Deutschlands bester Tennisspieler ist die neue Nummer eins der Welt. Auf einer Pressekonferenz will ein Reporter dazu mehr wissen – es entwickelt sich eine unangenehme Situation. Als zweiter Deutscher überhaupt nach Boris Becker ist Alexander Zverev auf Platz eins der Tennis-Weltrangliste. Der 29-Jährige wird Becker sogar überholen – Zverev ist für mindestens 13 Wochen an der Spitze und damit eine Woche mehr als die deutsche Legende. Das aktuelle Masters in Paris ist das erste Turnier, das Zverev als Weltranglistenerster bestreitet. Fast schon zwangsläufig gab es schon im Vorfeld auf einer Pressekonferenz noch beim vorangehenden Turnier in Wien dann auch Fragen zu seiner Gefühlslage als derzeit bester Tennisspieler der Welt. Und es entwickelte sich ein erst jetzt kursierender kurioser Wortwechsel – in dem der Hamburger sichtlich genervt auf die Frage eines anwesenden Journalisten reagierte: Fan seit Kindheitstagen: Tennis-Ikone wird Vorstand bei Real Madrid DFB-Kader: Klopp holt Füllkrug zurück – Jungstar muss zu Hause bleiben Reporter: „Wenn du ein Turnier gewinnst, dann gibt es ja einen Pokal. Für die Jahresend-Nummer-eins wirst du in Turin auch einen Pokal bekommen. Aber das Ranking an sich gibt es ja nicht als Pokal. Wirst du dir das irgendwie aus…“ Zverev (unterbricht): „Was gibt es nicht?“ Reporter: „Das Ranking an sich ab Montag gibt es ja nicht als Pokal. Wirst du dir das irgendwie…“ Zverev (unterbricht): „Doch.“ Reporter (spricht unbeirrt weiter): „… ausschneiden lassen …“ Zverev (unterbricht): „Doch.“ Reporter (spricht immer noch weiter): „… printen lassen …“ Zverev (unterbricht erneut): „Doch.“ Reporter: „… und an die Wand hängen?“ Zverev: „Ich habe jetzt dreimal ‚doch‘ gesagt. Es gibt einen Pokal.“ Reporter: „Ja, einen Pokal, aber dieses Ranking, wo Alexander Zverev auf eins steht …“ Zverev: „Es gibt zwei Pokale.“ Reporter: „Ja, als Pokal, aber …“ Zverev: „Was willst du denn? Es gibt einen Pokal. Es gibt einmal einen Pokal für das Jahresende Nummer eins, und es gibt einmal einen Pokal dafür, wenn man die Nummer eins wird.“ Reporter: „Ja, aber dieses Ranking, wo der Name oben steht und die anderen neun unten drunter, wo man sieht: ‚Erster: Alexander Zverev‘, was man sich praktisch als Poster, sag ich mal, an die Wand hängen kann. Als Bild. Würdest du das eventuell machen lassen? Weil das ist ja was anderes als ein Pokal. Da siehst du ja tatsächlich: Ich bin die Nummer eins.“ Zverev (sichtlich angestrengt): „Ich nehme den Pokal.“ Tatsächlich nahm Zverev – wie er selbst auch anklingen ließ – schon am Montag zum Turnierauftakt des Masters in Paris die stattliche Trophäe für Platz eins entgegen. Zverev hatte am Montag auch offiziell den seit Monaten verletzten Italiener Jannik Sinner als Nummer 1 abgelöst. Die Wachablösung stand aber schon vorher fest, da Sinner aufgrund von Kniebeschwerden seine Saison vorzeitig beenden musste. Sein erstes Match als offizielle Nummer eins der Tennis-Welt hat er indes aber verloren. Der 29-Jährige musste sich am Mittwoch in der zweiten Runde des Masters von Paris dem Italiener Lorenzo Musetti mit 6:7 (5:7), 2:6 geschlagen geben.