WM 2026: Dramatische Entscheidung im Elferschießen – Schweiz weiter

Über 120 Minuten fällt kein Tor im WM-Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien. Die Entscheidung fällt deshalb im Elfmeterschießen. Die Schweiz hat das WM-Achtelfinale gegen Kolumbien 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen und steht im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. In Vancouver zeigten beide Teams zwar ein umkämpftes, aber über weite Strecken chancenarmes Spiel. Als es nach 90 Minuten unentschieden stand, ging es in die Verlängerung. Besonders im zweiten Durchgang machte Kolumbien zwar einen besseren Eindruck und hatte eine hochkarätige Chance, nutze sie aber nicht. Am Ende fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen, bei dem Kolumbien die Nerven versagten. So lief das Spiel Auf den Rängen dominierte in Vancouver nur eine Farbe: Gelb. Schon bei der Hymne sorgten die Fans mit ihrer Leidenschaft für eine ohrenbetäubende Atmosphäre. Beide Teams leisteten sich in der Anfangsphase wenig Fehler. Der Ex-Gladbacher Denis Zakaria und der aktuelle Gladbacher Nico Elvedi schränkten wirkungsvoll die Kreise von Bayerns Stürmerstar Luis Díaz ein. Stattdessen kam Gustavo Puerta nach 21 Minuten zu einem ersten Abschluss. Den Schlenzer auf das lange Eck lenkte BVB-Schlussmann Gregor Kobel mit einer starken Reaktion ab. Die Schweizer, die auf den verletzten Jungstar Johan Manzambi verzichten mussten, kamen seltener in die gefährlichen Zonen. Der für Manzambi in die erste Elf gerückte Fabian Rieder versuchte es nach einer halben Stunde aus spitzem Winkel, der Abschluss war aber zu harmlos. Zum wiederholten Male relativ wirkungslos trat Kolumbiens Fanliebling James Rodríguez auf. Der 34 Jahre alte Offensivspieler konnte Kolumbiens Spiel trotz zentraler Rolle im System von Nestor Lorenzo nie so prägen wie in früheren Jahren. Bei der WM 2014, dem zuvor einzigen WM-Viertelfinaleinzug der Cafeteros, hatte Rodríguez noch alle drei Tore der Kolumbianer in der K.-o.-Phase erzielt. Nach 66 Minuten war für den Routinier bereits Schluss. Da war die Schweiz bereits besser in die zweite Halbzeit gekommen. Rieder zirkelte mit links (53.) einen Freistoß ans Außennetz. Für ein paar Minuten waren die zahlreichen kolumbianischen Fans etwas leiser. Wenn die Südamerikaner in aussichtsreiche Schusspositionen kamen, verzogen sie immer wieder. Lange zeichnete sich nicht ab, wer den Rasen als Sieger verlassen könnte. So ging es auch mit der von vielen Unterbrechungen geprägten Nullnummer in die Verlängerung. Dort hätte Davinson Sánchez (93.) nach einem Freistoß zum Helden der Cafeteros werden können, doch Kolumbiens Innenverteidiger verzog. Das galt auch für seinen Kollegen Jhon Lucumí, der nach einer Ecke wuchtig an die Latte köpfte. Kolumbien drückte nun massiv auf die Führung und ließ dabei hinten eine Großchance zu, als der unmittelbar zuvor eingewechselte Zeki Amdouni an Torhüter Camillo Vargas scheiterte. Die Entscheidung musste nach 120 torlosen Minuten vom Punkt fallen. Zwar verschoss der Schweizer Manuel Akanji, doch die Kolumbianer verfehlten gleich zweimal.