Der vierfache Weltmeister erlebt in Großbritannien einen enttäuschenden Samstag. Er findet deutliche Worte und wird grundsätzlich. Max Verstappen dürfte sich den Auftakt ins Formel-1-Wochenende anders vorgestellt haben. Beim GP von Großbritannien erlebte er gleich zwei Enttäuschungen: Beim Sprint wurde er vom dritten Startplatz auf den sechsten Rang durchgereicht, im Qualifying landete er wenige Stunden später auf dem siebten Platz. Die Resultate haben bei ihm Spuren hinterlassen. „Die Balance im Auto war schlecht. Aber auch auf der Geraden war kein Topspeed da“, ärgerte sich Verstappen im Gespräch mit Sky. „Und dann brauchst du natürlich auch mehr die Batterie in der Runde. Im letzten Sektor hast du dann keine Batterie mehr. Da verlierst du viel Zeit.“ Sein Fazit fiel deutlich aus: „Peinlich! Schlecht!“ „In einer eigenen Liga“: Antonelli mit Pole in Silverstone Besonders ernüchternd dürfte für ihn persönlich die Tatsache sein, dass er im Qualifying sogar hinter Isack Hadjar gelandet ist. Verstappen wurde damit erstmals seit 2015 von einem Teamkollegen beim Qualifying in Silverstone geschlagen. Damals war Carlos Sainz dieses Kunststück gelungen. Dem Rennen am Sonntag (ab 16 Uhr im Liveticker bei t-online) blickt der vierfache Weltmeister daher sorgenvoll entgegen. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir das ändern können. Wenn wir so in das Rennen reingehen, hat das nicht wirklich viel Sinn“, gab Verstappen zu Bedenken. In der Fahrerwertung steht der Formel-1-Superstar derzeit nur auf dem siebten Rang, hat dabei bereits 98 Punkte Rückstand auf den Führenden Kimi Antonelli. In diesem Jahr wartet Verstappen noch auf seinen ersten Sieg bei einem GP.
Gefrusteter Max Verstappen stellt die Sinnfrage | Formel 1
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TV-Experten schimpfen über Deutschland-Schreck Paraguay | WM 2026
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Frankreich hat gegen Paraguay große Probleme, vor allem wegen der körperbetonten Spielweise der Südamerikaner. Mit seinem Stil verärgert Paraguay auch das deutsche TV-Team. Frankreich hat sich im WM-Achtelfinale gegen Paraguay lange Zeit schwergetan, sich dank eines verwandelten Strafstoßes von Kylian Mbappé am Ende aber mit 1:0 durchgesetzt. Dass der Favorit so große Probleme hatte, lag auch an der Gangart der Südamerikaner. Paraguays Profis erlaubten sich viele versteckte Fouls, bewegten sich etwa mit einem Schlag gegen Mbappé am Rande der Unsportlichkeit. MagentaTV-Kommentator Nico Seepe platzte schließlich der Kragen, als Gustavo Velázquez vor dem Strafstoß versuchte, den Elfmeterpunkt mit seinen Stollen zu malträtieren. „Das ist eine Riesensauerei“, schimpfte der Reporter. Zuspruch erhielt er von Patrick Ittrich, als Schiedsrichterexperte ebenfalls für MagentaTV im Einsatz: „Die Spieler aus Paraguay sind sehr forcierend in Richtung Unsportlichkeiten.“ Er ergänzte, dass die Südamerikaner „unfair“ gespielt hätten. Newsblog zur WM 2026 : Trainer tritt nach nur zwei Spielen zurück Dieses Urteil teilte im Studio auch TV-Experte Manuel Baum . „Das hat im Fußball nichts zu suchen“, kritisierte er das Auftreten des Deutschland-Bezwingers. Umso bemerkenswerter war die Tatsache, dass sich Frankreichs Spieler kaum provozieren ließen. Mbappé ordnete dies nach dem Spiel selbst ein: „Die dachten, wir würden im Smoking zum Spiel erscheinen, aber wir wissen auch, wie man harten Fußball spielt.