Watzke kontert Hoeneß-Kritik wegen Klopp-Berater

Hans-Joachim Watzke kann die Kritik von Uli Hoeneß an einer Personalie im Zusammenhang mit dem neuen Bundestrainer nicht nachvollziehen. DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat Uli Hoeneß‘ Kritik an den Begleitumständen der Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer widersprochen. „Da habe ich eben eine andere Meinung als er. Ich weiß nicht, was das mit „Friendly Takeover“ zu tun hat. Die letzten beiden Bundestrainer kamen vom FC Bayern – mit Julian Nagelsmann und Hansi Flick . Da hat auch niemand gesagt, das ist ein „Friendly Takeover“ des FC Bayern“, sagte der frühere BVB-Geschäftsführer Watzke im Gespräch mit RTL/Sky. Hoeneß hatte zuletzt kritisiert, dass neben Klopp auch dessen Berater Marc Kosicke vom DFB „mit eingekauft wurde“. Dies hatte der Ehrenpräsident des FC Bayern München als „Friendly Takeover“ bezeichnet: „Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch.“ Klopp nur im Paket zu haben Klopps langjähriger Berater Kosicke war vom neuen Fußball-Bundestrainer als eine Art Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation vorgestellt worden. In der DFB-Mitteilung zu Klopp tauchte der Name Kosicke und dessen Funktion aber nicht auf. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, dass Kosicke ein „externer Mitarbeiter“ sein werde, der freilich „jeden Zugang im Verband“ erhalten werde. Neuendorf bezeichnete Kosicke als „wichtige Schnittstelle“ und bekannte: „Es war ganz klar, dass die beiden so eng miteinander verwoben sind, dass sie nur im Paket zu haben sind.“ Hoeneß (74) irritierte dies. „Was mir in der Geschichte nicht gefällt, ist, dass sein Berater Marc Kosicke mit eingekauft wurde.“ Er wisse nicht genau, was Kosicke da machen soll, sagte Hoeneß. „Der hat eine Spieleragentur und die hat er als Geschäftsführer. Die Anteile auch. Das halte ich für ein Problem“, sagte der Weltmeister von 1974. Bayern-Coach habe auch ein paar Leute mitgebracht „Und dass man einem Trainer mit der Reputation eines Jürgen Klopp auch einen gewissen Gestaltungsspielraum einräumt, das ist nun mal so“, meinte Watzke dazu und fügte mit Blick auf den aktuellen Bayern-Trainer hinzu: „Das ist ganz normal, jeder Trainer hat auch ein paar Vorstellungen, was seinen Staff angeht. Vincent Kompany hat auch ein paar Leute mitgebracht. Das hat mit „Friendly Takeover“ nichts zu tun.“ Ohnehin sei alles relativ, sollte Klopp als Bundestrainer erfolgreich sein. „Wenn die Nationalmannschaft gewinnt, dann sind die Strukturen auch gut“, befand Watzke, der bei Borussia Dortmund lange mit Klopp als Trainer gearbeitet hatte. „Dann sind die Leute glücklich und wenn es idealerweise noch Spaß macht, dann rücken alle anderen Probleme nach hinten.“