Ein Regionalderby in den Niederlanden eskaliert in der Halbzeitpause. Die Folgen treffen am Ende den gesamten Trainerstab des Klubs. Ein Co-Trainer des niederländischen Drittligisten GVVV soll in der Halbzeitpause eines Regionalderbys einen gegnerischen Spieler bewusstlos geschlagen und ihm mehrere Zähne ausgeschlagen haben. Laut Berichten der „Bild“ musste das Opfer anschließend im Krankenhaus von einem Kieferchirurgen behandelt werden. Die Partie wurde abgebrochen – und GVVV hat inzwischen seinen gesamten Trainerstab freigestellt. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag beim Drittligaspiel zwischen IJsselmeervogels und GVVV im Sportpark De Westmaat in Spakenburg. Ein Sprecher von IJsselmeervogels erklärte, der Spieler Quiermo Dumay sei auf dem Weg in die Umkleidekabine von Co-Trainer Jhon van Beukering angegriffen worden. Dumay hatte erst in diesem Sommer den Wechsel von GVVV zu IJsselmeervogels vollzogen. Uefa verkündet Entscheidung: München trägt Finale der Champions League aus Nach jahrelanger Doping-Sperre: Emotionale Vušković-Rückkehr in Hamburg IJsselmeervogels-Trainer Willem Leushuis äußerte sich gegenüber „TV Utrecht“ zu dem Angriff: „Er hat wie ein Straßenkämpfer zugeschlagen.“ Die Mannschaft von IJsselmeervogels weigerte sich danach, das Spiel fortzusetzen. Der Schiedsrichter brach die Partie zur Halbzeit ab – GVVV führte zu diesem Zeitpunkt mit 2:0. IJsselmeervogels erstattete noch am selben Abend Anzeige. Co-Trainer wehrt sich gegen Vorwürfe Die Polizei rückte an und hielt Anhänger beider Klubs auseinander. Ein Polizeisprecher erklärte, es habe bereits während der ersten Halbzeit Unruhen auf der Tribüne gegeben. Festnahmen gab es zunächst nicht. Van Beukering bestreitet die Darstellung. Er behauptet, Spieler und Mitarbeiter von GVVV seien zuvor angegriffen und geschubst worden. GVVV zog dennoch Konsequenzen: Jhon van Beukering wurde freigestellt – ebenso sein Bruder Dennis van Beukering, der Cheftrainer des Klubs. Der Verein kündigte an, weitere Schritte zu unternehmen, sobald mehr Details bekannt seien.