Union Berlin kassiert beim FC Bayern die höchste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte. Trotzdem zeigt sich ein Köpenicker nach dem Spiel überraschend optimistisch. Mit dem 0:7 beim FC Bayern München hat der 1. FC Union Berlin am Freitagabend nicht nur ein Debakel erlebt, sondern auch die höchste Niederlage seiner Bundesliga-Geschichte kassiert. U21-Nationalspieler Tom Rothe sieht den Klub dennoch „auf einem guten Weg“ – trotz nur eines Punktes aus vier Spielen, so wenig wie nie zuvor zu diesem Zeitpunkt einer Saison. In der Allianz Arena hatten die Köpenicker dem Rekordmeister nichts entgegenzusetzen. Harry Kane knackte in seinem 98. Bundesliga-Einsatz die Marke von 100 Toren. Michael Olise traf dreifach. Rothe blickte nach dem Spiel aber nach vorne: „Jetzt versuchen wir gegen Elversberg eine breite Brust zu haben. Ich glaube trotzdem, dass wir auf einem guten Weg sind.“ „Lausbub aus Barcelona“: Bayern-Duo antwortet auf Provokation von Superstar Investoren mit Doppelrolle: Neue Aufgabe für Thomas Müller und Mats Hummels Kapitän Christopher Trimmel äußerte sich nach der Partie ebenfalls. „Es ist schwierig, aber trotzdem musst du positiv bleiben. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es in der Saison von Beginn weg richtig zur Sache geht. Jeder sammelt sofort Punkte, und wir müssen auch damit beginnen.“ Der 39-Jährige verwies darauf, dass die Bayern auch gegen gefestigte Teams wie den norwegischen Klub Bodö/Glimt in der Champions League oder den VfB Stuttgart jeweils fünf Tore erzielt hätten. „Wir sind noch nicht gefestigt, das muss man so ehrlich sagen. Wir sind noch in der Findungsphase.“ In München sei man in dieser Verfassung chancenlos gewesen. Lustrinelli vergleicht Unions Lage mit Fahrradfahren Trainer Mauro Lustrinelli sieht die dreiwöchige Länderspielpause als Chance zur Erholung. Nach dem Spiel sagte der Schweizer: „Es ist sehr wichtig, jetzt den Kopf freizulassen, dass die Spieler einige Tage für sich haben und wieder die Energie und Batterie laden. Dann kommen wir zurück und es geht weiter im Leben. Ich freue mich auf die Pause.“ Den Entwicklungsprozess beschrieb der 50-Jährige, der den Klub im Sommer übernommen hat, mit einem Bild: „Ich habe diese Metapher, dass das kleine Kind Fahrradfahren lernt. Im Moment ist es immer am Boden. Es muss einfach aufstehen und wieder nach vorne. Das ist das Einzige, was wir im Leben haben. Große Resilienz, Arbeit, das ist die tägliche Arbeit – und das mit Vertrauen.“ Nach der Pause wartet auf die noch sieglosen Köpenicker das Heimspiel gegen Aufsteiger Elversberg.