Djokovic: „Etwas, was ich wirklich an Boris bewundere“

Auch wenn Boris Becker nicht mehr als Trainer für Novak Djokovic arbeitet – der Respekt des Serben für die deutsche Tennis-Legende ist geblieben. Vor allem eine Leistung bewundert sein Ex-Schützling. Tennis-Star Novak Djokovic empfindet größten Respekt für Boris Becker und hat seine Bewunderung auch damit begründet, wie der legendäre deutsche Sportler mit privaten Schwierigkeiten umgegangen ist. „Eine Ikone, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Ich respektiere ihn sehr und sogar noch mehr in den vergangenen Jahren, nach all dem, was er durchgemacht hat. Wie er einen Weg gefunden hat, sich aus dem tiefsten Loch seines Lebens wieder nach oben zu graben“, sagte Djokovic in einem Interview der „Sport Bild“. Der Rekord-Grand-Slam-Champion arbeitete in seiner Karriere schon mit Becker als Trainer zusammen. Später musste Becker in Großbritannien wegen Insolvenzvergehen für siebeneinhalb Monate ins Gefängnis. Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung kann er nicht mehr nach Wimbledon reisen. Djokovic sprach ihm große Anerkennung dafür aus, „wie er seinen Ruf, seine Marke und alles andere wieder aufgebaut hat. Es ist sehr, sehr schwer, das zu schaffen. Das ist etwas, was ich wirklich an Boris bewundere. Seine Lebensgeschichte ist extrem interessant und inhaltsreich. Er musste so viel durchstehen, so viele Schwierigkeiten überwinden, wie nur sehr wenige andere Menschen in letzter Zeit.“ Becker sei für ihn mehr als bloß ein ehemaliger Coach. „Boris war nicht nur ein Trainer, sondern er ist ein Freund und ein Teil meiner Familie. Ich liebe Boris wirklich als Person und bewundere wirklich seine mentale Stärke“, sagte der Serbe.