Beim FC Bayern dominieren Olise, Kane und Luis Díaz das Geschehen. Dahinter steht jedoch ein nicht weniger wichtiger Mann für das Spiel und die Mentalität der Münchner: Konrad Laimer. Konrad Laimer hat sich beim FC Bayern München zum Stamm- und Führungsspieler entwickelt. Der Österreicher glänzte in den vergangenen Wochen mit starken Zweikämpfen, großer Mentalität und Torgefährlichkeit. So erzielte Laimer sowohl am Wochenende gegen Dortmund als auch beim überzeugenden Sieg der Bayern gegen Atlético Madrid jeweils einen Treffer. Nach dem Spiel gegen Atlético gab es unter anderem Sonderlob von Sportvorstand Max Eberl : „Konny ist eine Maschine.“ Mit diesen Eigenschaften hat sich der 29-Jährige unverzichtbar für die Bayern gemacht. Auch Lothar Matthäus zeigt sich laut „Bild“ begeistert vom Österreicher: „Ich liebe Konrad Laimer, ich liebe Spieler wie ihn!“ Die Bayern-Legende ist besonders von der Einstellung des Bayern-Profis überzeugt: „Er ist ein Mentalitätsspieler, ein Mentalitätsmonster, und egal, wo du den einsetzt – links hinten, rechts hinten oder auf der Doppel 6 – der läuft, der marschiert, der denkt gar nicht nach, wo er heute spielt.“ Bayern-Jungstar provoziert: „Meinem Sohn verbiete ich den Jubel“ Sieg in Madrid: Spanier verneigen sich vor dem FC Bayern Auch Mannschaftskapitän Manuel Neuer ist voll des Lobes für seinen Mitspieler: „Wir sind happy, dass er Teil unserer Mannschaft ist, so wie er sich auch immer reinfuchst in die Situationen.“ Dabei gab es Mitte dieses Jahres noch Zweifel an einem langfristigen Verbleib beim deutschen Rekordmeister. Nach einer starken vergangenen Saison konnten sich die Bayern und Laimer lange nicht auf eine Verlängerung seines 2027 auslaufenden Vertrages einigen. Dem FC Bayern waren laut Medienberichten die Gehaltsvorstellungen des österreichischen Nationalspielers zu hoch. Ehrenpräsident Uli Hoeneß mahnte Laimer öffentlich: Laimer sei zwar sehr wichtig für die Mannschaft, er sei aber „eben nicht Maradona“. Am Ende einigten sich Verein und Spieler im Sommer, Laimer unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2029. Wenn der österreichische Nationalspieler diesen erfüllt, wäre er nach seinem ablösefreien Wechsel von RB Leipzig 2023 sechs Jahre beim Rekordmeister unter Vertrag. Zum Zeitpunkt seines Wechsels war Laimer ein gestandener Bundesligaprofi und hatte bereits zweimal den DFB-Pokal mit RB Leipzig gewonnen. Bei den Sachsen spielte er hauptsächlich im zentralen Mittelfeld, startete allerdings auch Spiele als Rechtsverteidiger. Das kehrte sich bei den Bayern aufgrund des Überangebots im Mittelfeld um, Laimer war fast nur noch als Rechtsverteidiger gefragt. Der Allrounder nahm die Rolle jedoch an und eroberte sich den Stammplatz hinten rechts beim FC Bayern. Seitdem gehört er in jeder Saison zum Leistungsträger des FC Bayern und bestritt in etwas mehr als drei Saisons 148 Pflichtspiele für die Münchner. Nächster Entwicklungsschritt von Laimer In dieser Saison scheint Laimer noch einen Sprung gemacht zu haben. Der Österreicher ging in den vergangenen Wochen, die aufgrund schwerwiegender Ausfälle kompliziert für die Bayern waren, mit Leistung voran. Mit seinen zwei Toren gegen Dortmund und Atlético hat Laimer außerdem schon fast seine Torausbeute aus der vergangenen Saison von drei Treffern erreicht. Zudem traf Laimer erstmals in seiner Karriere in zwei aufeinanderfolgenden Pflichtspielen. Sein Kapitän scherzte dazu: „Wir haben ein bisschen drauf gewartet, dass er jetzt auch mal trifft, er hat schon die ein oder andere Chance gehabt.“ Gleichzeitig lobte Neuer das Gespür Laimers: „Er kommt in die gefährlichen Situationen.“ Laimer stellte im Spiel gegen die „Rojiblancos“ einen Champions-League-Rekord ein: Seine 13 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum sind zusammen mit Marcelo 2017 die meisten eines Verteidigers seit der detaillierten Datenerfassung zur Saison 2003/2004. Im eigenen Sechzehner hatte der Österreicher hingegen keine. Auch wenn die Offensivstars mehr glänzen und die Höhepunkte setzen, für das Spiel der Bayern ist Laimer unverzichtbar. Für Weltmeister Matthäus ist klar: „Er ist für mich ein Spieler, der schon allein aufgrund seiner Mentalität eigentlich immer auf dem Platz stehen sollte.“