Frühere Weltmeister fordern Neuanfang beim DFB

Das WM-Aus der Nationalmannschaft lässt auch frühere Topspieler ratlos zurück. Gleich mehrere prominente Persönlichkeiten des deutschen Fußballs äußern sich. Frühere Welt- und Europameister fordern nach dem schmachvollen deutschen Aus bei der Fußball-WM einen Neuanfang. „Es darf so nicht weitergehen“, schrieb der langjährige Nationalspieler Guido Buchwald im „Kicker“. „Alle und alles muss hinterfragt werden.“ Sein Weltmeister-Kollege von 1990, Jürgen Kohler, äußerte: „Gescheitert ist die DFB-Auswahl auch, weil ihr Spieler fehlten, die den Unterschied ausmachen.“ Die Nationalmannschaft war im Sechzehntelfinale in den USA im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Im „Kicker“ äußerten neben Buchwald und Kohler auch die 1990er-Weltmeister Andreas Möller und Olaf Thon sowie Fredi Bobic , Europameister von 1996, ihre Sorgen. In Teilen zählten sie Bundestrainer Julian Nagelsmann an. „Es braucht nun einen Neuanfang. Ich weiß nicht, ob Julian Nagelsmann dafür der Richtige ist“, sagte Thon. Vogts durfte damals weitermachen Der Legendenspieler des FC Schalke 04 führte allerdings auch das Beispiel Berti Vogts an, der nach einer schwer enttäuschenden WM 1994 weitermachen durfte und mit der DFB-Auswahl 1996 den EM-Titel holte. Vogts habe damals bewiesen, „dass er das Team zurück an die Spitze führen kann“, sagte Thon. Bobic forderte, es müsse jetzt „eine große Aufarbeitung folgen mit offenem Ende in allen Bereichen“. Möller sagte, es sei klar, dass in „einer großen Fußballnation wie Deutschland jetzt eine Trainerdiskussion aufkommt“. Dazu merkte er an: „Auch beim Trainer ist nicht der klangvollste Name entscheidend, sondern, dass er zur Mannschaft passt, sich auf die Stärken und Schwächen seiner Spieler einlässt.“