2. Bundesliga: Christian Eriksen und VfL Wolfsburg lösen Vertrag auf

Christian Eriksen wird nicht mehr für den VfL Wolfsburg auflaufen. Der Däne, der im Juni ein zweites Mal auf dem Platz kollabiert war, bleibt in seiner Heimat. Der VfL Wolfsburg und Christian Eriksen haben sich auf eine vorzeitige Auflösung seines bis Sommer 2027 laufenden Vertrags geeinigt. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt. Der dänische Nationalspieler hatte darum gebeten – nachdem er im Juni beim Länderspiel gegen die Ukraine erneut zusammengebrochen war. Obwohl Eriksen dieses Mal schnell wieder bei Bewusstsein war und sogar aus eigener Kraft zu einem Krankenwagen ging, kamen sofort wieder Erinnerungen an die EM 2021 in Kopenhagen hoch. Vor fünf Jahren musste er noch auf dem Rasen nach einem Herzstillstand wiederbelebt werden und bekam kurz danach einen Herzschrittmacher implantiert. Die dramatischen Szenen hatten damals die ganze Fußballwelt bewegt. Erneut zusammengebrochen: Das steckt hinter Christian Eriksens Herzproblem Kein Friseur mehr: Bundestrainer setzt neue Grenzen Nach seinem erneuten Zusammenbruch hatte Eriksen in seiner dänischen Heimat mit der Reha begonnen, eine Rückkehr nach Wolfsburg aber offengelassen. VfL-Geschäftsführer Sport Dieter Hecking teilte mit: „Für uns war klar, dass die Entscheidung über seine Zukunft bei Christian liegt. Diesen Freiraum wollten wir ihm in dieser besonderen Situation geben und haben seinem Wunsch nach einer Vertragsauflösung nun entsprochen.“ Eriksen konzentriert sich auf seine Familie Eriksen erklärte, für ihn sei es „im Moment wichtig, nah bei meiner Familie in Dänemark zu sein“. Seine Zeit in Wolfsburg sei von „vielen Höhen und Tiefen“ geprägt gewesen. „Es war mir eine große Freude, für euch zu spielen, und ich werde mich gerne an diese Zeit zurückerinnern“, sagte der 34-Jährige, der in seiner Karriere unter anderem für Ajax Amsterdam , Tottenham Hotspur , Inter Mailand und Manchester United spielte. Für Dänemark lief der Mittelfeldstratege bislang 151 Mal auf. Vor einem Jahr war Eriksen als vereinsloser Spieler nach Wolfsburg gewechselt. In 34 Pflichtspielen erzielte der Mittelfeldspieler drei Tore und bereitete zehn weitere vor. Nach dem Abstieg des VfL in die 2. Bundesliga stand seine Zukunft beim Klub ohnehin infrage.