter anderem auf Instagram zu sehen. Wie angekündigt erschien sie auf der Tribüne in einem WM-Trikot mit der Nummer 10, das extra auf sie zugeschnitten wurde. Dazu kombinierte sie eine graue Jeans und eine Chanel-Lette, entworfen von Karl Lagerfeld für die WM 1998. Der Look überzeugte ihre Fans. „Schönste Cheerleaderin“, „Wahnsinn“ und „Wie kann man so gut aussehen?“, ist in der Kommentarspalte etwa zu lesen. Auch Dani Olmo selbst meldete sich und hinterließ ein Sonnen-Emoji. Auf Instagram fasziniert Laura „Abla“ Schmitt rund 394.000 Follower, auf TikTok sind es sogar 464.000. Auf ihren Profilen postet sie Beauty- und Lifestyle-Beiträge. Zudem gibt Schmitt dort auch regelmäßig Hörproben zu ihrem Podcast „Ziemlich beste Fremde“, den sie zusammen mit YouTuber Ceddo aufnimmt. Mit Dani Olmo für sie ihre „erste gesunde Beziehung“ Ihre Beziehung mit Olmo ist seit Neujahr 2024 offiziell. „Bevor jemand anderes ihn zeigt“, schrieb sie damals zu einem gemeinsamen Foto. Es war das erste von vielen. Inzwischen gibt es jede Menge Pärchenfotos der beiden auf Laura Schmitts Instagram-Account. Auch für die Presse haben sie schon gemeinsam posiert. „Es ist meine erste gesunde Beziehung“, erzählte Laura Schmitt in einer Folge ihres Podcasts und schwärmte von Dani Olmo: „Er ist so ein toller Mensch, dass ich es nicht fassen kann. Er ist etwas ganz, ganz Besonderes. Es ist, als wäre ich mit meinem besten Freund zusammen.“ Die 27-Jährige hat bereits eine Ehe hinter sich, die sie rückblickend als „toxisch“ bezeichnet. „Aber das ist mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst gewesen, ich war auch so verliebt und naiv“, weiß sie heute. Für ihren Ex-Mann zog sie damals in die Türkei. Nach der Trennung „habe ich alles verloren, ich war in Deutschland und hatte nichts, das war mein Schlüsselmoment“, so Laura Schmitt im Podcast. Seit 2023 ist sie offiziell geschieden – und mit Dani Olmo glücklich. Mit dem Fußballstar scheint sie längerfristig zu planen. „Ich hab mit vollster Zufriedenheit mein Cheerleader-Jahresabo heute verlängert. Auf viele weitere Jahre mit dir“, schrieb sie am 16. April 2024 in einem Instagram-Post, den sie ihrem Freund widmete und mit dem sie ihren Jahrestag öffentlich machte.
Algerien siegt: Fehlgriff von Zidanes Sohn bleibt ohne Folgen
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Die Außenseiter Jordanien und Algerien liefern sich eine intensive Partie. Motto: Verlieren verboten. Nun kommt es zum Alles-oder-nichts-Spiel für Algerien – gegen Österreich. Mit starken Comeback-Qualitäten hat Algerien die Hoffnungen auf die K.o.-Phase genährt und das vorzeitige Aus von WM-Debütant Jordanien besiegelt. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic siegte im arabischen Duell nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1). Das Team um die Bundesliga-Profis Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund) hat nach zwei Partien drei Punkte und das Weiterkommen zum Abschluss der Gruppenphase gegen Österreich selbst in der Hand. Jordanien kann den letzten Tabellenplatz in Gruppe J dagegen sogar bei einem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen. Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion von Santa Clara brachte Nizar Al-Rashdan Jordanien in der 36. Minute zunächst in Führung. Der eingewechselte Nadhir Benbouali (69.) sowie Amine Gouiri (82.) drehten die Partie jedoch noch für Algerien. Algerien bestimmt das Spiel, Jordanien trifft Die Algerier, die ohne den verletzten Mohamed Amoura vom VfL Wolfsburg auskommen mussten, übernahmen von Beginn an die Initiative. Gegen die tiefstehenden Jordanier tat sich das Petkovic-Team aber schwer. Nach einem langen Ball war Kapitän Riyad Mahrez frei