2. Bundesliga: Wolfsburg dreht Spiel in Karlsruhe – torreicher Spieltag

Gegen den Karlsruher SC hat der VfL Wolfsburg hart zu kämpfen. Auch in Heidenheim und Cottbus geht es torreich zu. Der VfL Wolfsburg hat sein Auswärtsspiel beim Karlsruher SC gedreht und den zweiten Sieg der Saison gefeiert. In einer ereignisreichen Partie setzte sich das Team aus der Autostadt mit 5:2 (3:2) durch. Dabei war der KSC schon in der siebten Minute durch Shio Fukuda in Führung gegangen. Nur drei Minuten später hatte Wolfsburg durch Alexander Bernhardsson ausgeglichen. Wiederum nur zwei Minuten nach dem Ausgleich brachte Marvin Wanitzek die Karlsruher durch ein Traumtor wieder in Führung. In der 28. Minute glich Fabian Reese jedoch erneut aus und Vinicius Souza (45.+2) drehte das Spiel zum Abschluss einer wilden ersten Halbzeit endgültig. In der zweiten Halbzeit beruhigte sich die Partie lange Zeit, Hauke Wahl (88.) und nochmal Reese (90. +5) besorgten kurz vor Schluss noch den Endstand. In den Parallelspielen ging es ähnlich torreich zu. Der 1. FC Heidenheim besiegte Dynamo Dresden mit 5:3 und Greuther Fürth gewann bei Energie Cottbus mit 4:3. Karlsruher SC – VfL Wolfsburg Vor allem die erste Halbzeit bot viel Spektakel, für das zunächst der KSC sorgte. Dominant, spielfreudig und passsicher präsentierte sich die Elf von Coach Maximilian Senft. Die frühe Führung durch Fukuda, der nach einem Eckstoß per Kopf traf, war verdient. Wanitzek legte mit einem Traumtor in den Winkel zum 2:1 nach. Assistiert hatte dem KSC-Kapitän der von Eintracht Frankfurt umworbene Louey Ben Farhat, der sein Startelfdebüt in dieser Saison gab und direkt zeigte, warum ihn der Bundesligist nach Hessen lotsen will. Champions League: Gegen diese Gegner starten die Bundesligisten Nach enttäuschendem Turnier: Deutscher Verband entlässt Bundestrainerin Bei den Wolfsburgern lief viel über die linke Seite mit Reese. Die KSC-Fans, die eine Fanfreundschaft zu Reeses Ex-Klub Hertha BSC pflegen, pfiffen ihn bei nahezu jedem Ballkontakt aus. Der 28-Jährige, 2017 auch mal beim KSC aktiv, nahm es äußerlich gelassen. Seine Flanke führte zum 1:1 durch Bernhardsson, das 2:2 erzielte er mit viel Wucht aus gut 25 Metern selbst. Eine Kopie war das ebenfalls traumhafte 2:3 durch Souza, wobei KSC-Torwart Hans Christian Bernat zweimal nicht ganz schuldlos wirkte. Nach dem Wechsel hielt Bernat seine Farben im Spiel, als er gegen Bernhardsson und Kento Shiogai stark parierte. Offensiv fanden die Karlsruher nun kaum noch Lücken gegen eine wesentlich stabilere VfL-Defensive. Wanitzek vergab die einzig nennenswerte KSC-Chance in Hälfte zwei, bei der VfL-Torwart Jakub Zielinski aber zur Stelle war. Wahl und Reese machten in der Schlussphase alles klar. 1. FC Heidenheim – Dynamo Dresden Der 1. FC Heidenheim hat einen Befreiungsschlag geschafft und Dynamo Dresden in einem wilden Duell mit 5:3 (0:1) besiegt. Die Gäste gingen zweimal in Führung – sogar in Unterzahl. Nach einem kuriosen Eigentor der Dresdner drehten die Heidenheimer die Partie aber noch und holten nach zwei Pflichtspielniederlagen wieder drei wichtige Punkte. Vincent Vermeij brachte Dynamo in der 30. Minute in Führung. Thomas Dähne, der im Heidenheimer Tor den Vorzug vor Frank Feller erhalten hatte, kam an den Kopfball des Niederländers nicht mehr heran. Nach der Pause steigerte sich der Bundesliga-Absteiger und glich durch Jan Schöppner aus (67.). Dann wurde es wild: Dresdens Thomas Keller (69.) sah für ein Foul Gelb-Rot, nur kurz später stellte Robert Wagner auf 2:1 für die Sachsen (73.). Heidenheim schlug in Überzahl aber zurück. Friedrich Müller bugsierte den Ball im hohen Bogen ins eigene Tor (77.). In der Schlussphase trafen Oualid Mhamdi (87.), Julian Niehues (89.) und Maximilian Breunig (90.+1) innerhalb weniger Minuten für den FCH. Dann setzte Dresdens Jonas Sterner (90.+7) den Schlusspunkt. Die Heidenheimer hatten zuletzt mit 1:4 bei Hertha BSC und dann in der ersten DFB-Pokalrunde mit 2:5 beim Viertligisten SSV Jeddeloh II verloren. Gegen Dresden zeigte das Team von Trainer Frank Schmidt nun aber Moral. Energie Cottbus – Greuther Fürth Aufsteiger Energie Cottbus hat seinen zweiten Saisonsieg leichtfertig aus der Hand gegeben. Trotz starker erster Halbzeit und 1:0-Führung verloren die Lausitzer 3:4 (1:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth . Während das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz nach kapitalen Abwehrfehlern seine dritte Pflichtspielpleite in Folge kassierte, gelang dem Beinahe-Absteiger aus Franken der erste Dreier. Lucas Copado brachte die Gastgeber nach Kopfballvorlage von Leonardo Bittencourt früh in Führung (6.). Felix Klaus glich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Foulelfmeter aus (45.+3). Ein Eigentor von Fousseny Doumbia (46.) stellte gleich nach Wiederbeginn das Spiel auf den Kopf. Nur zwei Minuten nach dem 2:2 durch Tolcay Cigerci (70.) sicherte Ole Pohlmann den Fürther Sieg (72.). Für die Entscheidung sorgte Klaus mit seinem fünften Saisontreffer (80.). Dmytro Bohdanow gelang nur noch der Anschluss (90.+4). Der Aufsteiger dominierte von Beginn an, setzte Fürth früh unter Druck. Copado scheiterte an U19-Nationaltorhüter Florian Hellstern (18.), Luca Erlein traf mit einer missglückten Flanke die Latte (28.), dazwischen lag der Ball im Tor, doch Copado stand im Abseits (23.). Erst nach einer halben Stunde nahm auch die Fürther Offensive am Spiel teil, doch Marcel Lotka im Energie-Tor behielt die Übersicht. Beim Elfmeter von Klaus nach Foul von King Manu an Shinta Appelkamp war der Keeper allerdings machtlos, der Ausgleich war extrem glücklich für die Gäste. Noch glücklicher kam die Fürther Führung 45 Sekunden nach Wiederanpfiff zustande: Appelkamp eroberte an der Seitenlinie den Ball, Klaus wollte in die Mitte passen, und Doumbia lenkte den Ball ins eigene Tor. Beim dritten Gegentreffer servierte der eingewechselte Tim Campulka Pohlmann den Ball auf dem Silbertablett.