Fabian Reese verließ Berlin ein Jahr nach seiner Vertragsverlängerung und sorgte damit für Empörung bei den Fans. Nun erklärt er, warum er trotzdem ging – und bittet um Nachsicht. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ hat sich Fabian Reese bei den Fans von Hertha BSC entschuldigt. Der Offensivspieler hatte im Sommer 2025 seinen Vertrag beim Berliner Zweitligisten noch bis 2030 verlängert – und den Klub nach dem verpassten Aufstieg ein Jahr später in Richtung VfL Wolfsburg verlassen. Reese sagte: „Wenn jemand wegen meines Wechsels das Vertrauen in Fußballromantik verloren hat, dann tut mir das aufrichtig leid.“ Er räumte ein, dass der Verlauf für alle Beteiligten anders geplant gewesen sei: „Um das einzuordnen, muss ich vorneweg klar betonen, dass wir uns das alle ein Stück weit anders vorgestellt haben, als ich meinen Vertrag bei Hertha vor einem Jahr langfristig verlängert habe.“ Reese: „Habe ich nicht kommen sehen“ Er könne nachvollziehen, dass sein Abgang kontrovers aufgenommen werde, wenn man „von außen auf diese Entwicklung blickt und keine Interna kennt“. Es könne der Eindruck entstehen, „als würde mich mein Geschwätz von gestern nicht mehr interessieren. Aber so ist das nicht“, betonte er. Dass sein Wechsel „mal so ein Politikum werden würde, das habe ich wirklich nicht kommen sehen“. Die Reaktionen auf seine Person hätten ihn getroffen, „alles andere wäre gelogen“. Trotz allem blickt Reese positiv auf seine Zeit beim Hauptstadtklub zurück: „Berlin war das bislang schönste Kapitel meines Lebens.“ Beim VfL Wolfsburg hat er ebenfalls bis 2030 unterschrieben. Seine Ziele dort formulierte er so: „Wir wollen eine Mannschaft aufs Feld bringen, die füreinander einsteht, die kämpft, die mögliche Erfolge gemeinsam feiert. Das sollen die Fans spüren.“ Sein persönliches Motiv für den Wechsel: „Dass ich Bundesliga spielen will. Beim VfL sehe ich hierfür die langfristig besten Voraussetzungen.“