Bundesliga: 1. FC Köln jubelt spät über Ausgleich – Malek El Mala trifft

Nach dem deutlichen Sieg im DFB-Pokal wollte Köln auch in der Liga gegen Union Berlin gewinnen. Doch in der Hauptstadt taten sich die Rheinländer schwer. Der 1. FC Köln hat bei Union Berlin immerhin noch einen Punkt geholt. Dank eines späten Treffers von Malek El Mala (79. Minute), dem ein Jahr älteren Bruder von Nationalspieler Saïd El Mala, sicherte sich das Team von Trainer René Wagner ein 1:1-Unentschieden in der Hauptstadt und festigte den zwölften Rang in der Tabelle. Union hingegen überholte Schalke 04 und ist jetzt 16. Dennoch ist das 1:1 ein Dämpfer für die Berliner, schließlich führten sie seit der 10. Minute mit 1:0. Janik Haberer hatte Union in Führung gebracht. Doch auch die extrem defensive Ausrichtung im zweiten Durchgang konnte das Gegentor nicht verhindern. So lief das Spiel Vor der Partie war vor allem auf Unioner Seite die Motivation groß gewesen. Führungsspieler Rani Khedira hatte nach der Pokal-Blamage von einem „Systemabsturz“ gesprochen, in der Liga war das Team von Trainer Mauro Lustrinelli auf Wiedergutmachung aus. „Wir haben wirklich Bock, ganz anders aufzutreten“, hatte der Trainer im Vorfeld angekündigt. René Wagner wollte sein Team darauf vorbereiten. Union werde „ein Stück weit Wut im Bauch“ haben, hatte der FC-Coach betont: „Dafür müssen wir gewappnet sein.“ Wirbel um russische Teilnahme: Gibt Deutschland eine Heim-WM zurück? Verletzung im BVB-Spiel: Bayern-Star wurde bereits operiert Schon vor Anpfiff machten die beiden Fanlager auf den Rängen lautstark Stimmung. Auf dem Platz präsentierten sich die Unioner, angestachelt von der Pokal-Pleite, mit Zug nach vorne. Tim Skarke setzte sich an der Grundlinie gegen Paul Okon-Engstler und Keeper Marvin Schwäbe durch und brachte den Ball zu Haberer, der aus kurzer Distanz einschob. Die Partie flachte in der Folge ab, Köln fand gegen die kompakte Defensive der Köpenicker keine Lösung. Auch das Offensivduo Saïd El Mala und Linton Maina, das maßgeblich für das Pokal-Aus der Berliner verantwortlich gewesen war, hatten die Gastgeber im Griff. Doch auch Union erspielte sich kaum Möglichkeiten. Die größte Chance vereitelte Schwäbe, der den vielversprechenden Versuch von Livan Burcu an die Latte lenkte (42.). Die Statistik zur Halbzeit sprach Bände: Union verzeichnete offiziell zwei Schüsse auf das Tor, Köln keinen einzigen. Auch nach der Pause war das Spiel zunächst von harten Zweikämpfen und Fouls geprägt. Wagner brachte in der Schlussphase Malek El Mala – und der traf nach einer kurz ausgeführten Ecke eiskalt.