Nach dem 1:2 gegen Galatasaray zieht Ismail Kartal die Konsequenzen und tritt als Trainer von Fenerbahce zurück. Schon im September wollte der 65-Jährige den Club verlassen. Keine 24 Stunden nach der Derby-Pleite von Fenerbahce Istanbul gegen Galatasaray ist Trainer Ismail Kartal zurückgetreten. „Nach Gesprächen mit unserer Vereinsführung wurde diese Entscheidung in gegenseitigem Einvernehmen sowie in gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung akzeptiert“, teilte Fenerbahce nach dem 1:2 in der türkischen Fußball-Liga mit. Nach der Niederlage ist Fener Tabellenfünfter mit sechs Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Galatasaray. Bereits im September war Kartal, der im Sommer nach Istanbul wechselte, zurückgetreten. Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim widersprach damals seinem Trainer und kündigte an, dass der 65-Jährige weitermachen solle. Grund für Kartals spontane Handlung soll laut Yildirim der Wurf einer Flasche an seinen Kopf gewesen sein. Auch der Club hatte mit einem Statement reagiert und mitgeteilt, dass der Flaschenwerfer mit einem Stadionverbot belegt wurde. Nun gibt es offenbar keine Kehrtwende mehr. Für Kartal endet nach nur wenigen Monaten die bereits vierte Amtszeit als Coach bei Fener. Bereits 2014/2015 sowie 2022 und 2023/2024 arbeitete er als Trainer des türkischen Topclubs. Derby von Tumulten überschattet Das Duell der Erzrivalen zwischen Galatasaray und Fenerbahçe Istanbul am Montag war nach dem Schlusspfiff von heftigen Tumulten überschattet worden. Spieler beider Mannschaften gingen auf dem Rasen aufeinander los. Polizei und Sicherheitskräfte mussten eingreifen, um die Auseinandersetzungen zu beenden. Auslöser der Rudelbildung war offenbar ein Streit zwischen Fenerbahçes Kerem Aktürkoglu und dem Ex-Freiburger Roland Sallai. Immer mehr Spieler und Betreuer mischten sich ein. Besonders heftig gerieten Galatasarays Abdülkerim Bardakci und Fenerbahces Archie Brown aneinander. Im Verlauf der Auseinandersetzung gingen beide zu Boden. Schiedsrichter Atilla Karaoglan zeigte ihnen anschließend die Rote Karte. Aktürkoglu und Sallai sahen jeweils die Gelbe Karte. „Sie ziehen an den Haaren und kratzen wie Frauen“ Nach den Tumulten machten sich die Beteiligten gegenseitig Vorwürfe. „Wenn Sie sich das Video ansehen, werden Sie sehen, wer zuerst angegriffen hat“, hatte Bardakci gesagt. Brown machte hingegen die Spieler von Galatasaray für die Eskalation verantwortlich. „Ihr Kapitän hat Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen. Ich habe das gesehen und ihn verteidigt“, sagte der Engländer und ergänzte: „Sie ziehen an den Haaren und kratzen wie Frauen.“