Nach der Goldmedaille über 800 Meter Freistil ist Johannes Liebmann nun auch über 1.500 Meter der Konkurrenz enteilt. Dieses Mal knackte er sogar den Weltrekord. Drei Tage nach seinem historischen Coup über 800 Meter Freistil hat Senkrechtstarter Johannes Liebmann bei der Schwimm-EM in Paris in Weltrekordzeit seinen zweiten Titel gewonnen. Der 19-Jährige aus Magdeburg schlug im Finale über 1.500 Meter nach 14:26,79 Minuten als überlegener Erster an und unterbot die bisherige Bestmarke des amerikanischen Olympiasiegers Bobby Finke um fast vier Sekunden. Von Beginn an legte Liebmann ein unglaubliches Tempo vor, dem niemand folgen konnte. Die letzten 200 Meter standen alle Zuschauer und bejubelten den Teenager. Liebmann hatte sich am Mittwoch schon mit dem Europarekord zum ersten deutschen Europameister über 800 Meter gekrönt. Nun ist der Abiturient erst der zweite deutsche Weltrekordler auf der längsten Strecke nach Jörg Hoffmann 1991. Klement gewinnt Bronze Freiwasser-Europameister Oliver Klemet holte sich hinter dem Ungarn Zalán Sárkány Bronze. Es war der zweite Titel für die deutschen Beckenschwimmer im Centre Aquatique Olympique am Stade de France. Im Vorlauf bereits gescheitert war Vizeweltmeister Sven Schwarz, der am Mittwoch noch auf Rang zwei hinter Liebmann gelandet war.