Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro plädiert für ein Ende der Amtszeit von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Für dessen Nachfolge hat er bereits einen Kandidaten im Blick. Mit scharfen Worten hat sich Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino positioniert. In der „Sport Bild“ fordert er einen Führungswechsel an der Spitze des Weltverbands – und nennt bereits einen Wunschkandidaten für die Präsidentschaftswahl im März 2027. „Wir führen jetzt einen Kampf gegen Infantino – und den müssen wir gewinnen“, sagte der 62-Jährige. Der Weltverband brauche eine verlässliche Führung, die nötige Transparenz und „dazu eine echte Wahl im März“. Ein Festhalten an Infantino schloss Carro klar aus: „Ein ‚Weiter so‘ mit Infantino sehe ich nicht, das wäre das schlechteste Ergebnis.“ Infantino-Pläne : Milliarden-Investor bricht sein Schweigen Zuletzt noch Verkaufskandidat : Entscheidung um Andrich bei Bayer gefallen Einen Gegenkandidaten zu finden, werde „eine Herausforderung“, räumte Carro ein. Eine Person aus dem Kreise der Uefa sieht er dabei nicht in der Pole-Position. „Wir Europäer werden in Teilen der Welt ohnehin als etwas arrogant wahrgenommen, weil man uns nachsagt, uns als Nabel der Fußball-Welt zu verstehen“, erklärte Carro. „Wer eine Veränderung an der Spitze der Fifa erreichen will, braucht deshalb einen Kandidaten, der auch außerhalb von Europa überzeugt und Mehrheiten gewinnen kann.“ Carro nennt mögliche Infantino-Nachfolge Dieser Kandidat sei Victor Montagliani. Dieser ist der Präsident der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Concacaf. Der Kanadier sei „anerkannt in seiner jetzigen Funktion, kennt die Fifa gut, kommt nicht aus Europa und könnte deshalb auch über die Concacaf hinaus Unterstützer gewinnen“, erklärte Carro. Er ist zudem Vorstandsmitglied des europäischen Klub-Verbandes ECA. Hintergrund des Konflikts ist Infantinos Rolle beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Fifa-Turnieren an private Investoren zu verkaufen – auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump . Die Uefa fordert seinen Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Ziel ist es, den Fifa-Chef vor dem Kongress im März 2027 zum Aufgeben zu zwingen. Carro mahnte dabei zur strategischen Vorsicht: „Wenn es im Zusammenhang mit den aktuellen Vorgängen belastbare Hinweise auf ein Fehlverhalten gibt, müssen diese unabhängig und konsequent aufgeklärt werden. Man sollte nur nicht den Fehler machen, eine politische Strategie allein auf dieses Szenario hin auszurichten.“