Soll Joshua Kimmich die rechte Abwehrseite verlassen? Zwei Ex-Kapitäne sehen im Mittelfeld mehr Potenzial. In der Diskussion um die beste Position für Joshua Kimmich in der Fußball-Nationalmannschaft sprechen sich Lothar Matthäus und Philipp Lahm für eine Umstellung aus. Die beiden früheren DFB-Kapitäne sehen Kimmich nicht auf der Rechtsverteidigerposition, sondern im Mittelfeld. Kimmich „ist für die Mannschaft so wichtig“, sagte Matthäus der „Bild“-Zeitung. „Da sollte er für mich in einer zentraleren Position spielen, um seinen Mitspielern zu helfen.“ Ähnlich sieht es auch Lahm. Er schrieb im „Kicker“ über Kimmich: „Er hat dort etwa zehn Jahre auf hohem Niveau gespielt, in der Nationalelf wie beim FC Bayern . Er würde der Mannschaft Stabilität geben, seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden. Er kann der Defensive helfen, genau wie der Offensive mit seinen tiefen Pässen.“ „Das System hat sich verschoben“ Die deutsche Mannschaft trifft am Montagabend (22.30 Uhr/MagentaTV und ZDF) im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Kimmich kam wie schon bei der EM vor zwei Jahren auch bei diesem Turnier bisher ausschließlich als Außenverteidiger zum Einsatz. Matthäus meinte zu einer möglichen Anpassung: „Mir fehlt ein Spieler im Mittelfeld, der die anderen Spieler unterstützt. Das heißt nicht, dass Kimmich hinten schlecht spielt. Aber das System hat sich verschoben und auch die Mannschaft hat ganz andere Spielertypen, die weniger Erfahrungen haben, die weniger Erfolge mitbringen.“