Nach zwei Spielen stand Deutschland bereits als Gruppensieger fest. Die dritte Partie wollte die DFB-Elf dennoch gewinnen – scheiterte aber. Deutschland hat im dritten Gruppenspiel bei der Fußball-WM eine überraschende Niederlage kassiert. Gegen Ecuador vergab die DFB-Elf dabei eine frühe 1:0-Führung, musste am Ende ein 1:2 hinnehmen. Leroy Sané brachte Deutschland nach nur etwas mehr als einer Minute in Führung (2.). Nilson Angulo aber glich nur wenige Minuten später aus (9.). In der Folge ging es hin und her, das entscheidende Siegtor für die Südamerikaner fiel dann in der Schlussphase. Gonzalo Plata war nach einem Standard erfolgreich (77.). Der Ecuadorianer spitzelte den Ball dabei vor Manuel Neuer , der ins Leere griff, ins deutsche Tor. WM 2026 : Nagelsmann trickst Fotografen bei Hymne aus TV-Experte nicht dabei : Darum fehlt Thomas Müller beim Deutschland-Spiel Auf die Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf hat die Niederlage für Deutschland keinen Einfluss, der Sieg in der Gruppe E war bereits vorher sicher. Dennoch ist das Ergebnis ein klarer Dämpfer für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann . So lief das Spiel Die wichtigste Frage hatte Nagelsmann schon am Vorabend beantwortet: Trotz des bereits vorher feststehenden Gruppensieges würde er nur die „notwendigen“ Wechsel vornehmen. Antonio Rüdiger ersetzte Nico Schlotterbeck , der nach seinem WM-Aus als Glücksbringer auf Krücken dabei war, im Abwehrzentrum. Links spielte David Raum für den angeschlagenen Nathaniel Brown . Der Bald-Bayer saß neben Schlotterbeck auf der Bank. Das hieß auch: Fanliebling Undav kam nur von der Bank. Die Begründung: Als Einwechselspieler sei er wertvoller, und: Nagelsmann wollte seine Elf „weiter Rhythmus sammeln“ lassen. Der ewig umstrittene Sané durfte daher abermals starten. Das machte sich sofort bezahlt, er war mit dem ersten Ballkontakt nach Zuspiel von Florian Wirtz erfolgreich. Zuvor hatte aber Aleksandar Pavlović seinen Gegner Pedro Vite mit hohem Bein im Gesicht getroffen, doch der VAR schaltete sich nicht ein . Doch die deutsche Elf hatte wie schon gegen die Elfenbeinküste (2:1) teils große Probleme mit der Körperlichkeit des Gegners. Dem schnellen Ausgleich ging ein Ballverlust von Felix Nmecha nach einem technischen Fehler des Dortmunders voraus, auch dessen Nebenmann Pavlovic war anfällig – mit Wiederbeginn kam Angelo Stiller für ihn. Auffällig bei Nagelsmanns Team: Gegen den Ball agierte es mitunter mit Fünferkette in der Abwehr. „Wir variieren ein bisschen in der Defensivordnung, um ein zusätzliches Mittel zu haben in der K.-o.-Runde“, sagte der Bundestrainer. Allerdings waren seine Stars im 5-4-1 ein ums andere Mal zu passiv. Nach vorne machte sich bemerkbar, dass der Rasen im Stadion sehr stumpf war – schnelle Kombinationen wurden dadurch erschwert. Die häufig sehr hoch postierte Offensive ließ Lücken klaffen. „Jeder Ballverlust tut uns extrem weh“, sagte Jürgen Klopp in der Halbzeit bei MagentaTV. Kurz nach Wiederbeginn sprach Schiedsrichterin Tori Penso (USA) Deutschland einen Elfmeter zu, musste ihre Entscheidung wegen eines Fouls von Sané in der Entstehung aber zurücknehmen. Das Spiel plätscherte dahin – und es kam, wer kommen musste: Undav (60.) für Havertz. Zugleich testete Nagelsmann Malick Thiaw rechts hinten als Alternative für Kapitän Joshua Kimmich und damit eine richtige Dreierkette. Neuer (62.) hielt das 1:1 gegen Sturm-Veteran Enner Valencia fest, Nagelsmann wechselte ungeachtet der Schwierigkeiten weiter munter Reservisten ein. Nach einem Missverständnis zwischen Neuer und Tah vergab Plata (73.) noch, Sané (76.) ließ eine seltene deutsche Möglichkeit liegen. Beim 1:2 verlor Raum ein Kopfballduell, Neuer agierte zu zögerlich.