DFB-Elf besiegt Serbien

Zunächst betreibt die DFB-Elf Chancenwucher, dann erlöst ein Bayern-Profi mit seinem Debüt-Treffer das Klopp-Team. Die Gäste enttäuschen auf ganzer Linie. Im dritten Anlauf ist der Bann gebrochen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft feiert den ersten Sieg unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp . Vor 68.121 Zuschauern in München setzte sich die DFB-Elf am 3. Spieltag der Nations League mit 2:0 (1:0) gegen Serbien durch. In Torwart Jonas Urbig und dem Freiburger Außenstürmer Derry Scherhant schickte Klopp zwei Debütanten von Beginn an aufs Feld. Gegen den erwartet tiefen Block der Serben konnte Scherhant gleich mit einigen guten Aktionen auf sich aufmerksam machen. So lief das Spiel Von Beginn an ging das Spiel gegen enttäuschende Gäste nur in eine Richtung. Nachdem unter anderem der erstmalige DFB-Kapitän Serge Gnabry aus kurzer Distanz und Florian Wirtz per Kopf beste Chancen ausließen, wäre das deutsche Team beinahe bestraft worden, als der frühere Bundesliga-Profi Filip Kostic plötzlich der deutschen Abwehr enteilte. An seiner Flanke von der Grundlinie rutschte Kosta Nedeljkovic nur um Zentimeter vorbei (32.) Doch dann war es Bayern-Profi Tom Bischof, der mit seinem ersten Länderspiel-Tor zur deutschen Führung abstaubte (39.). Wirtz hatte zuvor den Pfosten getroffen. Das erste Heimtor unter Klopp war längst verdient, Pavlovic hätte fast noch vor der Pause erhöht. Mit viel Beifall schickte das Publikum die DFB-Auswahl in die Pause, Dynamik und Einsatz stimmten diesmal. Eklat um Superstar: Selbst Ronaldos Kollegen haben keine Lust mehr Jürgen Klopp: Nur ein Nationaltrainer verdient weltweit mehr als er Nach dem Seitenwechsel – Klopp hatte Kölns Said El Mala für Gnabry eingewechselt – das gleiche Bild. Diesmal ließ zunächst der unglücklich agierende Nick Woltemade eine Chance aus zwei Metern ungenutzt, ehe Wirtz nach Zuspiel von Maximilian Mittelstädt und feiner Körpertäuschung überlegt zum 2:0-Endstand einschob (61.). Nun blieb noch Zeit für etwas deutsche Fußball-Historie: Klopp wechselte weiter, als 1000. Debütant der DFB-Historie kam der 22 Jahre alte Mika Baur von Celtic Glasgow , Sohn des früheren Handball-Nationalspielers Markus Baur, in die einseitige Partie. Ihren Schwung behielten die Klopp-Mannen bis zum Schluss, nur weitere Tore gelangen nicht mehr. „Das ist unbeschreiblich“, sagte Bayern-Profi Bischof nach seinem Heimspiel im ZDF-Interview, „das Stadion hat gebrannt. Ich habe alles rausgelassen und mich riesig gefreut.“ Leider, sagte er, „tun die Knie vom Knierutscher ein bisschen weh. Aber das ist egal.“ Damit hat Deutschland nach drei Spielen vier Punkte auf dem Konto. Am Sonntag steht zum Abschluss dieser Länderspielphase noch das Rückspiel in Griechenland auf dem Programm. Im November (Spiele in Serbien und gegen die Niederlande) dann wird Klopp seine Aufgebote zu einem komprimierten Stammkader zusammenführen