durch, brachte den Ball aber nicht unter Kontrolle. Bei einer weiteren Gelegenheit des 35-Jährigen war Jordaniens Keeper Yazeed Abulaila zur Stelle. Der Außenseiter verteidigte aus einem tiefen Block mit fünf Abwehrspielern und setzte auf Konter. Das Problem dabei war: Nach Ballgewinnen rückten meist zu wenige Jordanier nach, um Algerien ernsthaft in Gefahr zu bringen. Algerien-Coach sprach Zidane Vertrauen aus Ein algerischer Fehler ermöglichte trotzdem die Führung. Ramiz Zerrouki leistete sich vor dem eigenen Strafraum einen Pass zum Gegner. Weil Jordaniens Musa Al-Taamari im daraus resultierenden Angriff den Ball nicht richtig traf und damit unfreiwillig vorlegte, kam Al-Rashdan frei zum Schuss. Jubelnd lief er nach dem zweiten Treffer in Jordaniens WM-Geschichte zu den Fans und ließ sich feiern. Algeriens Keeper Luca Zidane – der Sohn von Frankreichs Fußballlegende Zinedine Zidane – sah beim Schuss des Jordaniers ebenfalls nicht gut aus. Obwohl der Schuss wohl erst spät zu sehen war, schlug die Kugel gleich neben ihm ein. Schon im ersten Gruppenspiel gegen Argentinien hatte der 28-Jährige bei zwei Gegentreffern daneben gegriffen und sich im Anschluss einiges an Kritik anhören müssen. Algeriens Schweizer Coach Vladimir Petkovic sprach dem Torhüter dennoch sein Vertrauen aus. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Algerier dann den Druck und rannten – vor allem angetrieben vom ehemaligen Manchester City-Star Riyad Mahrez – unaufhörlich an. Wirklich klare Torchancen erspielten sie sich zunächst kaum. Ein Kopfball nach einem Mahrez-Eckball brachte trotzdem den Ausgleich. Weil Algerien weiter angriff, war der Sieg am Ende nicht unverdient. Gouiri ließ die Nordafrikaner wiederum nach einer Ecke jubeln. Die Jordanier sind damit ausgeschieden, sie haben keine Möglichkeit mehr, die nächste Runde zu erreichen. Für Algerien geht es im letzten Gruppenspiel gegen das von Ralf Rangnick trainierte Österreich dagegen um alles.
Amiri macht Schlager-Ausnahme: Zug-Song als idealer WM-Hit
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In der DFB-Kabine läuft andere Musik. Doch für die Fans ist der Kultsong über den Zug ohne Bremse perfekt, findet Nadiem Amiri. Bei der WM soll er möglichst noch sechsmal nach dem Abpfiff erklingen. Der neue WM-Kultsong „Der Zug hat keine Bremse“ trifft den persönlichen Musik-Geschmack von Nadiem Amiri nicht. Aber geht es nach dem Profi von Mainz 05 , soll der Schlager in diesem Sommer die deutschen Fußball-Fans so oft wie möglich erfreuen. „Ich bin keiner, der das hört, eigentlich. Irgendwie passt es gerade. Und irgendwie weiß man auch immer, wenn eine Nation so in einen Flow kommt, dass es auch irgendwie Musik gibt“, sagte Amiri im WM-Camp der Nationalmannschaft. „Der Song passt ganz gut zu uns, und ich hoffe, dass die Überschrift noch bleibt“, sagte Amiri – bestmöglich bis zum Finale am 19. Juli in East Rutherford. Ideal als Sieg-Jingle für die Fans In der Kabine hören die DFB-Profis einen anderen Musikstil als die eingängigen Schlagerklänge, erzählte der 29-Jährige in Winston-Salem. „Da haben wir unsere Lieder“, sagte er. Aber als Sieg-Jingle für die Fans sei der Song genau richtig. „Im Stadion ist es cool. Alle feiern, die Fans machen alle mit. Und nach einem Sieg ist es wirklich ein cooles Lied“, sagte Amiri. Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko werden nach jeder Partie Lieder für das siegreiche Team gespielt. Bei den deutschen Erfolgen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) war in den Stadien in Houston und Toronto zuerst der Hit „Tage wie diese“ der Toten Hosen und dann der Schlager „Der Zug hat keine Bremse“ von Mia Julia, Lorenz Büffel und Malle Anja gespielt worden.
