Fußball-WM: Portugal-Wahnsinn in der Nachspielzeit: Ronaldo träumt weiter

Die Iberer liefern sich ein Spektakel mit Kroatien. Cristiano Ronaldo spielt eine maßgebliche Rolle – in der zweiten Halbzeit brechen alle Dämme. Mit einem dramatischen Sieg in der Nachspielzeit über Kroatien hat Portugal das Achtelfinale der Fußball-WM erreicht. Die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo rang die Elf vom Balkan knapp mit 2:1 (0:0) nieder und trifft in der nächsten Runde nun auf Spanien. Der frühere Bundesligaspieler Ivan Perišić hatte Kroatien in einer wilden und mitreißenden zweiten Spielhälfte in Führung gebracht (53.), Ronaldo (68., Foulelfmeter) und Gonçalo Ramos (90.+4) drehten die Partie. In einer turbulenten Nachspielzeit traf Joško Gvardiol noch erneut zum vermeintlichen Ausgleich, (90.+13), das Tor wurde nach langer VAR-Überprüfung aber wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Und Portugals Einzug in die Runde der letzten 16 war perfekt. Fußball-WM: Souveränes Spanien schaltet Österreich aus Schweinsteiger zum DFB ? ARD-Experte weicht Frage aus Während der 41-jährige Ronaldo nun weiter vom ganz großen Triumph bei der WM träumen kann, beendeten er und Portugal dagegen wohl die Nationalmannschaftskarriere von Kroatiens Luka Modrić, mittlerweile ebenfalls 40. Beide spielten sechs Jahre lang gemeinsam bei Real Madrid . So lief das Spiel Schon vor dem Anpfiff wehte ein Hauch von Nostalgie durch das Stadion, als sich Ronaldo und Modrić herzlich umarmten und für ein gemeinsames Foto posierten. Mit Beginn der Partie ging es dann nicht mehr freundschaftlich zu – dafür stand für beide Teams zu viel auf dem Spiel. Den besseren Start erwischten die Portugiesen, für die Bruno Fernandes die frühe Führung auf dem Fuß hatte. Nach Vorarbeit von Rafael Leão scheiterte er mit seinem Direktschuss jedoch am stark reagierenden Dominik Livaković im Tor der Kroaten. Auch bei einem Kopfball von Renato Veida nach gut einer Viertelstunde fehlte nicht viel. Auch in der Folge war Portugal das aktivere Team. Weitere Großchancen bis zur Pause blieben jedoch aus. Bei Kroatien ging offensiv gar nichts. Zumindest stand die Defensive stabil und damit zur Halbzeit auch hinten die Null. Nach dem Wechsel spielte Kroatien mutiger nach vorn – und belohnte sich mit dem Führungstreffer. Eine flache Hereingabe von Bayern-Profi Josip Stanišić rauschte quer durch den Strafraum bis zu Perišić, der mit einem Flachschuss traf. Glück dann für Kroatien, als Leão (58.) nur die Latte traf. Nach einer Stunde hatte dann Ronaldo seinen ersten großen Auftritt. Einen weiten Ball stoppte der Altstar gefühlvoll und lupfte ihn perfekt ins Tor. Doch der Jubel kam zu früh, weil er bei der Aktion hauchzart im Abseits stand. Wenig später verwandelte er einen schmeichelhaften Elfmeter nach Eingriff des VAR souverän. Nach gut 80 Minuten war dann Schluss für Ronaldo, der das dramatische Ende von der Bank aus verfolgte.