“ Sein Trainer, Didier Deschamps, fühlte sich ob der vielen Fouls unterdessen an ein Spiel gegen Uruguay im Jahr 2018 erinnert, als er seinen Superstar zu dessen Schutz auswechseln musste. „Heute habe ich meine beiden stärksten Spieler gebeten, ihn ( Mbappé, Anm. d. Red. ) am Ende des Spiels für mich zu schützen, weil ich meine Spieler nicht verlieren will.“ Dass Paraguays Profis bis zum Spielende derart austeilen konnten, kreidete Ittrich dem usbekischen Schiedsrichter Ilgiz Tantashev an. „Man muss zumindest ein Zeichen setzen und Gelbe Karten geben“, merkte er während der Partie an. Der Unparteiische sei „präventiv nicht auf der Höhe“, was sich etwa an unzureichender Kommunikation gezeigt habe: „Wenn du nicht vorsorglich mit den Spielern sprichst und Gelbe Karten zeigst, läuft dir das Spiel aus dem Ruder. Er wird nicht akzeptiert, und das ist ein Problem für einen Schiedsrichter.“ Sollte die Fifa Ittrichs Einschätzung teilen, dürfte es Tantashevs letzter Einsatz bei dieser WM gewesen sein.
Aufregung um Schlag gegen Mbappé – Ittrich fordert Rot | WM 2026
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Im Duell zwischen Frankreich und Paraguay geht Kylian Mbappé nach einem Schlag zu Boden. Ein Schiedsrichterexperte findet deutliche Worte. Die erste Halbzeit des WM-Achtelfinals zwischen Paraguay und Frankreich war arm an Highlights, der Deutschland-Bewzinger ließ gegen den klaren Favoriten kaum nennenswerte Abschlüsse zu. Einen Aufreger aber gab es trotzdem: In der 39. Minute erwischte Paraguays Matias Galarza Gegenspieler Kylian Mbappé mit einem Schlag abseits des Balles an der Schulter. Der Superstar sank zu Boden, das Spiel lief weiter. Der Unparteiische Ilgiz Tantashev hatte die Situation offenbar nicht gesehen. Zum Unverständnis der Franzosen und auch von Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich erhielt er aber auch keinen Hinweis vom Video-Assistenten Juan Lara. „Es ist ein astreiner Schlag“, befand der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter bei MagentaTV. „Es ist nicht die typische Tätlichkeit. Es ist fernab vom Ballgeschehen, er schlägt ihm mit der Faust in Richtung der Schulter. Das ist für mich eine Rote Karte.“ Ittrich spekulierte, dass der Kontakt dem VAR womöglich nicht intensiv genug war. „Er touchiert ihn nur“, beobachtete der TV-Experte. Zugleich betonte er: „Regeltechnisch ist das egal. Auch eine versuchte Tätlichkeit ist eine Tätlichkeit. Es hätte sich niemand beschweren dürfen, wenn sich der Video-Assistent gemeldet hätte.“ Galarza darf sich also glücklich schätzen, ohne Platzverweis davongekommen zu sein. Wieso der Nationalspieler Paraguays abseits des Balles überhaupt zu einer solchen Aktion ansetzte, stellte Ittrich unterdessen ebenfalls vor ein Rätsel. „Da passiert gar nichts, Mbappé läuft an ihm vorbei und er haut ihn einfach. Es ist merkwürdig – ich frage mich, was da in dem Spieler vorgeht“, grübelte der 47-Jährige. Eines aber stand für ihn außer Frage: „Das gehört bestraft.“
WM-Favorit Frankreich müht sich gegen DFB-Bezwinger Paraguay ins Viertelfinale
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Titelfavorit Frankreich hat sich gegen Paraguay durchgesetzt und steht im Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Der zweifache Weltmeister hatte gegen den tiefstehenden Deutschland-Bezwinger…
