Streit mit der Fifa: Uefa erwägt Boykott von WM und Klub-WM

Der Weltverband plant die weitere Kommerzialisierung des Fußballs. Die Uefa sieht eine Linie überschritten – und erwägt nun drastische Konsequenzen. Eskaliert nun die Auseinandersetzung zwischen Fifa und Uefa endgültig? Der europäische Fußball-Dachverband erwägt offenbar einen Boykott von Fifa-Veranstaltungen, berichtete „Bloomberg“ am Dienstagabend. Grund seien Berichte über Pläne des Weltverbands vom Dienstag, Anteile der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Bei der Uefa seien bereits Gespräche darüber geführt worden, wie Klubs und Verbände Fifa-Events boykottieren könnten. Dabei sei es sowohl um die Fußball-WM als auch um die Klub-WM gegangen. Das würde bedeuten, dass die beiden Turniere ohne einen Großteil ihrer größten Zugpferde auskommen müssten. „Damit wird eine Linie überschritten“ Schon im Laufe des Dienstagnachmittags hatte die Uefa scharf auf die Pläne der Fifa reagiert. „Damit wird eine Linie überschritten, die die wichtigsten Instanzen des Fußballs nie überschreiten sollten“, hieß es in einer Stellungnahme. Und weiter: „Die Uefa nimmt das extrem ernst, so, wie es auch jeder nationale Fußballverband tun sollte, ebenso alle weiteren Teilhaber: Ligen, Klubs, Spieler, Fans, Regierungen und jeder, dem die Zukunft des Spiels am Herzen liegt.“ Mehr noch: „Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine handelbaren Vermögenswerte – insbesondere dann nicht, wenn es keine Transparenz darüber gibt, wer finanziell profitiert. Der Fußball ist niemandes Eigentum, und es ist nicht Sache der Fifa, ihn zu verkaufen.“ Mehr in Kürze.