Der 1. FC Köln hat in der 1. Runde des DFB-Pokals große Mühe, setzt sich aber am Ende durch. Deutlich souveräner präsentierte sich der Hamburger SV. Der 1. FC Köln hat mit viel Mühe den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft. Gegen den Drittligisten Würzburger Kickers drehten die Kölner einen Rückstand und setzten sich am Ende mit 2:1 (0:1) durch. David Abrangao hatte den Außenseiter in der 18. Minute in Führung gebracht. In der Folge fehlten dem Bundesligisten lange die Ideen. Erst in der zweiten Halbzeit drehte der „Effzeh“ durch einen Doppelpack von Ísak Jóhannesson (62. und 77. Minute) das Spiel und brachte die Führung über die Zeit. Im Parallelspiel setzte sich der Hamburger SV souverän mit 3:0 gegen den SC Verl durch. Die Tore erzielten zweimal Albert Grønbæk (40. und 46. Minute) sowie der erst 16-jährige Louis Lemke (50.). Würzburger Kicker – 1. FC Köln Das vermeintliche Kölner Erfolgskonzept war zu durchschaubar: Ball auf Saïd El Mala – und ihm wird schon etwas einfallen. Das war aber kaum der Fall, weil auch die Teamkollegen zu selten auf den Jungstar eingingen. Außerdem arbeitete sich an El Mala der Würzburger Liam Omore ab, der auch immer wieder von Leo Eberle unterstützt wurde. So hatten die Kölner zwar mehr Ballbesitz gegen tief stehende Würzburger, doch ein Klassenunterschied blitzte so anfangs kaum auf. El Mala hatte den Kölner Transfersommer bestimmt. Bietet ein Verein angeblich mehr als 50 Millionen Euro für den Offensivspieler? Es fand sich kein Klub, zuletzt stieg auch Borussia Dortmund aus dem Poker aus. Und so verlängerte El Mala seinen Vertrag vorzeitig um eine weitere Saison bis zum Sommer 2031. Dafür gab es für den deutschen Junioren-Nationalspieler dann auch die prestigeträchtige Trikotnummer 10. Als erster Kölner seit Vereinsikone Lukas Podolski darf sie El Mala tragen. Der Rückstand fiel zwar ein wenig wie aus dem Nichts, doch die Kickers warfen ihre ganze Leidenschaft in die Waagschale. Dann schlug Jóhannesson zu, der bei seinem zweiten Treffer Hilfe vom Pfosten hatte. Glück hatte Köln, als Würzburg kurz vor Schluss noch Aluminium traf. SC Verl – Hamburger SV Der Bundesligist kam im ersten Pflichtspiel der Saison nur schwer in die Partie. Den Hamburgern gelang es in der ersten halben Stunde des Pokalspiels nicht, wirkliche Spielkontrolle aufzubauen und eigene Chancen zu kreieren. Gefährlich wurde zunächst vor allem der SC Verl, der bereits sein viertes Pflichtspiel der Saison bestritt. Der Fernschuss von Mika Clausen (13.) rauschte nur knapp am Hamburger Tor vorbei, der Abschluss von André Leipold (15.) landete in den Armen von HSV-Schlussmann Sander Tangvik. Erst ab der Mitte des ersten Durchgangs wurden die Hamburger dann aktiver und tauchten das erste Mal gefährlich vor dem Tor des SC Verl auf. Neuzugang Martin Adeline scheiterte zunächst aus kurzer Distanz an Verls Schlussmann Timo Schlieck (40.). Kurze Zeit später nutzte Stürmer Grønbæk (41.) dann einen Fehler im Verler Spielaufbau aus und schob wenige Minuten vor der Pause zur Führung für die Hanseaten ein. Mit dem Treffer im Rücken kamen die Hamburger stark aus der Pause und bauten ihre Führung direkt aus. Wieder war es Grønbæk, der auf der linken Außenbahn zunächst Verls Joshua Eze tunnelte und anschließend zum 2:0 flach ins linke Eck einschoss. Nur wenige Minuten später erzielte der 16-jährige Lemke sein erstes Tor bei den HSV-Profis. Nach einem Zuspiel von Nicolai Remberg traf Lemke von der linken Seite mit einem satten Flachschluss ins lange Eck. Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs zog sich der Bundesligist aus dem Norden dann wieder etwas zurück. Kurz vor dem Spielende scheiterte der eingewechselte Otto Stange (86.) aus kurzer Distanz. Der SC Verl konnte nach dem Doppelschlag kurz nach der Pause keine großen Chancen mehr kreieren.