Frankreich müht sich gegen DFB-Bezwinger Paraguay ins WM-Viertelfinale
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Deutschland-Bezwinger Paraguay stellt Frankreich vor große Probleme. Ein Star lässt den Favoriten am Ende trotzdem jubeln. Frankreich hat sich im zweiten Achtelfinale der WM 2026 mit 1:0 (0:0) gegen Paraguay durchgesetzt. Der Favorit hatte vor allem im ersten Durchgang Probleme, sich gegen die tief stehende und kompakte Defensive der Südamerikaner Chancen zu erarbeiten. In der zweiten Halbzeit kamen die Franzosen zu mehr Abschlüssen, Kylian Mbappé brach per Elfmeter schließlich den Bann. Während Deutschland-Bezwinger Paraguay damit die Heimreise antreten muss, geht es für Frankreich am Donnerstag im Viertelfinale gegen Marokko weiter (ab 22 Uhr im Liveticker bei t-online). Es ist die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022. Damals setzten sich die Europäer mit 2:0 durch. So lief das Spiel Zum dritten Mal standen sich beide Teams bei einer WM gegenüber. Nach Frankreichs 7:3 im Jahr 1958 folgte 1998 ein dramatisches Achtelfinale, das die Équipe Tricolore auf dem Weg zum Titel erst durch ein Golden Goal in der 114. Minute gewann. Auch das Duell 28 Jahre später entwickelte sich für den haushohen Favoriten zur Geduldsprobe. Paraguay verschanzte sich vor dem eigenen Tor zeitweise mit neun Feldspielern im Strafraum. Frankreich lief unermüdlich an, fand gegen das Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner jedoch kaum Lösungen. Das Spiel war geprägt von der giftigen Zweikampfführung der „Albirroja“. „Für mich eine Rote Karte“: Aufregung um Mbappé-Szene WM-Newsblog: WM-Trainer tritt nach nur zwei Spielen zurück Weil die Franzosen spielerisch kaum Lösungen fanden, suchten sie ihr Glück mit Distanzschüssen. Doch sowohl Manu Koné (22.) als auch Adrien Rabiot (33.) verfehlten das Ziel. Mit jeder vergebenen Chance schienen die Franzosen genervter. Paraguay setzte auf Konter über Julio Enciso. Doch der Torschütze aus dem Deutschland-Spiel war häufig auf sich allein gestellt, weil seine Mitspieler nicht nachrückten. Die Passstatistik bis zur 49. Minute: Frankreich brachte 310 Pässe an den Mann, Paraguay gerade einmal 49. Umso bitterer für den Weltmeister von 2018, dass er aus seiner Überlegenheit keinen Ertrag schlagen konnte. Das Offensiv-Trio Mbappé, Weltfußballer Ousmane Dembélé und Vorbereiter Michael Olise , das in den vorherigen WM-Spielen brilliert und harmoniert hatte, war in dem Spiel nahezu kein Faktor. Bayern-Profi Olise hätte mit einem Assist zu Brasiliens Fußball-Ikone Pelé aufschließen können, der bei der WM 1970 sechs Treffer vorbereitete und seitdem den Rekord hält. Die besten Chancen ergaben sich weiterhin aus der Distanz. Bei Manu Konés Fernschuss war Paraguay-Keeper Orlando Gill erstmals ernsthaft gefordert. Es war in der 54. Minute die erste gute Tormöglichkeit des Spiels. Erst die Einwechslung von Désiré Doué verlieh dem Offensivspiel der Franzosen mehr Torgefahr. Der Flügelspieler war es auch, der den Elfmeter rausholte. Gustavo Velázquez versuchte den Elfmeter-Punkt noch kaputtzutreten, doch Mbappé ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher. In der Nachspielzeit (90.+6) vergab der Stürmer eine Doppelchance. Im Fokus stand auch mehrfach der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev, der insgesamt eine sehr weiche Linie verfolgte und viel laufen ließ.
