Jürgen Klopp: Welche Co-Trainer bringt er mit zum DFB?

Neben Julian Nagelsmann müssen auch seine zwei Co-Trainer den Verband verlassen. Jürgen Klopp könnte zwei enge Vertraute an seine Seite bei der deutschen Nationalmannschaft holen. Die Tatsache, dass Jürgen Klopp neuer Nationaltrainer werden soll, bestätigte der DFB am Freitagvormittag in seiner Pressemitteilung. Man befinde sich in Gesprächen, und Klopp habe seine „grundsätzliche Bereitschaft signalisiert“, kommentierte der Verband die Personalie. Doch er wird nicht die einzige neue Personalie auf der Trainerbank bleiben, um den Neuanfang bei der Nationalmannschaft zu starten. Denn neben Nagelsmann mussten auch seine Co-Trainer Benjamin Glück und Benjamin Hübner den DFB verlassen. Nach aktuellem Stand stehen Klopp nur Torwarttrainer Andres Kronenberg und Standardtrainer Mads Buttgereit zur Seite. Jürgen Klopp: Hinter dem strahlenden Lachen blitzt es gefährlich Müller mit klaren Worten zum DFB: „Weltspitze enteilt“ Doch klar ist auch, dass der 59-Jährige seinen Job nicht ohne bekannte Co-Trainer antreten wird. Bei seinen engsten Vertrauten aus seiner Zeit beim FC Liverpool ist die Lage ganz unterschiedlich. Krawietz folgt Klopp bei jeder Station Wenn Jürgen Klopp irgendwo einen Job übernimmt, ist Peter Krawietz an seiner Seite. Als der voraussichtliche künftige Bundestrainer Mainz trainierte, arbeitete Krawietz als Scout. Diese Rolle änderte sich mit Klopps Wechsel nach Dortmund im Sommer 2008, denn seitdem ist der 54-Jährige als Co-Trainer an seiner Seite. Zunächst beim BVB , dann auch in Liverpool, und Krawietz ging auch den Schritt zu Red Bull mit. Dort arbeitet er seit Anfang 2024 als „Head of Soccer Philosophy“ und besucht immer wieder alle Standorte. Er ist Teil des Global Soccer Teams, das Klopp anführt und verantwortlich für die Entlassung von Ole Werner bei RB Leipzig ist. Krawietz sagte in einem Interview mit „Sport Bild“ im Jahr 2025, dass ihn und Klopp „die Lust aufs Gewinnen, ein natürlicher Ehrgeiz und Bock auf Fußball“ verbinde. „Und für uns gab es immer vier, fünf Eckpfeiler, an denen wir auch in Krisen nie gerüttelt oder gezweifelt haben. Da geht es um die Spielweise, Mannschaftsführung, wie man mit einer Gruppe umgeht und wie man Menschen stark macht.“ Für Klopp ist Krawietz vor allem in der Gegneranalyse ein entscheidender Faktor. „Was dieser Mann auf dem Fußballplatz sieht, ist bemerkenswert. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber das ist ein Talent“, sagte Klopp bei ihrer gemeinsamen Vertragsverlängerung in Liverpool. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Klopp ihn auch beim DFB wieder an seine Seite holen will. Doch: Da auch er noch bei Red Bull angestellt ist, dürfte auch hier eine Ablösesumme fällig werden. Der Getränkekonzern wird wohl weder Klopp noch Krawietz umsonst ziehen lassen. Von Klopp zu Guardiola wieder zu Klopp? Etwas einfacher gestaltet sich die Situation bei Pepijn Lijnders. Der 43-jährige Niederländer war von 2015 bis Januar 2018 und, mit einer kurzen Unterbrechung als Cheftrainer in seiner Heimat, von Juni 2018 bis 2024 an Klopps Seite beim FC Liverpool. Wenn Klopp über Leijnders spricht, kann er nicht aufhören zu schwärmen. Bei ihrer gemeinsamen Vertragsverlängerung 2022 sagte er: „Seine Leidenschaft für diesen Sport ist bemerkenswert, und sein Enthusiasmus beim täglichen Training ist ansteckend. Seit er 2018 zu uns zurückgekehrt ist, war es ein Privileg, ihn wachsen zu sehen, und er hat mit Sicherheit eine lange und erfolgreiche Fußballkarriere vor sich.“ Dem Niederländer wird zudem ein herausragendes Auge bei der Entwicklung von Talenten nachgesagt. Er gilt als der Entdecker von Trent Alexander-Arnold (heute Real Madrid) und ebnete auch anderen Liverpool-Talenten wie Curtis Jones, Harvey Elliot und Rhys Williams den Weg in den Profifußball. Im Sommer 2025 wurde er ausgerechnet bei Klopps langjährigem Premier-League-Konkurrenten Pep Guardiola Co-Trainer von Manchester City . Doch da der Spanier sein Amt in diesem Sommer niederlegte, ist Leijnders vereinslos und könnte direkt anfangen. Das Trio Klopp, Krawietz, Leijnders formte den FC Liverpool wieder zu einem absoluten Top-Team und ist verantwortlich für den Gewinn der englischen Meisterschaft und des Champions-League-Titels sowie mehrere englische Pokalsiege. Um auch die DFB-Elf wieder nachhaltig zu Erfolgen zu führen, braucht Klopp seine engen Vertrauten. Denn dass eine Rückkehr Deutschlands an die Weltspitze kein Selbstläufer ist, erklärte er bereits direkt nach dem Aus gegen Paraguay. „Wir waren Fußball-Deutschland. Um wieder Fußball-Deutschland zu werden, müssen wir jetzt ran an die Nummer, und zwar richtig.“