Jan Ullrich: Ex-Rad-Star spricht über Doping und Radsport-Vergangenheit

Ex-Radstar Jan Ullrich hat einmal mehr über die Vergangenheit und Doping ausgepackt. Dabei ließ er mit einer Aussage ganz besonders aufhorchen. Jan Ullrich spricht inzwischen offen über seine Doping-Vergangenheit. Doch diesen Schritt hätte der frühere Radprofi gern deutlich früher gemacht. „Ich habe den Zeitpunkt verpasst“, sagte der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger in der ARD-Show „Inas Nacht“. Ullrich sagte weiter: „Ich hätte den ganzen Radsport auffliegen lassen können.“ Dafür habe er den Sport aber „zu doll geliebt.“ Tennis-Legende erregt Aufsehen: Boris Becker überrascht mit Video Deutsche mit klarer Ansage: Putins Athleten stürzen Weltsport ins Chaos 2023 hatte Ullrich Doping in einer Dokumentation eingeräumt, sich mit Details jedoch bedeckt gehalten. Ein Jahr später erschien sein Buch „Himmel, Hölle – und zurück ins Leben“. Mittlerweile tritt der Olympiasieger von 2000 wieder häufiger öffentlich auf. Bei der diesjährigen Tour de France verfolgte der Tour-Champion von 1997 die 14. Etappe vor Ort. Zuvor galt Ullrich bei den Tour-Organisatoren lange als unerwünschte Person. Ob der Radsport heute sauber ist? Ullrich: „Immerhin ist durch das, was wir damals verzapft haben, jetzt ein sauberer Sport entstanden. Meine Hand lege ich auch nicht ins Feuer, aber ich will glauben, dass alles sauber ist.“ Damals habe man sich eingeredet, dass es kein Doping mehr sei, wenn es alle machen, und es auf das Talent ankomme. Ullrich sei zu einer Zeit aktiv gewesen, in der Doping zum Profi-Dasein dazugehört habe. Es sei eine „Scheißzeit“ gewesen. Ullrich schob hinterher: „Mich hat das gekillt“. In den Jahren nach der Tour litt Ullrich an Depressionen. Mehrfach machte er mit Skandalen sowie seiner Alkohol- und Drogensucht negative Schlagzeilen.