Fan-Fest in Kopenhagen eskaliert – Polizist stirbt | WM 2026
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Ein Streit auf einem WM-Fest eskaliert. Am Ende stirbt ein Mann, der eigentlich nur schlichten will. Ein Mann aus Schweden ist nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung bei einem Public-Viewing-Event zur Fußball-WM in Kopenhagen gestorben. Das teilte die Polizei in der dänischen Hauptstadt am Samstagabend mit. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben der schwedischen Polizeigewerkschaft um einen 32 Jahre alten Polizisten. Er soll im Urlaub in Dänemark gewesen sein. Ein 31-jähriger Verdächtiger hatte sich am Freitag der Polizei gestellt, nachdem diese ein Bild von ihm veröffentlicht hatte. Er muss nach Angaben des dänischen Rundfunks für einen knappen Monat in Untersuchungshaft, bestreitet die Tat aber. Schwedens Regierungschef äußert sich Der tragische Vorfall ereignete sich am Dienstag während des Spiels zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste im Stadtteil Islands Brygge. Laut Medienberichten soll der 32-Jährige versucht haben, einen Streit zu schlichten. Den Berichten zufolge erlitt der Mann dabei durch einen Schlag schwere Verletzungen an Kopf und Nacken und wurde ins Krankenhaus gebracht. Kurzzeitig hatte es schon am Freitag geheißen, der Mann sei gestorben. Später hatte die Kopenhagener Polizei die Meldung über den Tod des Mannes zunächst wieder zurückgezogen. Nun hieß es, der Schwede sei am Freitagnachmittag für tot erklärt worden. Der schwedische Regierungschef hatte bereits nach der Meldung am Freitag den Vorfall kommentiert. „Viele von uns hat die schreckliche Nachricht erreicht, dass ein schwedischer Polizist, der sich im Urlaub in Dänemark befand, in Kopenhagen ums Leben gekommen ist“, sagte Ulf Kristersson laut der Nachrichtenagentur TT. „Meine Gedanken sind bei seiner Familie und allen Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben.“
John Anthony Brooks: Ex-Nationalspieler wechselt nach Altglienicke
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Ein bekanntes Gesicht aus dem deutschen Profi-Fußball entscheidet sich für einen ungewöhnlichen Schritt – und erklärt, warum. Großer Name in der Regionalliga; Der frühere US-Nationalspieler John Anthony Brooks hat einen Zweijahresvertrag beim Klub VSG Altglienicke aus dem Südosten Berlins unterschrieben. Damit hat er sich gegen einen Wechsel zu Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus entschieden, mit dem er Berichten zufolge zuletzt ebenfalls in Kontakt stand. „Ich bin in Berlin geboren, hier hat für mich alles angefangen, und hier wollte ich bleiben“, erklärte Brooks. Eine langjährige Freundschaft mit Altglienickes Teammanager Mauricio Marin habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. „Über ihn habe ich die VSG richtig kennengelernt: die Menschen, die Idee, den Weg. Ich war oft genug hier, um zu wissen, dass das echt ist. So etwas gibt es im Fußball nicht mehr oft.“ „Nicht die einfachste Zeit meiner Karriere“ Auf seine Zeit bei Hertha blickt der 1,94 Meter große Abwehrspieler offen zurück. Brooks wurde in Berlin geboren, spielte bis 2017 für den Hauptstadtklub, verbrachte auch die vergangenen zwei Spielzeiten bei Hertha BSC . Verletzungsbedingt kam er dort aber nur zu einem Kurzeinsatz. „Die letzte Zeit war nicht die einfachste meiner Karriere, aber genau deshalb weiß ich heute umso klarer, warum ich Fußball spiele: wegen der Freude am Spiel. Und die habe ich hier vom ersten Moment an gespürt.“ Brooks bringt 250 Bundesliga-Einsätze für Hertha, den VfL Wolfsburg und die TSG Hoffenheim mit. Dazu verbrachte er die Saison 2022/2023 bei Benfica Lissabon . Für die US-Nationalmannschaft lief er 45 Mal auf. Sein erstes Pflichtspiel mit Altglienicke hat es in sich: Als Berliner Landespokalsieger trifft die VSG in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde auf den VfL Wolfsburg – im Amateurstadion von Hertha BSC. Auf der Gegenseite steht auch Ex-Herthaner Fabian Reese.
