Tour de France: Fahrer-Vereinigung CPA fordert frühere Startzeiten

Wer Tour de France schauen will, muss aktuell am Nachmittag den Fernseher einschalten. Doch das könnte in Zukunft anders aussehen. Die Profifahrer-Vereinigung CPA fordert eine Anpassung der Startzeiten bei der Tour de France. In einer Pressemitteilung drängte die CPA auf „Gespräche mit allen Beteiligten in diesem Winter, um vor der Saison 2027 eine Lösung zu finden“. Grund dafür sind die Folgen der Klimakrise. Denn aktuell beginnen die Etappen meist am frühen Nachmittag und enden am späten Nachmittag, also genau in den heißesten Phasen des Tages. Da die Temperaturen heißer werden, steigt auch die Belastung für die Fahrer, weshalb die CPA auf eine Änderung drängt. Die Fahrer seien „weiterhin fest entschlossen, ein optimales Spektakel zu bieten, doch dies muss Hand in Hand gehen mit der Anpassung an die klimatischen Gegebenheiten, mit denen der Radsport heute konfrontiert ist“, hieß es in der Mitteilung der Gewerkschaft. Die neunte Etappe der Tour war am Sonntag um rund 30 km verkürzt worden. Dies geschah allerdings wohl auf Druck der örtlichen Behörden, da im Département Corrèze die vorgegebenen Temperatur-Grenzwerte für Sportveranstaltungen überschritten wurden. Die Entscheidung ist beim Gesamtführenden Tadej Pogačar auf Zustimmung gestoßen, sagte Tour-Chef Christian Prudhomme. „Als Thierry Gouvenou (Technischer Direktor der Tour, Anm. d. Red.) es Pogačar vorhin mitteilte, sagte dieser: ‚Danke'“, erzählte Prudhomme.