2. Bundesliga: Tor-Spektakel im Franken-Derby – Hertha schlägt Absteiger

Hertha BSC lässt Heidenheim 45 Minuten keine Chance. Das Franken-Derby zwischen Fürth und Nürnberg wird von drei Spielern geprägt. Traumstart perfekt: Hertha BSC hat durch ein fulminantes 4:1 (3:0) gegen Bundesliga-Absteiger FC Heidenheim auch das zweite Spiel in dieser Saison gewonnen. Sebastian Grönning brachte die Berliner bereits nach zwei Minuten in Führung, Martin Winkler (26. Minute) und Deyovaisio Zeefuik (35.) machten schon vor der Pause alles klar. In Unterzahl setzte Oluwaseun Adewumi in der 90. Minute den Schlusspunkt. Zeefuik sah zwei Minuten zuvor nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Heidenheim kam durch Jan Schöppner (49.) nur zum Ehrentreffer. Ein Doppelpack von Stürmer Felix Klaus war für Greuther Fürth bei der 2:4 (2:2)-Niederlage im Franken-Derby gegen den 1. FC Nürnberg nicht genug. Zwar brachte der Angreifer sein Team zweimal in Führung (22./41.), doch die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose drehte die Partie durch Piet Scobel (26./73.) und Julian Justvan (45.+3/53.). In der 62. Minute scheiterte Klaus per Elfmeter an Nürnberg-Torwart Jan Reichert. Außerdem konnte der 1. FC Magdeburg mit 3:0 (2:0) beim VfL Osnabrück gewinnen. Hertha BSC – FC Heidenheim Hertha BSC hat mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga den besten Saisonstart seit acht Jahren geschafft. Mit einer grandiosen ersten Halbzeit legte die Mannschaft von Hertha-Trainer Stefan Leitl vor 41.459 Zuschauern im Berliner Olympiastadion die Basis zum 4:1 (3:0)-Sieg über Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim . Dabei profitierten die Gastgeber von dem schnellen Treffer durch Grönning nach bereits 90 Sekunden. Der Bundesliga-Absteiger erholte sich nicht von dem schnellen Rückstand und enttäuschte in den ersten 45 Minuten auf ganzer Linie. Mit vier Wechseln zur Halbzeitpause wollte Heidenheims Trainer Frank Schmidt seiner Mannschaft wieder in Spur verhelfen und wurde vier Minuten später durch Schöppners 1:3 belohnt. Heidenheim wurde jetzt aggressiver, ohne dabei gefährlich zu werden. Hertha dagegen konterte in der 90. Minute durch Neuzugang Adewumi zur Entscheidung und hätte in Unterzahl sogar noch weitere Treffer nachlegen können. Greuther Fürth – 1. FC Nürnberg Miroslav Klose und der 1. FC Nürnberg haben ihren Traumstart in der 2. Fußball-Bundesliga mit einem Prestigeerfolg im 277. Frankenderby veredelt. In einem intensiven Traditionsduell mit der SpVgg Greuther Fürth setzte sich der Club trotz zweimaligen Rückstands mit 4:2 durch. Letztmals war der Club 2017 mit zwei Siegen gestartet, am Ende stand der Aufstieg. Viele Blicke richteten sich auf Mohamed Ali Zoma, den Nürnberger Shootingstar, der mit einem Dreierpack gegen Dresden (3:0) geglänzt hatte. Offen ist allerdings, ob Zoma auch nach dem Ende der Transferzeit noch in Nürnberg sein wird. Sportvorstand Joti Chatzialexiou sagte, er werde „gar nicht ins Grübeln kommen, ich will den Spieler halten“. Die Bühne gehörte zunächst anderen. Etwa Klaus, der die unterhaltsame Partie eröffnete und einen Strafstoß sicher verwandelte, nachdem Tim Janisch eine Flanke unbeabsichtigt mit dem Arm geklärt hatte. Die schnelle Antwort folgte durch Scobel per Kopf. Die Teams gönnten sich kaum Verschnaufpausen: Klaus sorgte nach einem langen Ball für die zweite Fürther Führung, doch Justvan traf auf Vorlage von Scobel für den Club. Zuvor war beiden Mannschaften jeweils ein Treffer nach Abseitspositionen aberkannt worden. Klose fand offenbar die richtigen Worte in der Kabine. Nürnberg übernahm die Initiative im Duell der beiden fränkischen Altmeister, Justvan traf mit einem Flachschuss aus 18 Metern. Nach einem Foul von Eric Porstner ergab sich erneut für Klaus die Chance vom Punkt, Reichert wehrte den schwachen Schuss aber ab. Scobel blieb auf der Gegenseite dafür eiskalt – und ließ Trainer Klose jubeln. VfL Osnabrück – 1. FC Magdeburg Der 1. FC Magdeburg hat sich von seinem Albtraumstart in der 2. Fußball-Bundesliga erholt und den ersten Saisonsieg gefeiert. Eine Woche nach dem 1:6-Debakel gegen Braunschweig gewann das Team von Trainer Petrik Sander verdient mit 3:0 (2:0) beim Aufsteiger VfL Osnabrück und sorgte damit für Wiedergutmachung. An der Bremer Brücke trafen Alexander Nollenberg (24./35.) und Emmanuel Iyoha (69.) für den FCM, der die Partie über weite Strecken kontrollierte. Osnabrück wartet nach der Rückkehr in die 2. Liga auf die ersten Punkte, zum Auftakt hatte der VfL in Heidenheim verloren (3:4). Nach dem völlig verpatzten Start wollte Magdeburg die Saison in Osnabrück neu eröffnen. Das gelang dem FCM, der von Beginn an das deutlich aktivere und bessere Team war. Nollenberger belohnte die Gäste, bei der Führung sah VfL-Torhüter Jonas Krumrey nicht gut aus. Der Torschütze legte mit einer anspruchsvollen Direktabnahme nach. Die Angriffswelle der Osnabrücker nach der Pause hielt nicht lange an. Das vermeintliche 3:0 durch Mateusz Zukowski zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht, der FCM übernahm aber wieder die Kontrolle – und entschied die Partie durch Iyoha.