Neuer-Nachfolge: Zahlt Bayern 30 Millionen?
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Manuel Neuer wird nicht mehr ewig zwischen den Bayern-Pfosten stehen. Ein potenzieller Ersatz spielt in Portugal.Der FC Bayern zeigt angeblich Interesse an Lukas Hornicek. Laut der portugiesischen (…)
Schalke fragt bei neuem Flügelflitzer an
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Um sich für die erste Saison zurück im Oberhaus zu wappnen, sondiert der FC Schalke 04 intensiv den Transfermarkt. Ein Außenbahnspieler aus der Schweiz hat es den Knappen dabei besonders angetan.Der (…)
DFB-Elf: Warum ein guter Klubtrainer noch kein guter Bundestrainer ist
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Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer zurückgetreten. Wie schon bei seinem Vorgänger Hansi Flick endet damit eine Amtszeit beim DFB vorzeitig. Woran liegt das? Der DFB muss sich einen neuen Bundestrainer suchen. Julian Nagelsmann hat offiziell sein Amt niedergelegt. Nagelsmann ist damit nach Hansi Flick der zweite Bundestrainer nacheinander, der als Vereinstrainer bei verschiedenen Vereinen erfolgreich arbeitete, jedoch auf dem wichtigsten Posten in Fußball-Deutschland scheiterte. Kommentar zur Zukunft der Nationalmannschaft: Hoffnungslos WM: Im DFB-Camp gab es wohl Ärger um die Physiotherapeuten Flick war der erste Bundestrainer in der DFB-Geschichte, der entlassen wurde. Er hielt sich nur zwei Jahre und 25 Spiele im Amt. Im Herbst 2023 musste er gehen. Sein Nachfolger hielt sich ebenfalls nicht bis zum Vertragsende. Julian Nagelsmann trat nach nicht einmal drei Jahren zurück – trotz Vertrags bis 2028. Flick war beim FC Bayern für die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte mit sechs Titeln verantwortlich, führte nach seiner DFB-Zeit den FC Barcelona zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg und lässt überdies attraktiven Fußball spielen. Nagelsmann galt lange als größtes Trainertalent in Deutschland, führte die TSG Hoffenheim in die Champions League und RB Leipzig ins Halbfinale der Königsklasse. Auch den FC Bayern, wo er kurz vor Ablauf seiner zweiten Saison auf umstrittene Weise entlassen wurde, führte er zu einem Meistertitel. Warum taten sich Flick und Nagelsmann beim DFB schwer? Die Trainingsarbeit mit den Spielern, die eigentliche Kernkompetenz von Flick und Nagelsmann, macht als Bundestrainer gezwungenermaßen einen deutlich geringeren Anteil aus als auf Vereinsebene. Flick etwa gilt als Spielerversteher, der es schafft, eine Einheit und ein Wir-Gefühl zu formen. Er überträgt den Profis viel Eigenverantwortung, legt aber gleichzeitig großen Wert auf Disziplin. Im Klub hat er über einen längeren Zeitraum eine feste Gruppe von rund 25 Spielern um sich, die er formen kann, wo sich ein Teamgefüge bilden kann. Bei der Nationalelf stellt sich die Gruppe bei jeder Länderspielperiode immer wieder mit mehr oder weniger großen Änderungen und unterschiedlichen Charakteren zusammen. Von Nagelsmann ist bekannt, dass er sehr detailverliebt und akribisch vorgeht, was die taktischen Abläufe in