Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko verläuft für Deutschland enttäuschend. Nun zieht der Bundestrainer Konsequenzen. Julian Nagelsmann tritt von seinem Amt als Fußballbundestrainer zurück. Das berichten der TV-Sender Sky und die „Bild“-Zeitung am Freitagmorgen übereinstimmend. Am Mittag bestätigte der DFB die Meldungen. Am gestrigen Donnerstag hatte es in Frankfurt am Main eine Krisensitzung gegeben, in der dem 38-Jährigen Berichten zufolge ein Rücktritt nahe gelegt worden war. Eine Abfindung soll Nagelsmann dennoch erhalten. Die Rede ist von rund sieben Millionen Euro, was einem Jahresgehalt des scheidenden Bundestrainers entspreche. Julian Nagelsmann: „Ich bin keiner, der wegläuft“ Mit der deutschen Nationalmannschaft spielte Nagelsmann eine enttäuschende Weltmeisterschaft , was ihm nun zum Verhängnis wird. Nach einer durchwachsenen Gruppenphase mit einer Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) scheiterte das DFB-Team im Sechzehntelfinale nach Elfmeterschießen (4:5) gegen Außenseiter Paraguay. Schweinsteiger zum DFB ? ARD-Experte weicht Frage aus Nagelsmanns Fehler : Das Bild des „Undav-Hassers“ hatte sich längst zementiert Im Anschluss hatte er zunächst einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich bin keiner, der wegläuft“, so Nagelsmann in Foxborough (nahe Boston). Nach der Sitzung in Frankfurt erfolgte jedoch eine Kehrtwende. Die Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig beim DFB ist hingegen noch offen. Als Favorit auf die Nachfolge gilt Jürgen Klopp , der aktuell als „Globale Head of Soccer“ bei Red Bull tätig ist. Zudem ist er bei der WM als Experte bei MagentaTV zu sehen. Informationen von t-online zufolge ist er der Wunschkandidat der DFB-Spitze. Bei den Gesprächen soll DFL-Boss und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke eine Schlüsselrolle spielen, der mit Klopp bereits erfolgreich bei Borussia Dortmund zusammengearbeitet hatte. Berichten zufolge soll der Wunschkandidat der Aufgabe offen gegenüberstehen.