Erling Haaland: Kokain-Pakete mit Gesicht des Norwegen-Stars sichergestellt

In Ecuador findet die Polizei in einem LKW fast eine halbe Tonne Kokain. Kurios: Auf den Paketen prangt das Konterfei eines europäischen Fußballstars. Die ecuadorianische Polizei hat in der Nähe der kolumbianischen Grenze eine außergewöhnliche Drogenlieferung sichergestellt. Bei einer Kontrolle auf der Panamericana entdeckten die Beamten am Mittwoch insgesamt 1000 Pfund Kokain, was umgerechnet 469 Kilogramm entspricht, die in einem Lkw versteckt waren. Kurios: Die rechteckigen, grünen Pakete waren mit Aufklebern versehen, die das Gesicht des norwegischen Fußballstars Erling Haaland zeigten. Die Ermittler waren nach einem anonymen Hinweis auf das Fahrzeug aufmerksam geworden. Bei der Durchsuchung fanden sie 370 Päckchen, die in einem doppelten Boden des Lastwagens verborgen waren. Die Polizei veröffentlichte im Anschluss ein Video, das zeigt, wie die Pakete aus dem Versteck geholt werden – die Haaland-Sticker sind dabei deutlich zu erkennen. Außerdem sind darauf noch der WM-Pokal sowie ein Fußball zu sehen. Leichtathletik-EM: Sturz-Drama um Top-Favoritin über 800 Meter Interview ist eigentlich vorbei: Athletin macht Ansage Aus speziellem Grund : Norwegische Staffel gibt Goldmedaillen zurück Im Zuge des Einsatzes wurde eine Frau festgenommen. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um eine Person mit kolumbianischen Ausweisdokumenten, die im Bereich Guagua Negro nahe der Stadt Tulcan unterwegs war. Tulcan liegt rund 246 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito. Drogenwert von bis zu 17 Millionen Euro Die Polizei schätzt den Wert der sichergestellten Drogen auf dem ecuadorianischen Markt auf etwa 842.000 US-Dollar . In den USA würde die Ladung mehr als 11 Millionen Dollar einbringen, in Europa sogar umgerechnet rund 17 Millionen Euro. Ecuador gilt als wichtiger Umschlagplatz für den internationalen Drogenhandel. Lokale Banden arbeiten dort mit kolumbianischen und mexikanischen Kartellen zusammen, um Kokain – das überwiegend aus Kolumbien, zu einem kleineren Teil aus Peru stammt – über Mittelamerika in die USA und nach Europa zu transportieren. Im laufenden Jahr haben die Behörden nach eigenen Angaben bereits 80 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Im Jahr 2025 waren es fast 215 Tonnen, 2024 sogar knapp 295 Tonnen, wobei es sich meist um Kokain handelte. Warum die Drogenpakete mit dem Bild des norwegischen Nationalspielers versehen waren, erklärten die Ermittler nicht. Es ist jedoch gängige Praxis, dass Schmuggler ihre Ware mit Symbolen, Marken oder prominenten Persönlichkeiten kennzeichnen, um die Herkunft oder den Bestimmungsort zu markieren. Auch andere Fußballstars wie Lionel Messi tauchten bereits auf beschlagnahmten Drogenpaketen auf. Immer wieder werden in verschiedenen Ländern Drogen mit auffälligen Motiven entdeckt. So fanden Touristen und Fischer in den vergangenen Jahren an Stränden in Florida Kokainpakete, die mit Comicfiguren, Automotiven oder Markenlogos bedruckt waren.