seinem Team betrifft. Mit teils komplexen Übungsformen forderte er die Spieler auf seinen Stationen. Manchmal waren diese auch überfordert. Davon wusste einst auch der ein oder andere von Nagelsmanns Ex-Spielern zu berichten. Flicks Graugans-Video mit Symbolcharakter So äußerte der serbische Nationalspieler und frühere RB-Leipzig-Profi Lazar Samardžić: „Unter Julian Nagelsmann zu trainieren, war Wahnsinn – vor allem auf taktischer Ebene und in Sachen Handlungsschnelligkeit. Da ging es nicht nur darum, wie gut du am Ball bist, sondern vor allem im Kopf, wie schnell du da bist und wie vorausschauend du spielst. Darauf hat er besonderen Wert gelegt.“ Für solche Details bleibt bei den seltenen Lehrgängen im Jahr entschieden weniger Zeit. Denn: Für die komplexen Inhalte sind in der Regel die Vereinstrainer verantwortlich, nicht der Bundestrainer, der eine Gruppe aus einem begrenzten Spielerpool formen muss, die gut zueinanderpasst. Durch die in geringerem Umfang mögliche Trainingsarbeit rückt automatisch der psychologische und kommunikative Ansatz als wichtiger Hebel in den Vordergrund, um Top-Leistungen möglich zu machen. Und genau dort offenbarten sowohl Flick als auch Nagelsmann Schwächen. Beiden gelang es nie oder selten, eine Begeisterung zu entfachen, weder intern noch in der Fußball-Öffentlichkeit. Als symbolisch für Flicks enttäuschende Amtszeit gilt das berühmt gewordene Graugans-Video aus der WM-Doku, das die Spieler in Katar motivieren sollte, stattdessen aber belächelt wurde. Das Ergebnis des Turniers ist bekannt. Dabei wird Flick oftmals das Attribut des Menschenfängers zugeschrieben. In seiner Zeit als Bundestrainer trat er nach außen hin jedoch eher spröde und bei Kritik schmallippig auf. Nagelsmanns Kommunikationsschwächen auf dem Weg zur WM In der Öffentlichkeit präsentiert sich Nagelsmann deutlich redseliger und folglich informativer als Flick. Sein Kommunikationsverhalten ist praktisch das Gegenteil. Aber: War bei der EM 2024 die Euphorie des Heimturniers noch die treibende Kraft und damit die Motivation der Spieler geradezu ein Selbstläufer, machte Nagelsmann auf dem Weg zu seiner ersten WM entscheidende Kommunikationsfehler. So gab er wiederholt zu ehrlich und zu wenig diplomatisch Auskunft über seine Gedanken- und Gefühlswelt. Stichwort Undav, Stichwort Neuer. Intern hingegen wurde zuletzt der Vorwurf laut, Nagelsmann habe zu selten mit den Spielern gesprochen, sie zu wenig an seinen Plänen teilhaben lassen, teils auch falsche Versprechungen gemacht – Stichwort Goretzkas „Stammplatz-Zusage“ für die WM. Fazit: Der Bundestrainer ist viel mehr als eine Art Moderator gefragt, denn als Fußball-Lehrer im eigentlichen Sinne. Er muss Nominierungen verteidigen oder Nicht-Nominierungen begründen, die Spieler bei langen Turnieren bei Laune halten und hat weniger Zeit für die eigentliche Arbeit eines Trainers. Dort, in der Trainingsarbeit, haben zweifellos sowohl Flick als auch Nagelsmann ihre herausragenden Kompetenzen. Um diese bestmöglich nutzen zu können, müssten sie täglich mit den Spielern arbeiten – und nicht nur alle paar Monate.