Nach Elfmeterschießen setzte sich Ägypten am Freitag gegen Australien durch. Danach sorgte Ägyptens Trainer für umstrittene Bilder. Mit 4:2 gewann die ägyptische Nationalmannschaft den Krimi nach Elfmeterschießen gegen Australien. Damit setzten sich die Afrikaner im Sechzehntelfinale durch und stehen nun im Achtelfinale. Das ist historisch: Noch nie zogen die „Pharaonen“, wie die ägyptische Nationalmannschaft auch genannt wird, in ein WM-Achtelfinale ein. Nach dem Spiel sorgte Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan für umstrittene Bilder. Er jubelte nach dem Abpfiff mit einer Palästina-Flagge, ließ sich dabei auch von Fans feiern, wie Videos in den sozialen Medien zeigen. „Das Größte, was ich je erlebt habe“: Ägypten-Star Salah weint nach historischem Spiel Stefan Effenberg: Bundestrainer? Er könnte das auch Die Bilder mit der Fahne ergänzte Hassan nach dem Spiel mit einigen Worten: „Seht nur, wie sehr sich das palästinensische Volk, dem mein Herz und meine Seele gehören, trotz des Leids, das es erdulden muss, für uns freut. Möge Gott ihnen beistehen, die Lebenden beschützen und ihren Märtyrern Gnade gewähren. Ich widme diesen Sieg dem ägyptischen und dem palästinensischen Volk.“ Am 7. Oktober 2023 überfielen palästinensische Terroristen Israel. Dabei ermordeten sie auf teils bestialische Weise rund 1.200 Menschen und verschleppten Hunderte weitere in den Gazastreifen . Israel reagierte darauf mit einem Krieg gegen die Hamas. Ein von US-Präsident Donald Trump ausgehandelter Waffenstillstand beendete die Kämpfe – er gilt jedoch bis heute als brüchig. Demnach ist unklar, was Hassan mit dem Begriff „Märtyrer“ meint. Problematisch an den Hassan-Aussagen und seinem Verhalten: Politische Botschaften sind von der Fifa bei Weltmeisterschaften untersagt. Auch politische Banner oder Symbole sind bei offiziellen Fifa-Veranstaltungen nicht erlaubt. Das erfuhr bei der WM 2022 auch die deutsche Nationalmannschaft , als es ihr verboten wurde, in Katar mit einer Regenbogenbinde aufzulaufen. Ob Hassan für seine Aktionen sanktioniert wird, bleibt abzuwarten.