Martin Kaymer enttäuscht: Golf-Tour meldet Insolvenz an

Nach dem Ausstieg des Investmentfonds aus Saudi-Arabien steht die Golfserie vor dem Aus. Auf der umstrittenen Tour spielt auch der Deuschrte Martin Kaymer. Die Golfserie LIV hat nach dem Rückzug des milliardenschweren Geldgebers aus Saudi-Arabien einen Insolvenzantrag gestellt. Durch den Antrag soll es eine Zukunft für das 2022 gegründete Golfprojekt geben. Diese war zuvor unklar. „Dieser Prozess gibt uns die Struktur und die Zeit, eine wegweisende Transaktion zu verfolgen und das nächste Kapitel von LIV Golf einzuleiten“, sagte der Geschäftsführer der LIV-Tour, Scott O’Neil, in einer Pressemitteilung. Laut der Mitteilung hat die Golfserie eine Vereinbarung mit der Investmentfirma BC Partners Credit geschlossen. „Die nächste Phase von LIV Golf wird auf einem nachhaltigen Geschäftsmodell und einer engeren Verbindung zwischen den Spielern und der Liga basieren“, kündigte O’Neil an. In dem neuen Modell werde es für Spieler möglich sein, Mehrheitseigentümer zu werden, außerdem soll der Turnierkalender verkleinert werden. 2027 soll der weltweite Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, auch wenn dies unter anderem von gerichtlichen Genehmigungen abhänge, hieß es in der Mitteilung. Auch Martin Kaymer spielt auf der LIV-Tour Der saudi-arabische Investmentfonds PIF hatte im Frühjahr bekanntgegeben, die Golf-Liga nur noch bis zum Saisonende zu finanzieren. Neben Topstars wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau oder Phil Mickelson spielt auch der deutsche Golfprofi Martin Kaymer auf der LIV-Tour. „Ich fänd es total schade, wenn es aufhören würde“, sagte Kaymer im Sommer dem „Golf Magazin“. „Ich habe sehr viel Energie in die Liga, in das Projekt und die Vision hineingesteckt.“ Er sei fest davon überzeugt, dass die LIV-Tour ein Weg sei, um den Sport größer zu machen. Zum neuen Modus verriet der LIV-Geschäftsführer, dass eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 57 auf 75 Spieler geplant sei und erstmals ein Cut nach 54 Löchern eingeführt werden soll. O’Neil erklärte, das Teamkonzept werde sich an Nationalitäten orientieren und LIV weiterhin auf einige seiner erfolgreicheren Märkte in Australien, Südafrika und Asien setzen. LIV startete im Jahr 2022 und warb mit Geldern aus dem saudi-arabischen Investmentfonds viele bekannte Golfer aus der traditionellen US-amerikanischen PGA ab. Die Tour sah sich zum Teil heftiger Kritik von Golfspielern aber auch Menschenrechtlern ausgesetzt. So werden dem strfeng religiösen Wahhabiten-Staat Saudi-Arabien schwere Menschenrechtsverletzungen vorgworfen. Auch soll das saudische Regime unter Kronprinz Mohammed Bin Salman seit Jahren Sportswashing betreiben, sich also durch die Veranstaltung großer Sport-Events von seinem schlechten Image befreien wollen.