Vor der WM wurde die Schweiz häufig als Geheimfavorit genannt. Nach durchwachsenem Turnierstart kommt die Alpenrepublik immer besser in Fahrt. Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg über Algerien hat die Schweiz sein Sechzehntelfinale bei der Fußball-WM gewonnen und zieht damit ins Achtelfinale ein. Dabei legten die Eidgenossen, wie die schweizerische Nationalmannschaft genannt wird, einen Traumstart hin. Schon nach Elf Minuten erzielte Breel Embolo, der einst in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach und den FC Schalke 04 spielte, den 1:0-Führungstreffer. Auch in die zweite Halbzeit startete die Schweiz gut. Dan Ndoye (46.) traf direkt nach Wiederanpfiff zum 2:0. In der Folge versuchte Algerien viel, allerdings ohne sich große Chancen zu erspielen. Somit endete das Duell mit einem ziemlich ungefährdeten Sieg für die Schweiz. Im Achtelfinale geht es für die Schweizer am Dienstag (22 Uhr) gegen den Gewinner des Spiels Kolumbien gegen Ghana weiter. So lief das Spiel Vor der Partie stand vor allem der algerische Trainer Vladimir Petković im Mittelpunkt. Für ihn sei das Wiedersehen mit der Schweiz „speziell“, sagte der 62-Jährige. Von 2014 bis 2021 hatte er die Nati betreut. Es seien „sieben Jahre lang viel Freude und Vergnügen“ gewesen, sagte Petkovic: „Aber heute bin ich der Trainer von Algerien.“ Schon der erste Schweizer Angriff brachte seine Mannschaft in Rückstand. Johan Manzambi setzte sich im Laufduell gegen Aissa Mandi durch, spielte den Ball von der Grundlinie in die Mitte und Embolo musste nur noch einschieben. Für Algerien war das ein früher Rückschlag, obwohl die Nordafrikaner bis dahin besser in die Partie gefunden hatten. Algerien hatte sich erst durch das 3:3 im letzten Gruppenspiel gegen Österreich als letzztes Team für die K.-o.-Phase qualifiziert. Gegen die als Favorit gestartete Schweiz, die die Gruppe B vor Co-Gastgeber Kanada gewonnen hatte, hielt das Team dennoch lange gut mit. Klare Torchancen blieben jedoch zunächst Mangelware. Die nächste gute Gelegenheit hatte Denis Zakaria (37.), dessen Kopfball nach einem Freistoß von Ruben Vargas knapp am Tor vorbeiging. Kurz vor der Pause vergab Leverkusens Ibrahim Maza (45.+2) aus aussichtsreicher Position die bis dahin beste Chance auf den Ausgleich. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte die Schweiz. Wieder brachte der erste Angriff Algerien in Bedrängnis. Der Ball landete vor den Füßen von Ndoye, der Luca Zidane im algerischen Tor mit seinem Abschluss keine Chance ließ. Mit der Zwei-Tore-Führung kontrollierte die Schweiz die Begegnung anschließend, während Algerien offensiv kaum noch Akzente setzen konnte. Für einen Aufreger sorgte kurz vor dem Spielende Augsburgs Fabien Rieder. Einen perfekten Pass von Denis Zakaria muss er eigentlich nur noch ins leere Tor schieben, doch Rieder spielte den Ball lasch in Zidanes Hände. Während Algerien nach dem Sechzehntelfinale nach Hause fahren muss, darf die Schweiz weiter vom ersten Viertelfinale seit der Heim-WM 1954 träumen. Der Gegner wird in der Nacht zum Samstag (03.30 Uhr) zwischen Kolumbien und Ghana ermittelt.