Zum zweiten Mal soll ein Jürgen K. den deutschen Fußball retten. Und zum zweiten Mal ist New York ein entscheidender Schauplatz. Eine Erinnerung an die Vorzeit zum Sommermärchen. Geschichte wiederholt sich nicht. Auch nicht im Fußball. Aber ein Detail der jüngsten Bundestrainer-Saga um die Nachfolge von Julian Nagelsmann weckt besondere Erinnerungen. Denn wieder geht es um einen Jürgen K. und wieder spielt ein Hauptakt in New York. Während Jürgen Klopp in seiner Tätigkeit als WM-Experte für MagentaTV und als Top-Kandidat auf den DFB-Job aus Big Apple grüßt, wurde die Weltmetropole am Hudson River auch 2004 zum Schauplatz der Bundestrainer-Frage. Jürgen Klinsmann flog damals aus Los Angeles ein. Der damalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und der Generalsekretär Horst R. Schmidt kamen aus Frankfurt. Man traf sich sozusagen auf halbem Weg. DFB-Delegation flog ein Eingefädelt hatte das Treffen Ex-Bundestrainer Berti Vogts . Über fünf Stunden habe mein ein konstruktives und offenes Gespräch geführt, berichtete Klinsmann. Kurz darauf übernahm er die Verantwortung für die Fußball-Nationalmannschaft. Der deutsche Fußball lag auch damals am Boden. Rudi Völler hatte als Teamchef nach dem EM-Aus in der Gruppenphase gekündigt. Zwei Jahre vor der Heim-WM 2006 war die Not groß und Klinsmann wurde zum großen Erneuerer und Retter. Das Sommermärchen wurde zum riesigen Erfolg – mit einem Ausgangspunkt in New York.