Fußball: Weltmeister Andrea Pirlo wird wohl Italiens neuer Nationaltrainer

Nach der Absage von Wunschkandidat Guardiola soll es nun ein Weltmeister von 2006 richten. Größere Erfolge auf der Trainerbank kann dieser aber noch nicht vorweisen. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der frühere Weltmeister Andrea Pirlo neuer Nationaltrainer Italiens werden. Der 47-Jährige würde damit die Nachfolge von Gennaro Gattuso antreten, der nach der dritten verpassten WM-Qualifikation in Folge zurückgetreten ist. Die Sportzeitung „La Gazzetta dello Sport“ berichtete, Pirlo und der Fußballverband FIGC hätten sich nach der Absage von Wunschkandidat Pep Guardiola schnell geeinigt. Demnach solle der 116-fache Nationalspieler einen Vier-Jahres-Vertrag mit dem Ziel WM 2030 erhalten. „La Repubblica“ berichtete von einem Jahresgehalt über 1,5 Millionen Euro plus Erfolgsprämien. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus – ebenso die formelle Unterschrift. Derzeit steht Pirlo noch beim United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Vertrag. Klopp als Bundestrainer: Warum ihm das Flick-Nagelsmann-Problem droht „Unerträglich“: Spanien-Trainer teilt gegen Argentinien aus Guardiola hatte dem Verband mitgeteilt, nicht zur Verfügung zu stehen. Die „Gazzetta“ zitierte den 55-Jährigen: „Danke, ich fühle mich geehrt. Aber im Moment traue ich mir das nicht zu.“ Pirlos Erfolge als Trainer sind überschaubar Vielen deutschen Fans ist Pirlo aus dem WM-Halbfinale 2006 in Erinnerung. Als Passgeber für das 1:0 von Fabio Grosso kurz vor Ende der Verlängerung bereitete er den Siegtreffer gegen den Gastgeber vor. Italien gewann das Spiel mit 2:0. Damals stand Pirlo gemeinsam mit seinem künftigen Vorgänger Gattuso auf dem Feld. Nach seiner Spielerkarriere bei Inter Mailand , dem AC Mailand und Juventus Turin arbeitete Pirlo als Trainer unter anderem bei Juventus, wo er Pokalsieger wurde, und Sampdoria Genua. Bei beiden Klubs musste er aber nach nur einer Saison wieder gehen. Zuletzt gab es mehrere Gespräche mit Verbandschef Giovanni Malagò und dem neuen Technischen Direktor Paolo Maldini. Als weiterer Kandidat war Roberto Mancini im Gespräch. Er hatte Italien bereits von 2018 bis 2023 trainiert und 2021 zur Europameisterschaft geführt. Mancinis Ruf leidet jedoch bis heute darunter, dass er sich 2023 nach Saudi-Arabien verabschiedete.