In wenigen Stunden wird in London die Auszeichnung für den Weltfußballer des Jahres vergeben. Harry Kane, Stürmer des FC Bayern, gehört zu den Favoriten. Wir wollten von t-online-Lesern wissen: Sollte er die Auszeichnung bekommen? Diese Entscheidung wird mit Spannung erwartet: Wer wird der Weltfußballer des Jahres 2026? Der Sieger wird heute um 21 Uhr bei der Gala im London Palladium bekannt gegeben. Zu den 30 Nominierten für den Ballon d’Or gehören unter anderem Harry Kane, Kylian Mbappé , Lamine Yamal , Michael Olise , Dayot Upamecano und Luis Díaz. Als Favorit gilt für viele der Engländer Kane. Zuletzt erzielte er gegen Arsenal im zehnten Champions-League-Spiel in Folge einen Treffer und überholte damit Robert Lewandowski , der in neun Königsklassenpartien hintereinander erfolgreich war. Bayern-Torjäger bald Weltfußballer? DFB-Star schwärmt von Kane: „Unglaubliches Jahr“ „Das habe ich noch nie gesehen“: Kane vor der Krönung beim Ballon d’Or? „Clownswettbewerb“: Ex-Nationalspieler rechnet mit Ballon d’Or ab t-online-Leser haben ihre Wahl bereits getroffen: Eine klare Mehrheit der Teilnehmer an der Debatten-Abstimmung würde dem Stürmer den Preis gönnen. Bei 305 abgegebenen Stimmen waren es bis 15 Uhr 81 Prozent. Einige Kritiker zweifeln jedoch an seiner internationalen Erfolgsbilanz. Fans loben das Gesamtpaket Kanes Vielseitigkeit kommt gut an: Er sei nicht nur ein zuverlässiger Torschütze, sondern bringe sich auch in den Spielaufbau ein und arbeite für seine Mitspieler, sagen Leser. Reinhard Pausch lobt seine Fähigkeiten als Vorbereiter: „Sein Spielverständnis, seine Pässe und deren Genauigkeit sind einmalig.“ Auch Klaus Hartmann verweist neben der tollen Torquote auf Spielübersicht, präzise Pässe und das schnelle Erfassen von Spielsituationen. Pedro End nennt ihn den „komplexesten Spieler“, den es momentan gebe, und Ralf Brum spricht von einem „Gesamtpaket“ aus Können, Verlässlichkeit, Mannschaftsgeist und vorbildlichem Verhalten. Oliver Wegener gefällt, dass Kane seine Mannschaft auf dem gesamten Spielfeld unterstütze – vom Sturm bis zur Abwehr. Auch Volker Sahl ist von Kane begeistert und antwortet auf die Frage nach dem potenziellen Preisträger: „Wer sonst?“ Er sei der perfekte Spieler weltweit, „und seine Pässe sind nicht von dieser Welt“. Viele Leser loben zudem Kanes Auftreten abseits des Feldes. Sie nennen ihn bodenständig, bescheiden oder vorbildlich. Peter Poth beschreibt ihn als besonders mannschaftsdienlichen Mittelstürmer und findet, auch der Charakter sollte bei der Wahl zählen. Kritik am Einzelpreis für eine Mannschaftssportart Die Gegenstimmen stellen vor allem infrage, ob Kane im Vergleich mit anderen Weltstars tatsächlich herausragt. Barbara Metz meint, er werde bei Bayern „gepampert“ und seine Torquote sei abzüglich der Elfmeter weniger beeindruckend. Peter Poth widerspricht diesem Einwand: „Auch Elfmeter wollen erst mal verwandelt werden.“ Andere Kritiker finden, Kane habe international zu wenig erreicht. Steffen Lange würde lieber den Brasilianer Raphinha als Gewinner sehen. Der Star des FC Barcelona hat es bei der Wahl allerdings nicht unter die besten 30 geschafft. Bastian Kaufmann findet es generell problematisch, in einer Mannschaftssportart einen einzelnen Spieler hervorzuheben – besonders, wenn dabei Offensivspieler bevorzugt würden. Trotzdem hält er Kane aufgrund seiner Leistungen und Beständigkeit für einen verdienten Kandidaten.