Leichtathletik-EM: Speerwerfer Weber holt Gold – Thumm sichert sich Silber

Es bleibt bis zum Ende spannend. Dann machen zwei deutsche Athleten den Sieg unter sich aus. Deutscher Doppelerfolg bei der Leichtathletik-EM: Julian Weber hat zum zweiten Mal nach 2022 Gold im Speerwurf gewonnen. Trotz Schulterproblemen katapultierte der 31-Jährige den Speer in Birmingham auf 90,40 Meter und bezwang noch Teamkollege Nick Thumm. Der Stuttgarter hatte mit 83,76 Metern bis zum letzten Durchgang geführt und machte mit der überraschenden Silbermedaille den deutschen Doppelerfolg perfekt. Das Duo holte damit die Medaillen 13 und 14 bei den Titelkämpfen für die deutsche Mannschaft. Rio-Olympiasieger Thomas Röhler war in der Qualifikation gescheitert. Weltrekord: Deutscher Teenager schwimmt zu Gold Siebter nationaler Titel in Serie: FC Bayern gewinnt Supercup Bronze holte der Lette Patriks Gallums mit 82,97 Metern – einen Zentimeter vor dem Polen Dawid Wegner. Thumm warf sich zur Führung – dann konterte Weber Weber plagte sich schon die gesamte Saison mit Schulterproblemen herum. Erst Mitte Juli stieg er deshalb auch in die Saison ein und warf beim Meeting im schweizerischen Luzern mit 87,04 Metern auf Anhieb eine europäische Jahresbestleistung. In Birmingham schaffte Weber in der Qualifikation im ersten Versuch den Einzug ins Finale und konnte wertvolle Kraft sparen. Dort legte er mit dem ersten Versuch auf 83,71 Meter im gesamten Wettbewerb vor und führte lange. Thumm startete mit 81,10 Metern und lag zunächst im Verfolgerfeld. Im vierten Durchgang gelang dem 21-Jährigen der Wurf zur Führung, doch Weber konnte noch einmal kontern. Neben Heim-Gold vor vier Jahren gewann er 2024 in Rom EM-Silber. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen wartet der gebürtige Mainzer aber noch auf sein erstes Edelmetall.