Fifa: Saudi-Arabien äußert sich auffällig zu Gianni Infantino

Gianni Infantino will Fifa-Präsident bleiben, doch es gibt Widerstand. Am Donnerstag äußerte sich Saudi-Arabien. Seit mehreren Wochen wird die Zukunft von Fifa-Chef Gianni Infantino heiß diskutiert. Einige Verbände entzogen dem Schweizer die Unterstützung, andere untermauerten ihre Rückendeckung. Noch immer ist unklar, ob es bei der Präsidentschaftswahl im März 2027 ein Gegenkandidat auftritt. Nachdem Infantinos Pläne, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu verkaufen, an die Öffentlichkeit kamen, war der 56-Jährige angezählt wie nie zuvor. Am heutigen Donnerstag äußerte sich dann einer der für Infantino wichtigsten Landesverbände: der saudi-arabische. Wochenlang hatte der Gastgeber der WM 2034, zu dem der Fifa-Chef engen Kontakt pflegt, geschwiegen. Für die Stellungnahme wählte der SAFF eine interessante Formulierung. „Zum jetzigen Zeitpunkt unterstützt SAFF die andauernden Bemühungen von Fifa-Präsident Gianni Infantino und der Fifa-Führung, die Einigkeit in der Fußball-Familie wiederherzustellen und das Wachstum des Spiels zum Nutzen aller fortzusetzen“, hieß es. Vor Bundesliga-Start : Kompany verkündet Entscheidung bei Musiala Millionenverlust : FC Bayern verkauft Spieler Man müsse die Leistungen Infantinos für den Fußball im vergangenen Jahrzehnt anerkennen. Mit dem Wort „jetzigen“ in Bezug auf den Zeitpunkt ließ sich der einflussreiche Vertreter der asiatischen Fußball-Konföderation allerdings eine Änderung der momentanen Haltung im Machtkampf um die Führung des Weltverbandes offen. Rückendeckung erhält Infantino vor allem aus Afrika und Südamerika, aus Europa gibt es starken Gegenwind. Die Uefa diskutiert in Monaco bei einem Treffen ihrer 55 Nationalverbände Strategien für einen Machtwechsel beim Weltverband. Aus Nord- und Mittelamerika sowie Asien und Ozeanien gab es sowohl Unterstützung als auch Kontra. Es bleibt spannend.