Mit dem Ende der Weltmeisterschaft ist auch die Karriere von Anthony Taylor als Schiedsrichter vorbei. In Deutschland bleibt er vor allem wegen eines Spiels in Erinnerung. Der englische Schiedsrichter Anthony Taylor hat nach dem WM-Finale sein Karriereende verkündet. „Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, mich zurückzuziehen und mich auf den Übergang zum nächsten Kapitel meiner Karriere zu freuen“, wird er von „The Athletic“ zitiert. Bei der WM 2026 war er in drei Spielen zum Einsatz gekommen, letztmals beim Achtelfinale zwischen Spanien und Portugal (1:0). In seiner Vita stehen insgesamt 839 Einsätze als Unparteiischer, davon 433 in Englands Premier League . Der 47-Jährige leitete während seiner Karriere mehrere Endspiele, darunter das Europa-League-Endspiel 2023 zwischen Sevilla und der Roma (5:2 nach Elfmeterschießen) und das Nations-League-Finale 2021 zwischen Frankreich und Spanien (2:1). Ärger nach WM-Finale: Kapitän wütend auf eigenen Klub In Deutschland hat sich Taylor unterdessen vor allem mit einem Einsatz bei der EM 2024 einen Namen gemacht. Er leitete das Duell des DFB-Teams mit dem späteren Turniersieger Spanien, verweigerte der deutschen Mannschaft nach dem Handspiel von Marc Cucurella einen Elfmeter. Unter anderem die „Bild“ bezeichnete ihn in der Folge als „Skandal-Schiri“. Im Zuge seines Rücktritts erklärte der Engländer nun: „Als Schiedsrichter auf Spitzenebene zu arbeiten, war ein großes Privileg, doch der Druck ist enorm und man steht ständig unter genauer Beobachtung.“ Er dankte dabei seinen langjährigen Assistenten sowie seiner Familie. Howard Webb, Ex-Schiri und mittlerweile Chef des englischen Schiedsrichterverbandes PGMOL, bedachte Taylor unterdessen mit warmen Worten: „Er hat über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder unter Beweis gestellt, warum er zu den besten und erfolgreichsten Schiedsrichtern gehört, die der englische Fußball je hervorgebracht hat.“