Fußball-WM: Frankreich sendet deutliche Kampfansage
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Die Partie Frankreich gegen den Irak dauert wegen eines Unwetters fast vier Stunden. Doch das Mbappé-Team sendet eine Kampfansage an die Konkurrenz. Dem Wetterchaos getrotzt, das Mammutspiel gewonnen: Im strömenden Regen von Philadelphia hat Jubilar Kylian Mbappé mit Topfavorit Frankreich den Irak nass gemacht. Nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung von 132 Minuten bezwangen „Les Bleus“ den Außenseiter bei ihrem zweiten WM-Auftritt souverän mit 3:0 (1:0). Zur Pause mussten die Zuschauerränge in der offenen Arena wegen eines nahen Unwetters evakuiert werden. Letztlich vergingen knapp vier Stunden vom Anpfiff bis zum Abpfiff. Noch im Trockenen hatte Mbappé (14.) nach erneuter Vorlage seines kongenialen Partners Michael Olise das Milliardenensemble in Führung geschossen, auf durchflutetem Rasen schloss er nach der wetterbedingt massiv verlängerten Halbzeit schließlich mit seinem 16. WM-Treffer zu Miroslav Klose auf (54.). Außerdem traf Ousmane Dembélé (66.). Damit stehen die Franzosen vorzeitig in der K.-o.-Runde, am 26. Juni geht es in Boston gegen Norwegen nur noch um den Gruppensieg. Mit Platz eins in der Gruppe I wäre das Team von Trainer Didier Deschamps möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale. Der punktlose Irak steht dagegen vor dem Aus. „Es gab eine Warnung“, sagte Deschamps Im Tagesverlauf herrschte bereits Ungewissheit über die Austragung der Partie, der nationale Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung wegen Gewitters und eines möglichen Tornados ausgegeben. Doch nach rund 40-minütiger Verzögerung beim Zuschauereinlass klarte der Himmel über Philadelphia erst einmal auf, und die Begegnung konnte planmäßig starten. Somit kam der neue französische Rekordtorjäger Mbappé, der im ersten WM-Spiel Olivier Giroud abgelöst hatte, zu seinem 100. Länderspiel. Und natürlich durften Treffer zum Jubiläum nicht fehlen: Mal wieder auf Vorlage von Olise zirkelte der Superstar den Ball aus 18 Metern mit links ins Eck. Die Équipe Tricolore zeigte anders als beim 3:1 zum Auftakt gegen den Senegal von der ersten Minute an große Spielfreude, kombinierte blitzschnell und stellte den extrem tiefstehenden Irak vor riesige Probleme. Doch es haperte oftmals im Angriffsdrittel am letzten Pass. Lange Zeit herrschte Ungewissheit Nachdem in der Trinkpause der Rasen noch ordentlich bewässert worden war, setzte nach 37 Minuten starker Regen ein. Da sich im nahen Umkreis ein Gewitter befand, wurde das Stadion gemäß den US-Richtlinien zur Sicherheit der Fans zur Pause evakuiert. In der Arena selbst war allerdings kein Donnern zu hören und auch kein Blitzen zu sehen. „Wir erholen uns. Es hilft nichts, zu spekulieren. Es gab eine Warnung“, sagte Deschamps. In den Katakomben herrschte lange Ungewissheit, ehe Durchgang zwei mit 117 Minuten Verzögerung begann. Die Wassermassen standen trotz aller Bemühungen fleißiger Helfer mit Walzen und Besen aber auf dem Platz, der Ball rollte an einigen Stellen nicht normal. Doch das störte Frankreichs Stars kaum: Mbappé nahm ein Geschenk von Iraks Defensive an, und Dembélé legte nach. Die Schlussphase wurde im nun wieder trockenen Philadelphia zum Schaulaufen.