Dardanos war als krasser Außenseiter ins Rennen gegangen – und gewann das deutsche Galopp-Derby mit der höchsten Siegquote der Derby-Geschichte. Dahinter steckt eine Vorgeschichte, die kaum jemand für möglich gehalten hätte. Als 10.000-Euro-Jährling ersteigert, als krasser Außenseiter ins Rennen gegangen – und nun Derby-Sieger: Der Hengst Dardanos hat das 157. deutsche Galopp-Derby in Hamburg-Horn gewonnen. Die Siegquote von 848:10 ist die höchste in der Geschichte des Rennens. Jockey Wladimir Panov ritt Dardanos in dem mit 650.000 Euro dotierten Rennen über 2.400 Meter zum Sieg. Zweiter wurde Chiefland unter Cieren Fallon, Dritter Salitos mit Bauyrzhan Muzabayev im Sattel. Vierter wurde Kairos unter Leon Wolff. Alle drei platzierten Pferde gehören der Liberty Racing Besitzergemeinschaft. Sie hatte mit Fantastic Moon und Palladium bereits zweimal das Derby gewonnen. Der Favorit Englishman kam nur auf Rang sechs. Der einzige ausländische Starter Bay of Brilliance wurde Vorletzter im Feld der 18 Teilnehmer. Formel 1 in Silverstone: Leclerc siegt glücklich: technisches Problem bei Antonelli Schläger fliegt ins Publikum: Deutsches Tennis-Talent in Wimbledon disqualifiziert Dardanos gehört dem Stall Bergholz von Friedrich von Lenthe und Hans-Wilhelm Jenckel. Die Siegprämie beträgt 390.000 Euro. Auf einer Auktion in Iffezheim hatte der Hengst als Jährling nur 10.000 Euro gekostet. Sein Bruder Delgardo war im vergangenen Jahr ebenfalls im Derby gestartet, blieb aber chancenlos. Trainer Andreas Wöhler feierte seinen sechsten Derby-Sieg. Wöhler sagte: „Das ist unglaublich, ich bin sprachlos. Er hatte sich verbessert, aber dass er das Derby gewinnt, das ist schon außergewöhnlich.“ Auch Panov war nach dem Rennen kaum zu fassen. Der Jockey meinte: „Der größte Tag in meinem Jockey-Leben. Unvergesslich. Ich bin einfach nur happy.“ Seine Kollegen empfingen ihn anschließend mit einer Champagnerdusche. Das Publikum in Hamburg feierte den Außenseiter-Sieger mit frenetischem Jubel – obwohl kaum jemand auf ihn gewettet hatte.