FC Bayern: Max Eberl macht Ansage an Bayern-Stars

Bayern München gewinnt bei Aufsteiger Elversberg mühevoll und glanzlos mit 2:1. Das ruft den Sportvorstand auf den Plan, der mahnende Worte an das Team richtet. Mit einem 2:1-Sieg beim Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg hat der FC Bayern München den nächsten Pflichtspiel-Dreier geholt – aber nicht ohne Mühe. Erst nach vier Einwechslungen in der zweiten Halbzeit fanden die Münchner zu ihrer gewohnten Stärke. Harry Kane erzielte in der 72. Minute den entscheidenden Treffer. Sportvorstand Max Eberl richtete danach klare Worte in Richtung der Mannschaft: „Die Lehre ist, dass es mit einem bisschen Weniger echt gefährlich werden kann. Das Spiel hat gezeigt: Egal, ob Elversberg, Dortmund oder Real Madrid – wir müssen in jedem Spiel an unser Limit kommen.“ „Muss noch viel lernen“ : Italienische Presse kritisiert Woltemade nach Juve-Pleite „Peinlich“ : VAR-Chaos wegen Stromausfall mitten im Spiel Die ersten 60 Minuten hatten Eberl missfallen. Er stellte klar: „Wir haben einen sehr ausgewogenen Kader und eine Konkurrenzsituation. Jeder muss in jedem Spiel sein Topniveau erreichen, um im nächsten Spiel wieder auf dem Platz zu stehen.“ Trainer Vincent Kompany haderte ebenfalls mit der Leistung bis zum Ausgleich. „Unser Tempo war nicht gut. Und in den Zweikämpfen waren wir nicht so da, wie wir das normalerweise sind“, sagte der Belgier. Lennart Karl hatte Bayern in der 26. Minute in Führung gebracht. Maurice Krattenmacher glich in der 61. Minute mit einem Traumtor aus. Eberl: „Wenn du zulegst, hast du vorher zu wenig gemacht“ Erst danach brachte Kompany Joshua Kimmich , Jamal Musiala , Luis Díaz und Alphonso Davies . Elversbergs Trainer Vincent Wagner beschrieb die Wirkung: „Das war brutal. Danach rollte der bayerische Zorn auf uns zu.“ Kane sah in den Einwechslungen das entscheidende Signal: „Egal, wer beginnt oder von der Bank kommt, jeder muss bereit sein, 110 Prozent zu geben. Das hat man heute gesehen, als die Jungs reingekommen sind. Wir hatten mehr Energie, waren im Eins-gegen-eins direkter und hatten gegen Ende noch deutlich mehr Möglichkeiten.“ Eberl übte Kritik an der auf sieben Positionen veränderten Startelf: „Nach dem 1:1 haben wir eine Schippe draufgelegt. Da waren wir plötzlich spritzig, da war das Gegenpressing da, da war die Aggressivität da. Aber wenn du zulegst, hast du vorher vielleicht einen Touch zu wenig gemacht.“ Die ungewöhnlichen Bedingungen auf der Elversberger Stadion-Baustelle – die Spieler mussten sich in Containern umziehen – wollte Eberl nicht als Ausrede gelten lassen. „Das ist cool und völlig in Ordnung. Wir haben uns total darauf gefreut. Das ist Fußball pur und hat uns nicht abgelenkt“, sagte er. Nach zwei Liga-Auswärtsspielen in Folge geht es nun mit einem Heimspiel weiter. Am Freitag (ab 20.30 Uhr im Liveticker bei t-online) empfangen die Münchner Union Berlin in der Allianz Arena.